Georg Heinrich Klutmann (* 18. August 1847 in Witten; † 8. Juni 1905 in Berlin)Standesamt Charlottenburg I, Sterberegister 1905, Urkunde Nr. 313. Ancestry.com war ein deutscher Architekt und preußischer Baubeamter.
Leben Heinrich Klutmanns Eltern waren der Kaufmann Georg Heinrich Klutmann und Luise Klutmann geborene Deutelmoser. Er absolvierte ein Architekturstudium und bestand 1871 die Bauführer-Prüfung. Nach bestandener Baumeisterprüfung 1875 heiratete er Antonie SchmittGermany, Marriages, 1558–1929. FamilySearch, Salt Lake City UT 2013. Ancestry.com und war dann spätestens ab 1879 als Regierungsbaumeister in Berlin tätig. Als Landbauinspektor war er bei der Ministerial-Baukommission angestellt und leitete den Bau des ethnologischen Museums (Völkerkundemuseum) in Berlin. 1890 wurde er zur Regierung in Kassel versetzt, 1892 zum Regierungs- und Baurat ernannt und an die Regierung in Oppeln überwiesen und 1893 an die Regierung in Frankfurt (Oder) versetzt. 1898 wurde er an die Ministerial-Baukommission in Berlin versetzt und zum Geheimen Baurat befördert. 1899 wurde er zum Mitglied des Königlich Technischen Prüfungsamtes in Berlin ernannt. Während seiner Amtszeit war Klutmann mehrmals Mitglied des Preisgerichts bei Wettbewerben; 1887 beim Wettbewerb für ein naturhistorisches Museum in Münster, 1890 beim Preisausschreiben für ein Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Westfalen
und 1897 beim Wettbewerb für ein Berger-Denkmal bei Witten
Ehrungen 1886: Roter Adlerorden IV. Klasse 1900: Königlicher Kronenorden II. Klasse
Bauten 1877: Kriegerdenkmal in Witten 1880–1886: Völkerkundemuseum in Berlin (Entwurf der Einrichtung, Oberbauleitung zusammen mit Baurat Ende; nicht erhalten) 1881: Kriegerdenkmal in Löwenberg 1881/1882: Wohnhaus für Herrn Theodor Müllensiefen am Crengeldanz bei Witten a. d. Ruhr 1885–1887: Um- und Erweiterungsbau der Anatomie an der Charité in Berlin 1886: Leichenschauhaus in Berlin (Ausführung zusammen mit Bauinspektor Fritz Zastrau) 1888: Kinderkrankenhaus der Charité in Berlin (Entwurf und Oberbauleitung) 1889–1892: Friedrich-Wilhelms-Universität, Umbau 1891–1895: Gerichtsgebäude in Beuthen, Erweiterung (Oberaufsicht zusammen mit Regierungs- und Baurat Klopsch) 1896: Regierungspräsidium Frankfurt (Oder) (Vorentwurf und Bauaufsicht; heute Hauptgebäude der Europa-Universität Viadrina) 1897–1905: Botanischer Garten in Berlin (beteiligt als Vertreter der Ministerial Militär- und Baukommission) 1899–1900: Verklärungskirche in Berlin-Adlershof (Entwurf zusammen mit Robert Leibnitz; Baudenkmal), abgerufen am 19. Oktober 2022 1901–1902: Polizeidienstgebäude in Rixdorf, Kaiser-Friedrich-Straße (seit 1920 Sonnenallee) / Ecke Wildenbruchstraße (Ausführung; Ausarbeitung des Entwurfs durch Paul Kieschke und Oskar Launer; Baudenkmal), abgerufen am 19. Oktober 2022 1903–1905: Hygienisches Institut der Universität Berlin, Physiologisches Institut (Ausführung nach Entwurf von Georg Thür; Baudenkmal), abgerufen am 19. Oktober 2022 1907: Erweiterungen des Anatomischen Instituts in Berlin (Zeitweise Geschäftsleitung)
Wettbewerbsentwürfe 1882: Candelaberconcurrenz der Stadterweiterung Köln (1. Preis) und Erbbegräbnis Frenkel auf dem jüdischen Friedhof, Berlin-Weißensee (4. Platz)
Veröffentlichungen
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Preußen) Kategorie:Architekt des Historismus Kategorie:Geheimer Baurat Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse Kategorie:Deutscher Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1847 Kategorie:Gestorben 1905 Kategorie:Mann