Costas VarotsosAls Costas Varotsos hat der Künstler 2017 in Deutschland auf der dokumenta 14 ausgestellt. Siehe Dokumentation mit Foto der Arbeit Ohne Titel von Costas Varotos während der documenta 14 in Kassel (auch Kōstas BarōtsosDer Künstler wird als Kōstas Barōtsos in der Deutschen Nationalbibliothek geführt. , geboren 1955 in Athen) ist ein griechischer Bildhauer. Bei seinen Installationen und Skulpturen arbeitet er häufig mit dem Material Glas. Er ist seit 1999 Professor für Kunst an der Aristoteles-Universität Thessaloniki.

Leben und Werk mini|Costas Varotsos: L’Approdo, Opera all' Umanita Migrante, Otranto Der 1955 in Athen geborene Varotsos studierte von 1973 bis 1976 Kunst an der Accademia di Belle Arti di Roma und von 1976 bis 1981 Architektur an der Scuola di Architettura der Universität Pescara. In Pescara begann er mit ersten Performances und Ausstellungen. Seine erste Einzelausstellung hatte er 1982 in der Galerie Desmos in Athen. Im selben Jahr nahm er an der Europalia-Ausstellung in Brüssel teil. Zu Beginn bewegte sich der Künstler zwischen den Gattungen Malerei und Skulptur, wenig später fokussierte es sich auf transparente Materialien. Schon früh setzte er sich dabei nicht nur mit der Kunst, sondern auch mit der Umgebung des Kunstwerks auseinander. So entstanden viele Werke als künstlerische Intervention direkt für einen bestimmten Ort im Stadt- oder Naturraum. So schuf er 1983 eine große Skulptur aus Glasscheiben mit dem Titel Poet I vor dem Famagusta-Tor in Nikosia. Als Weiterentwicklung entstand die acht Meter hohe Skulptur Der Läufer, die 1988 zunächst auf dem zentralen Omonia-Platz in Athen aufgestellt wurde und heute in der Nähe der Athener Nationalgalerie steht. Für 1990–1991 erhielt er ein Fulbright-Stipendium und lebte ein Jahr in New York City.Kurzbiografie auf der Website des Parco Sculture del Chianti Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Griechenland und im Ausland gezeigt. Er nahm 1987 an der Biennale von São Paulo teil und stellte auf der Biennale di Venezia 1993 im italienischen Pavillon und 1999 zusammen mit weiteren Künstlern im griechischen Pavillon aus. 2017 zeigte er in Kassel auf der documenta 14 seine Installation Ohne Titel im Museum Fridericianum. Varotsos ist seit 1999 Professor für Kunst an der Aristoteles-Universität Thessaloniki.

Werke in öffentlichen Sammlungen (Auswahl) mini|Costas Varotsos: La Morgia, Gessopalena mini|hochkant|Costas Varotsos: Tor von Ägina, Ägina Pyramid – Nizza, Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain Globe – Nizza, Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain Horizons – Antwerpen, Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen Ohne Titel – Lausanne, Musée de design et d’arts appliqués contemporains Ohne Titel – Athen, Nationales Museum für Zeitgenössische Kunst Zukunft gesehen durch die Vergangenheit – Athen, Benaki-Museum Arazzi – Rom, Museo d’Arte Contemporanea di Roma Icastica – Arezzo, Museo civico d’arte moderna e contemporanea Die Wahrheit ist immer eine andere – Rom, Galleria Nazionale d’Arte Moderna

Werke im öffentlichen Raum (Auswahl) Anelixis I – Athen, Grünfläche an der Agiou Konstantinou Anelixis II – Nikosia, Zypern Contiguous Currents – Palm Beach, Vereinigte Staaten, City Hall Square Die Brücke – Steffisburg, Schweiz Der Läufer – Athen, Platz der Megali tou Genous Scholi Ernergy – Castelnuovo Berardenga, Italien, Parco Sculture del Chianti Gefallenendenkmal – Veria, Griechenland Gefallenendenkmal – Thermi, Griechenland Griechsches Theater – Marousi, Griechenland Horizon – San Diego, La Jolla, Vereinigte Staaten Horizon – Drama, Griechenland Horizon – Geraki, Griechenland Horizon – Kartause von Padula, Italien Horizon – Ermoupoli, Griechenland L’Approdo, Opera all' Umanita Migrante – Otranto, Italien, Mahnmal für das Schiffsunglück von Otranto La Morgia – Berg bei Gessopalena, Italien La Totalita I – Turin, Italien, Piazza Benefica La Totalita II – Turin, Italien, vor dem Hochhaus Intesa Sanpaolo Mond von Alexendria – Alexandria, Ägypten, vor der Bibliotheca Alexandrina Ohne Titel – Bützberg, Schweiz, Kreisel Zürichstrasse Paesagio con Rovine – Gibellina, Italien Peristeri 2011 – Peristeri, Griechenland Poet II – Nikosia, Zypern, Eleftheria-Platz Sinantisi – Palaio Faliro, Griechenland Spirale – Athen, vor der Nationalgalerie Spirale – Alimos, Griechenland, vor der Stadthalle Tension Energy – Luzern, Schweiz Tor von Ägina – Ägina, Griechenland, Promenade am Hafen Two Horizons – Fisciano, Italien, vor der Universität Salerno Zählen – Athen, Station Doukissis Plakentias der Metro Athen

Auszeichnungen (Auswahl) 2004 Cavaliere della Repubblica Italiana – Verdienstorden der Italienischen Republik 2004 Key to the city of Palm Beach – Auszeichnung der Stadt Palm Beach 2007 Segno d’Oro – Preis der italienischen Zeitschrift Segno 2017 Kommandeur des Orden der Ehre (Griechenland)

Literatur Florent Bex, Ann Ceulemans, Ruben Forni: Costas Varotsos. Horizonten – Horizons – Horizonten. Ausstellungskatalog Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen, Antwerpen 1998.

Weblinks

Website von Costas Varotsos Biografie von Costas Varotsos auf der Website des Instituts für zeitgenössische griechische Kunst Kurzbiografie auf der Website des Parco Sculture del Chianti

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer (Griechenland) Kategorie:Hochschullehrer (Aristoteles-Universität Thessaloniki) Kategorie:Teilnehmer einer Biennale von São Paulo Kategorie:Teilnehmer einer Biennale di Venezia Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Grieche Kategorie:Geboren 1955 Kategorie:Mann