Der Welzbach ist ein Bach in den Gemeinden Altertheim im bayerischen Landkreis Würzburg (Unterfranken) – wo er im oberen Bereich Altbach genannt wird – und Werbach im baden-württembergischen Main-Tauber-Kreis (Tauberfranken). Er durchfließt, von Nordosten kommend meist in Richtung Südwesten, das Grenzgebiet von Bayern nach Baden-Württemberg und ist zusammen mit seinem längsten Oberlaufstrang etwa 17 km lang. Er mündet bei Werbach in drei Armen von rechts auf deren unterem Laufdrittel etwa 6 km nördlich von Tauberbischofsheim in die Tauber.
Geographie Verlauf Der Welzbach ist knapp 16 km lang und entsteht auf einer Höhe von als Altbach am östlichen Ortsrand von Oberaltertheim, allerdings führt der Welzbach im oberen Bereich nur nach Starkregen Wasser. Dauerhaft fließt der Bach ab Unteraltertheim.
In Bayern wird der Bach auf einer Länge von 7,15 km als Altbach bezeichnet, ab der Grenze zu Baden-Württemberg nordöstlich von Wenkheim heißt er auf einer Länge von 8,72 km Welzbach.
Der Welzbach fließt in südwestlicher Richtung durch Steinbach, Wenkheim und Werbachhausen und mündet bei Werbach von rechts in die Tauber.
Einzugsgebiet Der Welzbach hat ein 55,3 km² großes Einzugsgebiet. Randschnipsel entlang der nordwestlichen Wasserscheide liegen womöglich im Unterraum Eisinger Höhe des Naturraums der Marktheidenfelder Platte, der weit überwiegende Teil aber im Naturraum Tauberland. Der größte Teil davon liegt auf dem Tauberberg, der Tallauf mit den Untertälern der Zuflüsse davon im Unterraum Werbach-Böttigheimer Tal, die teils recht breite linke Randhöhe zählt zu dessen Unterraum Großrinderfelder Fläche. Erst das unterste Tal und der Mündungsbereich zählen dagegen zum Unterraum Mittleres Taubertal des Taubergrunds. Der höchste Punkt wird auf der Großrinderfelder Fläche nördlich von Gerchsheim mit ca. auf dem Bergrücken Scheinberg erreicht.
Das Gebiet erstreckt sich über die Grenze von Bayern zu Baden-Württemberg. Das obere Einzugsgebiet liegt überwiegend in der Gemeinde Altertheim im Landkreis Würzburg, ein südöstlicher Teil von ihm in der Gemeinde Großrinderfeld im Main-Tauber-Kreis, das mittlere und untere Einzugsgebiet dagegen im Gemeindegebiet von Werbach im selben Kreis, nordwestliche Randschnipsel womöglich im Gebiet von Markt Neubrunn im Landkreis Würzburg.
Reihum grenzen die Einzugsgebiete der folgenden Nachbargewässer an: Im Westnordwesten fließt der Limbachsgraben wenig abwärts ebenfalls in die Tauber; im Nordwesten liegt das Einzugsgebiet des Kembachs, eines Main-Zuflusses etwas oberhalb der Tauber; im Nordosten liegt das Einzugsgebiet des Haselbachs, der über den Aalbach noch höher in den Main entwässert; im Osten zieht der Gerchsheimer Graben zum Grünbach, einem großen Zufluss der Tauber oberhalb des Welzbachs; im Südosten fließt der Rödersteingraben etwas abwärts des letztgenannten in den Grünbach; im Süden speist der Steckenleitegraben kurz vor dem Welzbach die Tauber.
Zuflüsse Hierarchische Liste der Zuflüsse und 10px Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Ursprung des auf dem bayerischen Oberlauf Altbach genannten Welzbachs-Oberlaufs Altbach auf etwa nahe am östlichen Ortsrand des Pfarrdorfes Oberaltertheim der Gemeinde Altertheim.
