Im Wrestling haben sich im Laufe der Zeit spezielle Bezeichnungen herausgebildet.

A A-Show: Wichtigstes TV-Format einer Wrestlingorganisation, die zumeist wöchentlich und live aufgezeichnet läuft. In der Regel treten in den A-Shows die bedeutenden Akteure einer Promotion (bei WWE „Superstars“ genannt) auf. Bekannte Vertreter der A-Shows sind heute WWE Raw (WWE), AEW Dynamite (AEW), Impact Wrestling (TNA) und in der Vergangenheit WCW Monday Nitro (WCW) und Hardcore-TV (ECW). Zwischen der damaligen WWF und WCW entstanden in den späten 1990er-Jahren im Rahmen des Quotenkampfs die sogenannten Montagskriege, in deren Folge es WCW gelang, für eine geraume Zeit mit dem Banner WCW Nitro die Führung zu übernehmen und die das zur gleichen Zeit ausgestrahlte WWF-Banner RAW Is War quotenmäßig zu schlagen. Siehe auch: Montagskriege Affiliate(s): Wrestlingorganisation(en), die einer Major Promotion als Schwester- oder Tochterorganisation (Suborganisation) angeschlossen und berechtigt ist, in deren Namen Tournaments und Events zu veranstalten. Affiliate (Member) Organization: siehe Affiliate(s) Alumni: Inaktiver Teil eines Wrestlingkaders. Siehe auch: Roster. Amateur Wrestling / Amateur-Ringen: Gegenpart zum Pro Wrestling. Darunter wird überwiegend das klassische Ringen (griechisch-römisch, Freistil) verstanden. Siehe auch: College Wrestling und Folk Style Wrestling. Announcer: Ringsprecher und Ansager einer Promotion. Angle: wesentliches Element der jeweiligen Storyline. Dieser kann beispielsweise durch ein Interview eines Wrestlers mit dem Backstage-Interviewer, eine Stellungnahme eines Offiziellen oder durch ein Aufeinandertreffen zweier Wrestler außerhalb eines Matches durchgeführt werden. Apron: Mattenrand mit einer harten Ringkante Associate(s): Wrestlingorganisation(en), die einer Major Promotion oder einem lokalen Affiliate angeschlossen ist/sind. Im Gegensatz zu den Local Promotions ist es dieser/diesen bereits gestattet, unter dem Banner der ihnen übergeordneten Promotion zu veranstalten. Associated Promotion(s): siehe Associate(s) Associated (Member) Organization(s): siehe Associate(s)

B B-Show: Ein der A-Show untergeordnetes Fernsehformat mit wenigen etablierten Stars, die dort Jobber-Matches bestreiten. Eine der bekanntesten (inoffiziellen) B-Shows stellt WWE Superstars dar. Babyface: siehe Face Back Bump: siehe Bump(en) Back-slapper: Schulterklopfer zur Vorbereitung eines DDT, damit der Kontrahent weiß, dass er nun einen Face Bump vollziehen muss. Der Schulterklopfer (kurzer Schlag auf den hinteren Schulterkopf) wurde etabliert, um so ein mögliches Verletzungsrisiko zu minimieren, da der Ansatz zum DDT vielfach vom Gegner mit anderen Aktionen verwechselt werden könnte. Backyard Wrestling / Backyard-Wrestling: Umgangssprachliche Bezeichnung von Wrestling-Veranstaltungen, die unter primitivsten Voraussetzungen veranstaltet werden. Die Schauplätze („Veranstaltungsorte“) stellen in der Regel Hintergärten dar, wovon sich auch die Bezeichnung ableitet. Die Akteure sind in der Regel nicht oder nur schlecht ausgebildete Wrestler, die sich v. a. dem Deathmatch Wrestling verschrieben haben. Auch das von Kindern und Jugendlichen ausgeführte Show-Wrestling im heimischen Garten wird als Backyard bezeichnet. „Veranstaltungen“ von Backyard-Ligen dürfen nach US-amerikanischen Recht so lange ausgeübt werden, wenn sie a.) auf Privatgelände veranstaltet werden und b.) von öffentlicher Straße aus nicht eingesehen werden können. Aufgrund der mangelnden Wrestling-Ausbildung (bei Kindern und Jugendlichen werden „Wrestling-Kenntnisse“ hauptsächlich über Wrestling-Shows im Fernsehen erworben) sind schwerwiegende Verletzungen der Akteure die Regel. Nur wenige Backyard-Wrestler haben sich in der etablierten Wrestling-Szene behaupten können und sind in der Folgezeit bei echten Promotionen unter Vertrag genommen worden: Mick Foley (Cactus Jack/Mankind), Drake Wuertz (Drake