Dieser Artikel behandelt die spanische Fußballnationalmannschaft der Frauen bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2023 in Australien und Neuseeland. Spanien nimmt zum dritten Mal an der Endrunde teil, konnte sich mit acht Siegen qualifizieren und blieb neben England als einzige Mannschaft ohne Gegentor.
Qualifikation Gegner in der Qualifikation waren Schottland, die Ukraine, Ungarn und erstmals die Färöer. Der Gruppensieger qualifizierte sich direkt, der Gruppenzweite war für die Play-off-Spiele um einen weiteren WM-Startplatz qualifiziert.
Spanien gewann alle acht Spiele ohne Gegentor, erzielte 52 Tore und profitierte zudem von einem Eigentor. Dabei gelang im fünften Aufeinandertreffen erstmals ein Sieg gegen Ungarn und im dritten Aufeinandertreffen erstmals ein Sieg gegen die Ukraine. Bereits am 12. April 2022 stand vor den beiden letzten Spielen die Qualifikation fest.
Insgesamt wurden 34 Spielerinnen eingesetzt, von denen 15 in mindestens der Hälfte der Spiele zum Einsatz kamen. Keine Spielerin kam in allen acht Spielen zum Einsatz. Je einmal wurden Ona Batlle und Amaiur Sarriegi nicht eingesetzt. Am häufigsten (4 ×) stand Sandra Paños im Tor, die bei der EM alle vier Spiele mitmachte, je zweimal Lola Gallardo und Misa Rodríguez. Beim 6:0 gegen die Ukraine am 26. Oktober 2021 löste Alexia Putellas mit ihrem 91. Länderspiel Marta Torrejón als Rekordnationalspielerin ab, die nach der WM 2019 zurückgetreten war. Erstmals eingesetzt wurden in der Qualifikation Candela Andújar (im ersten Spiel, die aber mit 22 Jahren im Juni 2022 ihr Karriereende verkündete) und Oihane Hernández (im vorletzten Spiel).
Die meisten Tore für die spanische Mannschaft erzielten Amaiur Sarriegi (11) und Esther González (10). 14 Spielerinnen erzielten die 52 Tore der Spanierinnen.
Spiele
16.09.2021 Tórshavn Färöer – Spanien 0:10 (0:3) – Amaiur Sarriegi (4), Laia Aleixandri, Mariona Caldentey, Lucía García, Irene Guerrero, Patricia Guijarro, Alexia Putellas21.09.2021 Budapest Ungarn – Spanien 0:7 (0:3) – Mariona Caldentey (2), Esther González (2), Amaiur Sarriegi (2), Athenea del Castillo 26.10.2021 Kowaliwka Ukraine – Spanien 0:6 (0:2) – Amaiur Sarriegi (2), Nerea Eizagirre, Alexia Putellas, Alba Redondo + 1 Eigentor 25.11.2021 Sevilla Spanien – Färöer – Esther González (4), Mariona Caldentey (3), Aitana Bonmatí (2), Alexia Putellas, Alba Redondo, Amaiur Sarriegi30.11.2021 Sevilla Spanien – Schottland 8:0 (3:0) – Aitana Bonmatí (2), Amaiur Sarriegi (2), Mariona Caldentey, Esther González, Jennifer Hermoso, Alexia Putellas 12.04.2022 Glasgow Schottland – Spanien 0:2 (0:1) – Jennifer Hermoso (2) 02.09.2022 Madrid Spanien – Ungarn 3:0 (2:0) – Esther González, Patricia Guijarro, Irene Paredes 06.09.2022 Madrid Spanien – Ukraine 5:0 (4:0) – Esther González (2), Alba Redondo (2), Jennifer Hermoso
Vorbereitung Die Vorbereitung auf die WM begann für die Spanierinnen mit Unruhen. So hatten nach der Europameisterschaft, bei der die Spanierinnen im Viertelfinale gegen den späteren Turniersieger England ausschieden, 15 Spielerinnen nach Angaben des Verbandes ihren Rücktritt erklärt, was von den Spielerinnen dementiert wurde.Spanische Fußballerinnen dementieren Rücktritt. auf weltfussball.de Dabei soll den Spielerinnen insbesondere die übermäßige Kontrolle durch Trainer Vilda missfallen haben, worin sie auch von Rekordtorschützin Jennifer Hermoso unterstützt wurden.Schwere Vorwürfe gegen Spanien-Coach enthüllt. auf weltfussball.deSuperstar unterstützt spanische Fußball-Rebellion. auf weltfussball.de Für das Freundschaftsspiel gegen Schweden am 7. Oktober 2022, das 1:1 endete, und das Spiel gegen Weltmeister USA am 11. Oktober, wurden 15 Spielerinnen aus dem EM-Kader nicht nominiert. Im November wurde gegen Argentinien mit 7:0 und Japan mit 1:0 gewonnen, auf das Spanien auch bei der WM im letzten Gruppenspiel traf. Im Februar 2023 nahm die Mannschaft am Cup of Nations in Australien teil, wo sie neben WM-Co-Gastgeber Australien auch auf WM-Teilnehmer Jamaika (3:0) sowie die nicht für die WM qualifizierten Tschechinnen trafen.matildas.com: ‘Cup Of Nations’ returns ahead of FIFA Women’s World Cup 2023™ Im April gewannen sie in Ibiza zunächst gegen Norwegen mit 4:2 und fünf Tage später gegen China mit 3:0.rfef.es: La Selección Española Femenina jugará ante Noruega y China en Ibiza Am 29. Juni gewannen die Spanierinnen in Avilés mit 7:0 gegen Panama und am 5. Juli spielten sie in Gladsaxe Kommune gegen Dänemark.rfef.es: La Selección se despedirá de España antes del Mundial el 29 de junio en Avilés Am 14. Juli gewannen die Spanierinnen in Neuseeland ein Trainingsspiel gegen WM-Neuling Vietnam mit 9:0.rfef.es: Spain passes their final test with flying colours ahead of their World Cup debut (9-0)
