Der Obere und der Untere Froschkanzelsee sind zwei nahe beieinander liegende Baggerseen beim Wohnplatz Seehof, Stadt Lorsch, Landkreis Bergstraße, Hessen. Froschkanzel ist 1838 als Flurname nachweisbar.
Beschreibung Die Froschkanzelseen liegen in der Gemarkung von Lorsch etwas über einen Kilometer südlich des städtischen Siedlungsrandes und áuf etwa kurz nacheinander unweit des Landgrabens, der bald in die Weschnitz mündet. Der dort am linken Rand der Weschnitzaue fließende Landgraben zieht nahe am Südostufer beider Seen vorbei, mit ihrem nordwestlichen grenzen die Seen an das große Waldgebiet Forehahi.
Der Obere Froschkanzelsee ist ca. 300 m lang und bis ca. 60 m breit, er hat eine Fläche von etwa 1,3 ha.
Der wenig nordnordöstlich des Oberen liegende Untere Froschkanzelsee ist ca. 500 m lang und bis ca. 90 m breit, er hat eine Fläche von etwa 4,2 ha. Eingezwängt zwischen dem Nordostende dieses Sees und der Landesstraße 3111 (Lorsch–Hüttenfeld) steht ein Anwesen des Wohnplatzes Seehof von Lorsch. Beide Seen liegen im Einzugsgebiet des Landgrabens, das über die Weschnitz zum Oberrhein entwässert.
Der Untere Froschkanzelsee ist erstmals in der Topographischen Karte von 1971 dargestellt. Damals hatte er noch nicht ganz seine heutige Größe erreicht. Im Bereich des Oberen Froschkanzelsees ist eine trockene Grube dargestellt. Beide Seen sind Vereinsgewässer des Angelsportclubs „Frühauf“ Lorsch.
Weblinks
Einzelnachweise Carl Lepper: Seehof. Die Geschichte eines verschwundenen Dorfes. (=Der Wormsgau, Beiheft 7) Stadtbibliothek Worms, Worms 1938, S. 83
Blatt 6317 Bensheim der Topographische Karte 1:25.000, Ausgaben 1893, 1939, 1956, 1971, 1989. Online beim Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen.
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