Wolfram Schiebener (* 12. Juni 1950 in Köln) ist ein deutscher Filmproduzent und Regisseur hauptsächlich im Dokumentarfilmbereich des Deutschen Fernsehens, der als Kind und Jugendlicher auch im Rundfunk, Theater und Fernsehen als Darsteller tätig war.

Leben Der Sohn des Opernsängers Karl Schiebener und seiner Frau Helma spielte ab 1956 diverse Kinderrollen bei den Bühnen der Stadt Köln, im Westdeutschen Rundfunk und im Fernsehen.

Nach dem Abitur 1968 studierte er in Köln Theater, Film und Fernsehwissenschaft, gründete mit seinem späteren Partner Ernst Jürgens die Filmwerkstatt der Studiobühne der Universität zu Köln und schloss das Studium 1974 mit einer Magister-Arbeit zu den Dokumentarfilmen von Ralph Giordano ab.

Von 1973 bis 1978 arbeitete er freiberuflich bei der FLASH Filmproduktion von Armin Maiwald und gründete dann zusammen mit Ernst Juergens die Filmproduktion Schiebener-Jürgens. Seit 2000 führte er die Firma als Schiebener-Filmproduktion alleine weiter bis 2012.

Sein inhaltlicher Schwerpunkt als Autor und Regisseur lag seit 1989 im Bereich Naturfilm und wissenschaftliche Filmbeiträge bzw. Umweltdokus, an welchen er auch als Kameramann mitwirkte.

Viele Arbeiten auf diesem Gebiet entstanden seitdem in enger Zusammenarbeit mit dem Entomologen Martin Sorg.

Filmografie (Auswahl) Als Regisseur 1985: Zwei Frauen in Bangkok 1988: Das Europäische Haus 1995: Das Erbe der Diamantenjagd 1997: Von Totengräbern und Gottesanbeterinnen 2000–2002: Wenn Weiden zu Wüsten werden, 3 Teile 2003: Biografie der Eiche 2007: Die vergessene Wüste

Als Produzent 1978: Die großen Schuldenmacher 1979: Europa – Einheit in Ungleichheit 1981: Orwell kam nicht bis Aberdeen 1983: Seemacht Europa – Die EG als Schiffahrtsnation 1986: Hauptrolle wider Willen 1995: Nikolaikirche Leipzig 2004: Rendezvous in den Tropen 2005: Tauchfahrt in den Mikrokosmos 2011: Der letzte Fisch

Hörspiele (Auswahl) 1962: Joseph Roth: Radetzkymarsch (1. Teil: Der Held von Solferino) (ein Kind) –Bearbeitung und Regie: Gert Westphal (Hörspielbearbeitung – WDR/HR/SWF) 1963: Peter Steinhart: Zehn, zwanzig, dreißig … (Der zehnjährige Paul Müller) – Regie: Otto Kurth (Original-Hörspiel – WDR) 1963: Werner Helmes: Der Swimming-Pool (Julio) – Regie: Otto Düben (Originalhörspiel – WDR) 1963: Eva Bartoschek-Rechlin: Gute Nacht, Kinder: Der verschwundene Weihnachtsbraten (1. Teil) – Regie: Manfred Brückner (Hörspielbearbeitung, Kinderhörspiel – WDR) 1964: Zbigniew Herbert: Die kleine Stadt (Junge) – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz (Originalhörspiel – WDR) 1964: Jürgen Breest: Endloser Augenblick (Küppers) – Regie: Oswald Döpke (Originalhörspiel – WDR) 1964: Raab: Wie Rudolf neue Christbaumkugeln erfand. Eine Geschichte aus dem Thüringer Wald – Regie: Siegfried Berger (Kurzhörspiel – DW) 1965: Dylan Marlais Thomas: Weihnachtserinnerungen (Dylan) – Regie: Oswald Döpke (Hörspielbearbeitung, Kurzhörspiel – WDR) 1965: Herbert Lichtenfeld: Ein Drittel unseres Lebens (Jürgen) – Regie: Wolfram Rosemann (Originalhörspiel – WDR) 1965: Peter Stripp: Am Sonntag (Freund) – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz (Originalhörspiel – WDR)

Weblinks Schiebener-Filmproduktion Homepage

Einzelnachweise

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