Kader Der vorläufige Kader wurde am 12. Juni benannt, der endgültige wurde am 30. Juni 2023 bekannt gegeben.rfef.e: „OFICIAL | Jorge Vilda desvelará la lista de preparación para el Mundial el lunes 12 de junio“rfef.es: „OFICIAL I Esta es la lista oficial para el Mundial de Australia y Nueva Zelanda“ Heraus fielen Torhüterin Elene Lete, die Abwehrspielerinnen Jana Fernández und Sheila García, die Mittelfeldspielerinnen Fiamma Benítez, Marta Cardona und Maite Oroz sowie die Angreiferin Inma Gabarro. Nr.rfef.es: „OFICIAL | Estos son los dorsales que lucirán las internacionales para el Mundial de Australia y Nueva Zelanda“Name Verein Geburtsdatum LänderspieleStand: 5. Juli 2023 nach dem Spiel gegen DänemarkLänderspiel- tore DebütLetzterEinsatz WM-Spiele, -ToreWM 2023 Sp. Zudem ein Eigentor durch eine Costa-Ricanerin Tor23 Cata Coll 23. April 2001 0 0 4 1 Misa Rodríguez 22. Juli 1999 14 0 2021 05.07.2023 3 13 Enith Salón 24. September 2001 2 0 2022 16.02.2023 Abwehr 5 Ivana Andrés 13. Juli 1994 47 0 2015 05.07.2023 0 (2015, 2019) 4 2 Ona Batlle 10. Juni 1999 30 1 2019 05.07.2023 7 19 Olga Carmona 12. Juni 2000 24 1 2021 05.07.2023 5 2 1 14 Laia Codina 22. Januar 2000 5 1 2022 05.07.2023 41 20 Rocío Gálvez 15. April 1997 10 0 2018 05.07.2023 1 12 Oihane Hernández 4. Mai 2000 8 0 2022 05.07.2023 6 2 4 Irene Paredes 4. Juli 1991 90 11 2011 11.04.2023 7 (2025, 2019) 7 Mittelfeld 3 Teresa Abelleira 9. Januar 2000 15 1 2020 05.07.2023 7 1 6 Aitana Bonmatí 18. Januar 1998 47 16 2017 05.07.2023 2 (2019)7 3 7 Irene Guerrero 12. Dezember 1996 23 5 2019 29.06.2023 3 10 Jennifer Hermoso 9. Mai 1990 98 48 2011 05.07.2023 5 / 3 (2015, 2019) 7 3 16 María Pérez 24. Dezember 2001 4 0 2022 05.07.2023 1 11 Alexia Putellas 4. Februar 1994 102 28 2012 05.07.2023 7 (2015, 2019) 7 21 Claudia Zornoza 20. Oktober 1990 11 0 2016 29.06.2023 2 Angriff 8 Mariona Caldentey 19. März 1996 55 19 2017 05.07.2023 4 (2019) 6 1 22 Athenea del Castillo 24. Oktober 2000 27 7 2020 05.07.2023 3 9 Esther González 8. Dezember 1992 37 25 2016 05.07.2023 5 1 15 Eva Navarro 27. Januar 2001 9 3 2019 29.06.2023 5 18 Salma Paralluelo 13. November 2003 7 6 2022 05.07.2023 7 2 1 17 Alba Redondo 27. August 1996 28 11 2018 05.07.2023 7 3 Trainerstab Trainer Jorge Vilda 07.07.1981 RFEF 101Als Trainer 2015 4 (2019) 7 Co-Trainerin Montserrat Tomé 11.05.1982 RFEF Co-Trainer Kenio Gonzalo RFEF Co-Trainer Javier Lerga RFEF Torwarttrainer Carlos Sanchez RFEF Anmerkungen:
Endrunde Auslosung Für die am 22. Oktober 2022 stattgefundene Auslosung waren die Spanierinnen Topf 1 zugeordnet. Sie konnten somit nicht in eine Gruppe mit einem der Gastgeber Australien oder Neuseeland, Titelverteidiger USA oder Deutschland gelost werden. Letztlich wurden sie Gruppenkopf der Gruppe C und zugelost wurden Ex-Weltmeister Japan, Costa Rica und Sambia. Alle Spiele finden in Neuseeland statt. Mit zwei Siegen qualifizierte sich die Mannschaft für das Achtelfinale und spielte im letzten Spiel gegen Japan um den Gruppensieg, verlor aber gegen die Asiatinnen mit 0:5. Als Gruppenzweiter spielen sie auch in der K.-o.-Runde bis zum Finale in Neuseeland, zunächst gegen die Schweiz, den Gruppensieger der Gruppe A am 5. August in Auckland. Nach dem ersten Sieg in einer K.-o.-Runde trafen sie im Viertelfinale in Wellington auf die Niederlande. Mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung wurde das Halbfinale gegen Schweden erreicht, das ebenfalls mit 2:1, aber in der regulären Spielzeit, gewonnen wurde. Erst zum Finale flogen sie nach Australien, wo Europameister England mit 1:0 besiegt wurde.
Gruppenspiele
*: alle Anstoßzeiten in Ortszeit
K.-o.-Runde
Einzelnachweise
Spanien #2023 Kategorie:Frauensport (Spanien)