Younger), Matt Burns (Nick Mondo) oder Alexander Bedranowsky (Thumbtack Jack). Banner: Offizielle Bezeichnung für eine Promotion, unter der sie eine Veranstaltung durchführt. Der Name leitet sich von der Ringverkleidung und den Decken- und Wandtransparenten ab, die in der Regel den verwendeten Namen Promotion oder den Veranstaltungsnamen trugen, unter denen eine Promotion veranstaltete. Bevor WWE Raw und WWE SmackDown eigenständige Brands von WWE wurden, waren diese lediglich bloße Veranstaltungsbanner. Desgleichen auch Midatlantic Championship Wrestling (Jim Crockett Promotions) und World Championship Wrestling (Georgia Championship Wrestling) sowie Monday Nitro (World Championship Wrestling). Beat down / Beat-down: wesentliches Segment der jeweiligen Storyline, bei dem ein augenscheinlich wehrloser Kontrahent von einem oder mehreren Wrestlern bis zur Kampfunfähigkeit niedergestreckt wird. Berufsringen: Deutschsprachige Bezeichnung (veraltet) für Pro Wrestling. Berufsringer: Deutschsprachige Bezeichnung (veraltet) für einen Pro-Wrestler. Blacklist(ed) / Blackbook: Sperrverzeichnis im Sport. Ist dem der State Athletic Sport Commission (SASC) untergeordnet. Dort werden lokale wie nationale Sperren, deren Dauer und eine Sperrbegründung vermerkt. Eine lolake Sperrung in Form der Suspendierung (blacklisted) stellt eine unbezahlte Freistellung des Betroffenen dar, in welcher dieser aus den aktiven Storylines herausgeschrieben wird. Diese kann über Geldzahlung ausgesetzt werden, wenn das Fehlverhalten des betroffenen Wrestlers lediglich wenige Auswirkungen auf bestehende Storylines hat oder nachträglich vom BOD nur als mindere Regelverletzung eingestuft wird. Die Suspendierung kann auch in eine regionale Sperre umgewandelt werden, wenn der betroffene Wrestler sein Fehlverhalten nicht einsieht und es erfolgt regionale Sperrung, die im regionalen Blackbook eingetragen wird, in dem die Promotion ihre Blacklist der SASC mit der Bitte der Eintragung übergibt. Eine nationale Sperre bedeutet für den Betroffenen, dass es sich dabei um eine meist zeitlich begrenzte Vollsperrung handelt. Diese untersagt ihm eine Aktivität in den von den SASC kontrollierten Gebieten. In extremen Fällen können in einem Blackbook auch internationale Sperren vermerkt werden, die dann unbegrenzt sind. Das kommt einem Berufsverbot gleich. Sperren bzw. Einträge im Blackbook können auch im Rahmen einer Storyline eingesetzt werden. So ließ in der ECW beispielsweise Ende der 1990er-Jahre der Wrestler Justin Credible seinen Kollegen Sabu sperren. Dieser trat zu dieser Zeit meist schwerverletzt (Kiefer- und Rippenbrüche u. ä.) an und mit der Sperrung gab man diesem die Möglichkeit, seine Verletzungen auszukurieren. Blading: Selbst herbeigeführtes Bluten mittels eines scharfkantigen Gegenstands (in der Regel durch Rasierklingen) oder durch gegnerischen Angriffs mittels Leuchtstoffröhren oder Stacheldraht beim Hardcore-Wrestling oder bei Deathmatches. Blind Tag(s): Wesentliches Element beim Tag-Team-Wrestling. Hierbei handelt es sich um einen hinter dem Rücken erfolgten und regelwidrigen Wechsel zwischen Heel A und B. Daraufhin wird natürlich Babyface 1 versuchen, seinem Partner zu Hilfe zu kommen und wird vom Referee wieder des Rings verwiesen. Bei Nachfrage wird der im Ring agierende Heel behaupten, er habe regelkonform mit seinem Partner mittels Tag gewechselt. Beim False Tag handelt es sich ebenfalls um eine illegale Aktion vonseiten der Heels. Auch hier erfolgt der Wesel zwischen beiden unerlaubt und ähnelt dem Blind Tag. Im Gegensatz zu diesem klatsche der „eingewechselte“ Heel einmal laut in die Hände und täuscht so hinter dem Rücken des Referees den Tag mittels „offiziellen Abklatschen“ vor. Auch hier wird das außerhalb des Rings stehende Babyface in den Ring stürmen wollen und den Referee darauf hinweisen, dass der gegnerische Wechsel nicht regelkonform war. Doch hier wird dieser