Wrócikowo () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Barczewo (ehemalige Stadt-und-Land-Gemeinde Wartenburg in Ostpreußen) im Powiat Olsztyński (ehemaliger Kreis Allenstein).
Geographische Lage Wrócikowo liegt am westlichen Stadtrand von Barczewo (Wartenburg i. Ostpr.) im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 13 Kilometer nordöstlich der Kreis- und Woiwodschaftshauptstadt Olsztyn. mini|links|Wohnsiedlung in Wrócikowo
Geschichte Gründungsjahr des in seinem Kern lediglich aus einem großen Hof bestehenden Ortes ist das Jahr 1855.Dietrich Lange: Robertshof, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Im Amtsdeutsch war unter dem Datum vom 30. Mai jenes Jahres beurkundet: „Dem in der Feldmark der Stadt Wartenburg vom Kaufmann Nisius daselbst neu errichteten Etablissement ist der Name Robertshof beigelegt worden, ohne daß in den bisherigen Kommunal-, polizeilichen und sonstigen Verhältnissen etwas geändert wird“.Zitiert nach GenWiki: Robertshof (Kreis Allenstein) Im Jahre 1905 wurde der Ort mit zwei Wohnstätten bei 50 Einwohnern genannt.
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielt Robertshof die polnische Namensform „Wrócikowo“. Heute ist die Siedlung (polnisch Osada) ein eigenes SchulzenamtGmina Barczewo: Wykaz jednostek pomocniczych (polnisch) (Sołectwo) in der Stadt-und-Land-Gemeinde Barczewo im Powiat Olsztyński, bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Kirche Bis 1945 war Robertshof in die evangelische Kirche Wartenburg (Ostpreußen)Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 490 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische St.-Anna-Kirche WartenburgGenWiki: St. Anna Wartenburg eingepfarrt.
Heute gehört Wrócikowo katholischerseits weiterhin zur Stadt Barczewo, die jetzt dem Erzbistum Ermland zugehört. Evangelischerseits halten sich die Einwohner jetzt zur Christus-Erlöser-Kirche Olsztyn in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen.
Verkehr Wrócikowo liegt südlich der polnischen Landesstraße 16 (einstige deutsche Reichsstraße 127), die noch im Ausbau zur Schnellstraße S 16 begriffen ist. Über die (künftige) Anschlussstelle „Barczewo“ ist Wrócikowo auf direktem Wege zu erreichen.
Die nächste Bahnstation ist ebenfalls Barczewo. Sie liegt an der PKP-Linie 353 Posen–Toruń–Olsztyn–Skandawa, die einstmals bis nach Tschernjachowsk (Insterburg) in der heutigen Oblast Kaliningrad (Königsberger Gebiet) verlief.
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Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1855 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Barczewo