Betheln ist ein Ortsteil der Kleinstadt Gronau (Leine) im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen.
Geografie Betheln befindet sich östlich von Elze zwischen den Naturparks Weserbergland und Harz. Es liegt an der Westflanke des Hildesheimer Walds.
In nördlicher Richtung außerhalb des Orts befinden sich die Reste einer alten Ringwallanlage, der Beusterburg.
Zu Betheln gehören die Orte Eddinghausen und Haus Escherde.
Geschichte 1022 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Sein damaliger Name war Betenem. In dessen Kirche wurde am 22. Mai 1125 durch Bischof Berthold eine Niederlassung der Augustinerkongregation in Marienrode beurkundet. Die Kirche, die bis dahin zu St. Mauritius in Moritzberg gehörte, wurde den Augustinern überschrieben. Nach einem Großfeuer durch Blitzschlag, dem 1714 die Kirche und viele Häuser in Betheln zum Opfer fielen, wurde die Kirche 1733 wiederhergestellt. 2018 wurden Fassade, Dach und die elf Fenster der Kirche erneuert.Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 27. September 2018, S. 18.
Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Eddinghausen und Haus Escherde eingegliedert. Zum 1. November 2016 wurde Betheln mit vier anderen Gemeinden nach Gronau (Leine) eingemeindet.
Politik Stadtrat und Bürgermeister Seit dem 1. November 2016 wird Betheln auf kommunaler Ebene vom Rat der Stadt Gronau (Leine) vertreten.
Wappen Der Gemeinde wurde das Ortswappen am 15. Oktober 1938 durch den Oberpräsidenten der Provinz Hannover verliehen. Der Landrat aus Alfeld überreichte es am 18. Dezember desselben Jahres.
Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Betheln ist über die nördlich des Ortes verlaufende Bundesstraße 1 an das Straßennetz angeschlossen.
Naturschutzgebiet Leineaue unter dem Rammelsberg
Das Naturschutzgebiet Leineaue unter dem Rammelsberg liegt zwischen Gronau (Leine) und Elze und stellt einen Ausschnitt des Mittellaufs der Leine mit ihrer Aue und Teilen der Hänge des Uthberges und des Großen Rammelsberges im Osten unter Schutz. Die periodisch überflutete Niederung wird geprägt vom mäandrierenden Flusslauf mit Altarmen und Flutmulden. Die Leine wird vielfach von Auwaldresten begleitet. Daneben sind Feuchtwiesen und staudenreiche Brachflächen zu finden. Die in das Naturschutzgebiet einbezogenen Hänge sind durch Wälder und Gebüsche sowie Reste von Magerrasen und Streuobstwiesen geprägt.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter des Ortes
Ernst Wiegrebe (1793–1872), Topograf und Mitglied der kurhessischen Ständeversammlung Friedrich von Mejer (1843–1932), preußischer Offizier, zuletzt Generalleutnant Ernst Ohlmer (1847–1927), Zollbeamter, zuletzt Seezolldirektor in Tsingtau Edgar Hennecke (1865–1951), Pfarrer in Betheln Hans Hennecke (1897–1977), Literaturkritiker und Übersetzer Walter Hennecke (1897–1984), Marineoffizier, zuletzt Konteradmiral der Kriegsmarine
Literatur Hildesheimer und Kalenberger Börde. Natur und Landschaft im Landkreis Hildesheim. Mitteilungen der Paul-Feindt-Stiftung Band 5. Hildesheim 2005. ISBN 3-8067-8547-3 Reiseführer Hildesheimer Land – Wege durch Hildesheim und Umgebung, Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2003 und 2006, ISBN 3-8067-8506-6
Weblinks
Website von Gronau (Leine) Betheln beim Hildesheimer Kulturportal Kulturium
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Hildesheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hildesheim) Kategorie:Geographie (Gronau (Leine)) Kategorie:Ersterwähnung 1022 Kategorie:Gemeindeauflösung 2016