Rotenbergsgraben, linker und südwestlicher Hauptstrang-Oberlauf, ca. 1,9 km und ca. 2,7 km². Entsteht auf etwa am Roten Berg nahe dem Eselspfad nordwestlich von Großrinderfeld-Gerchsheim. Unbeständig. (Graben entlang der L 2297/St 2297) , rechter und ostsüdöstlicher Oberlauf, ca. 1,5 km und ca. 2,4 km². Entsteht auf etwa im Gewann Weinstraße nördlich von Gerchsheim. Unbeständig. (Feldweggraben vom Gottesgereut), von rechts und Nordosten auf etwa neben der St 2297 kurz vor Altertheim-Oberaltertheim, ca. 1,3 km und ca. 1,5 km². Entsteht auf etwa am Eck des Waldgewanns Gottesgereut zum Flurgewann Kohlplatte. Unbeständig. (Feldweggraben aus Richtung des Pfaffenschlags), von rechts und Norden auf etwa in Oberaltertheim, ca. 2,2 km und ca. 3,6 km². Der längste Oberlauf entsteht auf etwa an einem Feldwegkreuz vor dem Pfaffenschlag. Hat mehrere Oberläufe bzw. Zuflüsse, die alle unbeständig sind. (Auenzufluss von einer Trinkwasserfassung), von rechts und Osten auf etwa am Eintritt ins Weichbild von Altertheim-Unteraltertheim, ca. 0,5 km und unter 0,3 km². Brunnen und zugehöriges Häuschen liegen auf etwa etwas vor der Unteraltertheimer Ziegelhütte an der Straße von Oberaltertheim.Dieser Zufluss führt beständig Wasser, der Altbach danach auch. (Weggraben vom Tannet), von rechts und zuletzt Norden auf etwa in Unteraltertheim, ca. 2,4 km und ca. 3,4 km². Entsteht auf etwa am Westrand des Waldes Tannet zum Flurgewann Dachsbau. 10px Passiert auf etwa die Klärteiche der Kläranlage zwischen der Wiesenmühle nach Unteraltertheim und Altertheim-Steinbach,. Kaitersgraben oder Bärlesgraben (!), von links und Südsüdosten auf unmittelbar nach Steinbach, 1,1 km allein und 3,8 km mitsamt dem linken Oberlauf sowie 9,7 km². Entsteht auf etwa an einer Obertalgabel aus seinen zwei unbeständigen Oberläufen.Für diesen Zufluss und seine Oberläufe findet man teilweise auch andere Namen. Bärlesgraben oder Kaitersgraben (!), linker und südlicher Hauptstrang-Oberlauf, ca. 2,7 km und ca. 3,2 km². Entsteht auf etwa südsüdöstlich von Werbach-Siedlung Mehlen an der Straße von der K 2992 nach Großrinderfeld-Hof Baiertal. Gerchsheimerweg-Graben, linker und östlicher Nebenstrang-Oberlauf, wenigstens 1,6 km und bis zu 3,0 km sowie ca. 5,5 km². Der längste Oberlaufstrang entsteht auf etwa nordöstlich von Baiertal, zieht zunächst kurz lstwärts in den Hachtelboden, ein nordwärts laufendes Tal mit der Landesgrenze auf der Tiefenlinie, das sich an einer Talspinne mit zwei weiteren Obert#lern aus Nord und Ost vereint;M erst der Unterlauf ab dort läuft nach Westen. → (Abgang eines Seitenarms nach Wenkheim), nach links auf etwa ca. 0,3 km nach der Landesgrenze. Karlebach, von rechts und Norden auf unter zwischen Steinbach und Werbach-Seemühle auf der Landesgrenze Bayern/Baden-Württemberg, 1,5 km und ca. 4,1 km². Entsteht auf etwa ca. 0,8 km südlich von Altertheim-Karlebach. class=noviewer|10px Passiert auf etwa vier Teich links am Lauf vor dem Seitenarm nach Wenkheim bei Seemühle, unter 0,5 ha. class=noviewer|10px Passiert auf knapp einen Teich rechts im Mündelswinkel des nächsten, über 0,1 ha. Riedgraben, von rechts auf etwa an der Seemühle, 1,5 km und ca. 3,7 km². Entsteht auf etwa wenig abwärts zweier zusammenlaufender Talmulden, eines Trockentals aus dem Nordnordosten und des nur intermittierend wasserführenden Schwabengrundes aus dem Nordnordwesten. ← (Rücklauf des Seitenarms nach Wenkheim), von links auf etwa am Nordrand von Werbach-Wenkheim, ca. 1,0 km. Seubelsgraben, von links und Südosten auf etwa in Wenkheim, 1,2 km und 1,3 km². Entsteht auf etwa an einer Waldinsel im Flürlein. Tiefengraben, von rechts und Osten auf etwa am Ostrand von Wenkheim, 0,4 km und ca. 0,8 km². Entsteht auf etwa am Anfang einer Baumgalerie, die ihm folgt. Krückengraben, von rechts und Nordnordwesten auf etwa bei Werbach-Neumühle, 1,4 km und ca. 2,9 km². Entsteht beständig auf wenig über im Stall, unbeständig weiter im Norden auf bis etwa im Krückegraben (!). Brochelberggraben, von rechts und Nordwesten auf etwa bei Werbach-Öl- und Sägmühle, 1,1 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf etwa am im Gewann Brochelberg nahe dem Modellflugplatz. →← (Abgang und Rücklauf des Mühlgrabens der Emmentaler Mühle), nach und von rechts auf Höhen um vor und nach der Emmentaler Mühle, 0,4 km. Setzengraben, von links und Ostsüdosten auf etwa kurz vor Werbach-Werbachhausen, 2,3 km und 4,1 km². Entsteht auf etwa im Waldgewann Loch südöstlich von Werbach-Brunntal. Kalegraben, von links und Süden auf etwa wenig vor Brunntal, 0,5 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf etwa zwischen Grünsfelder Berg und Heiligenrain. Kreuzberggraben, von rechts und Osten auf etwa in Brunntal, 1,3 km und ca. 1,9 km². Entsteht auf etwa am Rossbrunnsee. 10px Entwässert den laufbeginnnahen Roßbrunnensee auf etwa südwestlich von Werbach-Siedlung Mehlen, unter 0,1 ha. Talgraben, von rechts und Ostnordosten auf etwa kurz vor der Kreuzberggraben-Mündung in Brunntal, 2,1 km und ca. 1,4 km². Entsteht auf etwa bei Siedlung Mehlen.
