mini|hochkant|Adeline Hayden Coffin, 1922 Adeline Maria Elisabeth Hayden Coffin, geborene de Leuw (* 20. Juni 1862 in Gräfrath, Landkreis Solingen, Rheinprovinz; † 31. März 1939 in London-Kensington), war eine deutsch-britische Sängerin und Filmschauspielerin.

Leben Adeline war das älteste Kind des deutschen Landschaftsmalers Friedrich August de Leuw und dessen englischstämmiger Ehefrau Maria Frances Charrington (* 28. Juni 1831 in Hackney; † 1. Oktober 1908 in London-Hampstead). Mit ihren Eltern, ihrer Schwester und ihren zwei Brüdern wuchs sie in Haus Grünewald auf, das ihrem Großvater, dem Augenarzt Friedrich Hermann de Leuw, gehört hatte.

Adeline erhielt Gesangsunterricht bei dem aus Triest gebürtigen Komponisten, Dirigenten und Gesangslehrer Alberto Randegger, damals Gesangslehrer an der Royal Academy of Music und am Royal College of Music sowie Musikdirektor der Carl Rosa Opera Company des deutschstämmigen Theaterintendanten Carl Rosa. Ihren 28 Jahre älteren Lehrer heiratete sie 1884. 1892 wurde die Ehe geschieden, nachdem sie sich 1891 von ihm getrennt und als Klavier- und GesangslehrerinFaith Compton Mackenzie: William Cory. A Biography. Constable, 1950, S. 127 selbständig gemacht hatte.Anzeige „Mrs. Adeline Randegger“. In: Supplement to Musical News, Ausgabe vom 27. März 1891, S. 60 (Google Books) Am 19. November 1892 vermählte sie sich in Cincinnati, Ohio, mit dem britischen Bariton und Schauspieler Charles Hayden Coffin, der ebenfalls Schüler von Randegger gewesen war.Kurt Gänzl: The Encyclopedia of the Musical Theatre. Band 1: A–Gi. Schirmer, 2001, ISBN 978-0-0286-4970-2, S. 406 Diese Ehe blieb wie die erste kinderlos.Adeline Marie Elisabeth (De Leuw) Coffin (1862–1939), genealogisches Datenblatt im Portal wikitree.com

Zwischen 1917 und 1931 trat sie in verschiedenen britischen Filmen und Stummfilmen in Charakterrollen auf, oft als Mutter, Tante oder in der Gestalt einer Grande Dame bzw. einer Adeligen. Auch übersetzte sie das Theaterstück Lady Tetley’s Divorce (Mrs. Tetley’s Decree) unter dem Titel Lady Tetley’s Scheidung ins Deutsche,Lady Tetley’s Scheidung. In: John Peter Wearing: The London Stage 1900–1909. A Calendar of Productions, Performers, and Personnel. 2. Ausgabe, Rowman & Littlefield, Plymouth 2014, ISBN 978-0-8108-9293-4, S. 176 (Google Books) ein Schauspiel, das 1904 im Royalty Theatre in London aufgeführt wurde.Westminster Gazette, Ausgabe vom 8. März 1904

Die irische Komponistin Hope Temple, eine Freundin ihres späteren Ehemanns Coffin, widmete ihr 1889 das Lied Thoughts and Tears.Thoughts and Tears, Webseite (Titelblatt) im Portal imslp.org, abgerufen am 10. Oktober 2022Maren Bagge: Favourite Songs. Populäre englische Musikkultur im langen 19. Jahrhundert. Olms, 2022, ISBN 978-3-4874-2326-5, S. 617 (Google Books)

Filmografie

Literatur Coffin, Adeline Hayden. In: Brian McFarlane, Anthony Slide (Hrsg.): The Encyclopedia of British Film. Methuen Publishing, 2003, ISBN 978-0-4137-7301-2, S. 128.

Weblinks

Einzelnachweise

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