behaupten, er habe zwar den Tag nicht mit eigenen Augen gesehen, doch habe er diesen gehört und damit sei der Wechsel regelkonform. Bloodjob: In der Storyline der ausgearbeitete Handlungsstrang, wann welcher Wrestler zu welchem Zeitpunkt zu bluten hat. Board of Directors (BoD) / Board Of Directors (BOD): Geschäftsführender Vorstand einer Promotion. Dieser setzt sich in der Regel aus den Chairmens der verschiedenen Committees zusammen. Booker: Bei größeren Wrestlingverbänden ein Mitglied des Booking Committees, bei kleineren Verbänden und im Independent Circle in der Regel der Major Promotor. Dieser ist für die Verpflichtung des Wrestlers zuständig und arbeitet zusammen mit diesem in Zusammenarbeit mit dem Matchmaker die eine längerfristige Storyline oder ein kurzzeitiges Fehdenprogramm aus. Booking: Das Verpflichten von Wrestlern für eine Promotion oder für eine Show. Diese werden vom Booker vorgenommen. Booking Committee: Bei größeren Wrestlingverbänden jene Abteilung, die die Verpflichtung von Wrestlern vornimmt. Botch: Unsauber ausgeführte oder missglückte Aktion innerhalb eines Matches, die sowohl ein Verletzungsrisiko für den Ausführenden und den Kontrahenten darstellt. Brand: Gliederung innerhalb größerer Wrestlingverbände, die durch eigenständige Roster und Storylines geprägt sind. Innerhalb von WWE stellen WWE Raw, WWE SmackDown und WWE NXT 2.0 die bekanntesten Wrestling-Brands dar. Brawl: Gemäß festgelegter Storyline ein außer Kontrolle geratenes Match, bei welchem sich die Kontrahenten ohne erkennbare Griffe, Würfe oder Sprünge attackieren. Brawler: Ein Wrestler, der sich durch einen wenig versierten Kampfstil auszeichnet und augenscheinlich wild auf seinen Kontrahenten einprügelt und der sich nicht scheut, auch unerlaubte Gegenstände (Foreign Objects) einzusetzen. Bronze age: siehe Bronzenes Zeitalter Bronzenes Zeitalter: Interne Zeiteinteilung des Wrestling in diverse Epochen: das bronzene Zeitalter markiert nach heutiger Auffassung den Aufstieg des Gold Dust Trios und dessen Form von Sports Entertainment, also die Zeitspanne zwischen 1920 und 1948. Ihren Zenit fand diese Zeiteinteilung zwischen 1935 und 1948, als die damalige NWA zum Marktführer aufstieg und das Wrestling maßgeblich prägte. Bump(en): Fallen und eines der wichtigsten Elemente im Wrestling. Man unterscheidet dieses Fallen in zwei Arten: a.) den Face Bump (Fallen nach vorn) und b.) den Back Bump (Fallen nach hinten). Das bumpen stellt ein wesentliches Ausbildungselement in einer Wrestling School dar und entspricht der Fallschule anderer, ähnlich konzipierter Kampfsportarten wie dem Judo. Hier wird der Bump aus verschiedenen Höhen und Winkeln antrainiert („Bumps nehmen“), um so mögliche Verletzungsrisiken zu minimieren.

C Call(ing): Verbale Kommunikation zweier erfahrener Wrestler während eines Matches. In diesem flüstert ein Wrestler, möglichst für das Publikum unbemerkt, seinem Kontrahenten die nächste Aktion ins Ohr, damit sich dieser darauf einstellen und reagieren kann. Calling wird überwiegend für spontan angesetzte Matches verwendet, die zuvor vom Matchmaker mittels Script nur mit einem groben Handlungs-Rahmen versehen wurden. Hierbei verlässt sich dieser auf die Erfahrung der Akteure. Canadian Strong Style Wrestling / Canadian Strong Style: Von Stu Hart aus dem Catch as Catch can und dem Slam-bang Western Style weiter entwickelte Wrestling-Richtung, die heute allgemein als Strong Style bezeichnet wird. Call up / Call-Up: Einberufung und Aufbau eines Wrestlers aus dem WWE Brand WWE NXT zum Superstar in eines der WWE Main Roster (WWE Raw, WWE SmackDown). Canned Heat: Eine über Lautsprecher in der Halle oder (bei aufgezeichneten TV-Formaten) in der Nachbearbeitung hinzugefügte Publikumsreaktion. Wird v. a. dann angewendet, wenn die vom Wrestling-Veranstalter angestrebte Publikumsreaktion auf einen bestimmten Akteur ausbleibt und daher nachbearbeitet werden muss.