Mündungsarme mini|Lage der drei Mündungsarme des Welzbachs in die Tauber Der Welzbach hat insgesamt drei Mündungsarme in die Tauber:
Rechter und linker Mündungsarm
Der Welzbach selbst teilt sich unterhalb von Werbachhausen und etwas vor Werbach an einem Streichwehr () in den vom Oberwasser gespeisten Welzbach-Arm, der dicht Werbach umfließt und erst nach längerem Parallellauf zu dieser in die Tauber mündet () Blauer-Rain-Graben, von rechts und Nordosten auf etwa kurz vor Werbach-Weidenmühle in den Mündungsarm Welzbach, 1,4 km. Entsteht auf etwa am Südhang des Altenbergs. Längstenteils Feldweggraben. und in den das Unterwasser des Wehrs abführenden Arm Schlund.
Der Schlund läuft zwei bis drei Meter tiefer als der Oberwasserzweig in voriger Welzbach-Richtung recht gerade und zuoberst zur Tauber ().
Mittlerer Mündungsarm Der Schleifgraben zweigt wiederum vom rechten, nach dem Bach benannten Mündungszweig nach links ab (). Der Schleifgraben ist mithin der mittlere und auch der kürzeste Mündungsarm in die Tauber ().
Orte Orte am Lauf mit ihren Zugehörigkeiten. Nur die Namen tiefster Schachtelungsstufe bezeichnen Siedlungsanrainer.
Bayern Landkreis Würzburg Gemeinde Altertheim Oberaltertheim (Pfarrdorf) Ziegelhütte (Siedlungsplatz des folgenden, rechts) Unteraltertheim (Pfarrdorf, fast nur rechts) Wiesenmühle (Siedlungsplatz des vorigen, links) Steinbach (Dorf) Baden-Württemberg Main-Tauber-Kreis Gemeinde Werbach Seemühle (Hof, rechts) Wenkheim (Dorf, rechts) Neumühle (Hof, rechts) Öl- und Sägmühle (Hof, rechts) Emmentaler Mühle (Siedlungsplatz, rechts) Werbachhausen Schneidmühle (Wohnplatz) Welzmühle (Wohnplatz, rechts) Fischzuchtanstalt (Wohnplatz, links) Weidenmühle (Wohnplatz, links) Werbach (Dorf, rechts des rechten Unterlaufs)
Geologie Der Welzbach ist in der Hauptsache ein Gewässer des Muschelkalks. Er entsteht in Schichthöhe des Oberen Muschelkalk, wechselt wenig nach Unteraltertheim in den Mittleren Muschelkalk und noch in diesem Dorf streicht an den unteren Talflanken der Untere Muschelkalk aus. Erst gegenüber der Welzmühle kurz vor Werbach liegt am rechten Talhang dann Oberer Buntsandstein, zuallerletzt auch links gegenüber Werbach.
Die Randhöhen des Tales sind wieder von teils recht großen Schichtinseln aus Löss, Lösssediment und lössführenden Fließerden aus dem Pleistozän überlagert. Um den Bach liegt auf dem Talgrund Schwemmland, schon sehr früh besteht es aus Auenlehmen.
Natur und Schutzgebiete mini|Das Wasserschutzgebiet Welzbachtal (WSG-Nr. 128131), 2018 Das mit Rechtsverordnung vom 3. Februar 2004 ausgewiesene Wasserschutzgebiet Welzbachtal mit der WSG-Nr. 128131 umfasst eine geschützte Fläche von 2.442,43 Hektar. Es ist damit eines der größten Wasserschutzgebiete im Main-Tauber-Kreis.
Im Welzbachtal befinden sich zwei flächenhafte Naturdenkmale: Der Auewald Bildhäusle/Unter der Kapelle (; seit dem 10. März 1992) und das Feuchtgebiet Oberes Brüblein (; seit dem 21. Dezember 1981).
Große Teile des Welzbachtals liegen im Landschaftsschutzgebiet Werbach. Die drei Mündungsarme des Welzbachs liegen im Landschaftsschutzgebiet Main-Tauber-Tal.
Naherholung Naherholungsgebiet am mittleren Mündungsarm Der mittlere Mündungsarm des Welzbachs – der Schleifgraben – diente früher der Wiesenbewässerung.Angaben von Albrecht Rudolf, Werbach, 13. April 2018. Heute führt er einer Kneipp-Anlage und einem Biotop Wasser zu.