Gaj () ist ein untergegangener Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Seine Ortsstelle liegt im Gebiet der Gmina Barczewo (ehemalige Stadt-und-Land-Gemeinde Wartenburg in Ostpreußen) im Powiat Olsztyński (ehemaliger Kreis Allenstein).
Geographische Lage Die Ortsstelle von Gaj liegt 200 Meter nördlich des Umling-Sees (polnisch Jezioro Umląg) im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 13 Kilometer östlich der Kreis- und Woiwodschaftshauptstadt Olsztyn.
Geschichte Der einstige Abbau Krüger, dann Gey, nach 1820 Wartenburg-Gayhof genannt erhielt am 29. Oktober 1855 den Namen Gayhof (ohne Zusatzbezeichnung).Dietrich Lange: Gayhof, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Bei der Volkszählung am 3. Dezember 1861 ist Gayhof ein Abbau der Stadt Wartenburg, und die Volkszählung am 1. Dezember 1905 ergab für Gayhof zwei Wohngebäude bei 30 Einwohnern.GenWiki: Gayhof Bis 1945 war der Ort ein Wohnplatz innerhalb der Stadt Wartenburg.
Mit der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußens an Polen im Jahre 1945 erhielt Gayhof die polnische Namensform „Gaj“. Der Ort hat wohl noch einige Zeit existiert, ist aber nicht besiedelt und erhält nun schon lange keine Erwähnung mehr. Er gilt als untergegangen.
Kirche Als Wohnplatz der Stadt Wartenburg war Gayhof bis 1945 in die evangelische Kirche Wartenburg (Ostpreußen)Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 490 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Anna in WartenburgGenWiki: Kirchspiel St. Anna Wartenburg eingepfarrt.
Verkehr Über eine Landwegverbindung von Barczewo über Bark (Barkheim) ist die Ortsstelle Gaj zu erreichen.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Barczewo