rechts|40px In der Liste der Kulturdenkmale in Fridingen an der Donau sind die Kulturdenkmale der Stadt Fridingen an der Donau im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende

Kulturdenkmale in Fridingen Die Vorgängersiedlung mit ihrer Kirche wird erstmals 861 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen genannt, 1278 werden Martinskirche und Friedhof neu geweiht. Um 1330 baute Heinrich von Hohenberg in der Nähe der Donauquerung eine Wohnturmburg. Die alte Siedlung bei der Kirche wurde durch die Stadtanlage mit der Burg verbunden. 1372 erstmals als Stadt erwähnt, fiel Fridingen 1381 mit der Grafschaft Hohenberg an Österreich. Bis 1688 war es Sitz des Obervogts der oberen Herrschaft Hohenberg. 1806 kam Fridingen an Württemberg. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Stadt schwere Schäden. Nach 1800 wurden große Teile der Schlossanlage und die Stadttore abgebrochen. 1885 und 1920 fielen zwei Abschnitte der Altstadtbebauung Bränden zum Opfer. Die annähernd rechteckige mittelalterliche Stadtanlage ist im Stadtgefüge deutlich ablesbar. Von der Stadtbefestigung sind Reste der Mauer in den Rückwänden der äußeren Häuserreihen erhalten; der Grabenbereich ist vor allem im Süden und Osten deutlich ablesbar (Hausgärten). Die Mittlere Gasse, eine breite Marktstraße, durchquert das Stadtgebiet vom ehem. Unteren Tor im Westen bis zum Litschenberg, dessen Häuserreihe den östlichen Abschluss der Altstadt bildet. Eine Querstraße führt vom ehem. Oberen Tor im Norden zum Kirchplatz im Südosten der Stadtanlage. Schon im Mittelalter nahmen Kirche und Rathaus die Süd- bzw. Ostseite des Platzes ein. Die Stadtkirche St. Martin, ein neuromanischer Tuffsteinbau mit markantem Nordturm, wurde 1851 bis 53 an Stelle des gotischen Vorgängerbaus errichtet, das klassizistische Rathaus 1876 bis 77. Die nordwestliche Ecke im Stadtgrundriss beherrscht das Iffinger Schloss (heute Heimatmuseum „Oberes Donautal“), benannt nach dem Geschlecht der Iffinger von Granegg, die es 1536 bis 1793 als österreichisches Lehen innehatten. Das Gebäude entstand als Erweiterungsbau des älteren Wohnturms. Die Mittlere Gasse wird im Norden von einer, im Süden von zwei Gassen begleitet, zwischen denen sich die ehem. herrschaftliche Zehntscheuer (1764) erhebt. Die Ackerbürgerhäuser des 16.–18. Jh. mit Wohnteil und Ökonomie unter einem Dach, als Fachwerkbauten über massivem Sockel errichtet, stehen meist mit ihrer Traufe zur Straße. Eines der besterhaltenen ist das „Scharfeck“ (1554) beim ehem. Oberen Tor. Die St.-Anna-Kapelle jenseits der Donaubrücke erhielt im 18. Jh. durch Umbau und Erweiterung einer gotischen Liebfrauenkapelle ihre barocke Gestalt mit anschließender Einsiedelei. In Stadtanlage und Baubestand der kleinen Ackerbürgerstadt sind wesentliche Elemente des ehem. Amtssitzes bzw. der vorderösterreichischen Landstadt erhalten geblieben.

Ehemalige Kulturdenkmale

Weblinks

Quellen

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