Die Deutsche Inland-Mission (DIM) wurde am 28. April 1962 von Jochen Lagemann gegründet. Der Zweck der Gründung war, jungen Christen durch die Gründung von Gemeinden ein geistliches Zuhause zu bieten.

Geschichte Die Arbeit der Deutschen Inland-Mission begann mit Missionsfreizeiten in Holstein unter der Leitung von Jochen Lagemann. Daraus wurde ein Werk mit zahlreichen Mitarbeitern.Oswald Eggenberger: Die Kirchen, Sondergruppen und religiösen Vereinigungen. Ein Handbuch. Zürich 1994, S. 87.

Die Deutsche Inland-Mission arbeitete seit der Gründung auf der Basis der Evangelischen Allianz evangelistisch und gemeindegründend. Nach zwei Identitätskrisen (1990 und 1995) wurde eine grundsätzliche Neuausrichtung des Werkes vorgenommen. Wesentlich war dabei die Gemeindegründung in der Anlehnung an das brüdergemeindliche Umfeld und eine Neudefinierung der Strategie in der Gemeindegründung. Die Ausrichtung auf Gemeindegründung stützt sich sowohl auf den neutestamentlichen Auftrag (Mt 28:18-20) wie auch auf die soziale, kulturelle und geistliche Situation von Deutschland. 1967–2003 wurde von der DIM neben den Gemeindegründungen das Familienferienhaus „Haus Heidkate“ am Schönberger Strand und 1962–2004 ein Kindergarten in Laboe betrieben.

Gemeindegründungen Abgeschlossene Gemeindegründungen Arnsberg: 1996–2004, mit dem Mitarbeiter Baptistengemeinde geworden Attendorn: 1993–1996, mit Mitarbeitern zur Barmer Zeltmission gewechselt Berenbostel: 1988–1990, Umzug nach Garbsen Buchenau (bei Zwiesel): 1974–1975, Anschluss an eine Pfingstgemeinde in Deggendorf Fallingbostel: 1970–1986, selbstständige Landeskirchliche Gemeinschaft Garbsen: 1990–2003, autonome Gemeinde brüdergemeindlicher Prägung Garmisch-Partenkirchen: 1973–1976, Übergabe an die Freie evangelische Gemeinde Gemünd/Eifel: 1973–1984, seitdem Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Großburgwedel: 1982–1987, Freikirchliche Gemeinde ab 1987. Zusammenarbeit mit DIM bis 1996 Großmoor (bei Celle): 1973–1975, zum Teil nach Nienhagen gegangen Kaufbeuren/Allgäu: 1965–1969, Freie evangelische Gemeinde Laboe: 1967–1984, selbstständig als Zweiggemeinde der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Kiel-Elmschenhagen in Heikendorf Lütjenburger Land: 1964–1970, zum Teil zur Baptistengemeinde in Lütjenburg Mannheim: 1995–2004, autonome Gemeinde brüdergemeindlicher Prägung Mindelheim: 1990–2000 autonome Gemeinde brüdergemeindlicher Prägung Murnau/Obb.: 1976–1980, Freie Gemeinde Murnau Nienhagen (bei Celle): 1975–1984, Freie evangelische Gemeinde Papenburg: 1986–2000, autonome Gemeinde brüdergemeindlicher Prägung Preetz: 1965–1967, Allianzkreis Schönberg: 1962–1967, heute unabhängig als Christliche Gemeinde Schönberg/Ostsee Vogelsang: 1982–1996, von Vogelsang als Freie Gemeinde nach Kappeln/Schlei umgezogen. Wahlstedt: 1981–2003, autonome Gemeinde brüdergemeindlicher Prägung

Gemeindegründungsinitiativen Berlin (3) Bodenwerder Bohmte Cottbus Damme Heinsberg Hettstedt Leipzig Obergünzburg Regensburg

Ziele Die DIM verfolgt das Ziel, Menschen zu Jesus Christus zu führen und Christen das Leben in der Gemeinschaft einer Gemeinde zu ermöglichen. Die gegründeten Gemeinden orientieren sich an den Maßstäben der Bibel, benennen Gemeindeälteste und leben den geistlichen Grundsatz des „allgemeinen Priestertums“. Die DIM setzt zur Erreichung dieser Ziele hauptberufliche und nebenberufliche Mitarbeiter ein. Unter Gemeindegründung wird das Bilden einer freikirchlich geprägten Gemeinde verstanden. Zentrum des Gemeindelebens soll Jesus Christus sein. Die Theologie, die Struktur und das Leben der Gemeinde ist in der Verantwortung des Gemeindegründers. Das Missionswerk gibt lediglich eine minimale Hilfe in Form eines „Leitfaden für Gemeindegründung“.

Siehe auch Freikirche Vereinigung Evangelischer Freikirchen

Literatur Art. Deutsche Inland-Mission (DIM), in: Ingrid Reimer, Handbuch der evangelistisch-missionarischen Werke und Einrichtungen in der Bundesrepublik. Einzeldarstellungen – Übersichten – Adressen, Stuttgart 1979, S. 78 f. Art. Deutsche Inland-Mission (DIM), in: Handbuch der evangelistisch-missionarischen Werke, Einrichtungen und Gemeinden. Deutschland – Österreich – Schweiz, hg. v. Reinhard Hempelmann, völlig neu bearb. Ausg., Stuttgart 1997, S. 118f. ISBN 3-7675-7763-1. Art. Deutsche Inland-Mission (DIM) in: Georg Schmid (Hrsg.), Kirchen, Sekten, Religionen, 2003, Theologischer Verlag Zürich, S. 118, ISBN 3-290-17215-5.

Weblinks dim-online.de

Einzelnachweise

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