Johanne „Hansi“ Margarete Clara Dege (* 31. Oktober 1887 in Berlin; † 7. April 1972 in München) war eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin.
Leben und Wirken Am Theater Johanne „Hansi“ Dege, eine Tochter der Verkäuferin Marie Charlotte Dege,Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin XII, Nr. 3374/1887 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). begann ihre Bühnenlaufbahn in der Spielzeit 1906/07 am Deutsch-Amerikanischen Theater ihrer Heimatstadt Berlin. In der Folgesaison wechselte sie zum Chor des Hamburger Neuen Operetten-Theaters, um im Jahr darauf am Berliner Operettentheater als Sängerin aufzutreten. Von 1910 bis 1912 gehörte Hansi Dege dem Ensemble des Walhalla-Theaters an, danach schloss sie sich dem Gastspielensemble des Kollegen Harry Walden an und ging auf Theatertournee. Danach sind keine Theateraktivitäten Hansi Deges mehr feststellbar, und die Künstlerin scheint sich fortan komplett auf die Arbeit beim Film konzentriert zu haben.
Beim Film 1913 gab Hansi Dege ihren Einstand vor der Kamera in einem Detektivfilm der so genannten Miss Nobody-Reihe. Es folgten überwiegend Auftritte in zumeist kurzen Lustspielen mit ihrem damaligen Ehemann, dem beliebten Stummfilm-Komiker Gerhard Dammann, mit dem sie auch die von Dammann verkörperte Filmfigur „Schnurzel“ kreierte. 1922 beendete Dege ihre Filmtätigkeit vorübergehend, nahm diese aber zu Beginn der Tonfilm-Ära wieder kurzzeitig auf und spielte fortan nur noch sehr kleine Rollen – dienstbare Geister allenthalben wie eine Köchin, eine Garderobiere oder ein Dienstmädchen wie die Minna in einigen Inszenierungen Dammanns des Jahres 1933, mit dem dieser (ziemlich erfolglos) das Kurzfilmlustspiel-Genre der frühen Stummfilmzeit zu reaktivieren suchte. Inzwischen von Dammann geschieden, heiratete Hansi Dege 1935 den Kollegen Fritz Schroeter,Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin-Wilmersdorf, Nr. 834/1935 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). mit dem sie bereits 1929 in dem Film Jugendsünden gemeinsam vor der Kamera gestanden hatte, und beendete ihre Schauspielerin-Laufbahn. Über ihr späteres Leben ist derzeit nichts bekannt. Sie starb 1972 in München.Stadtarchiv München, Sterberegister Standesamt München 2, Nr. 1589/1972, zitiert nach dem amtlichen Vermerk im Geburtsregister.
Filmografie 1913: Die Jagd nach der Hundertpfundnote oder Die Reise um die Welt 1914: Und der Mond lacht dazu 1916: Schnurzels Wette 1916: Schnurzel und die neue Mode 1917: In der Patsche 1917: Aretes Ferienreise 1917: Die Glocke 1917: Lumpengrete 1918: Nach dem Opernball 1918: Sein Strandliebchen 1918: Frauchen in Nöten 1918: Der Ersatz-Tenor 1918: Die Tochter des Maharadschah 1919: Detektiv Findig 1919: Der Hausstreik (auch Co-Regie) 1919: Der fremde Mann 1919: Der Perser 1920: Der Sommerfrischler 1920: Der Sünde Sold 1920: Sybill Morgan 1922: Die Liebe und der Suff 1929: Jugendsünden 1932: Lügen auf Rügen 1933: Der geheimnisvolle Perser 1933: Karl als Radiofachmann 1933: Karl renoviert seine Wohnung (Kurzfilm) 1934: Pipin der Kurze 1934: Alte Kameraden 1934: Alles hört auf mein Kommando 1935: Verlieb Dich nicht am Bodensee
Weblinks
Hansi Dege in den Akten der Reichsfilmkammer
Einzelnachweise
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