mini|hochkant|Die ICC Women’s T20 World Cup Trophy Der ICC Women’s T20 World Cup 2023 wurde vom 10. bis zum 26. Februar 2023 in Südafrika ausgetragen. Es war das achte Weltmeisterschaftsturnier im WT20I-Cricket, das vom Weltverband International Cricket Council (ICC) organisiert wird und das erste in Südafrika.
Das Turnierformat von 2016, 2018 und 2020 blieb unverändert und zehn Frauen-Cricket-Nationalmannschaften nahmen am Women’s T20 World Cup 2023 teil: die acht automatischen Qualifikanten (Australien, England, Indien, Neuseeland, Pakistan, Sri Lanka, Südafrika und die West Indies), zusammen mit den Gewinnern des Women’s T20 World Cup Qualifier 2022 (Bangladesch und Irland). Während des Women’s T20 World Cup 2023 wurden 23 Spiele absolviert, darunter 20 in der Vorrunde und drei in der Finalrunde, einschließlich des Finales. Die Mannschaften wurden in zwei Gruppen zu je fünf Teams eingeteilt, wobei jedes einmal gegen die anderen der Gruppe antrat. Die zwei besten Mannschaften jeder Gruppe qualifizierten sich für das Halbfinale, dessen Gewinner im Finale aufeinandertrafen.
Australien, England, Indien und Südafrika erreichten das Halbfinale. Australien besiegte Indien und Südafrika England, woraufhin erstmals Australien und Südafrika im Finale aufeinandertrafen. Die südafrikanischen Proteas erreichten erstmals das Finale bei einem T20 World Cup – Männer und Frauen – womit jeder Kontinent mindestens einen Vertreter in einem Finale stellte. Der Titelverteidiger Australien gewann das Finale gegen Südafrika im Newlands Cricket Ground in Kapstadt mit 19 Runs und damit seinen sechsten WT20-World-Cup-Titel.
Vergabe Der International Cricket Council vergab den Women’s T20 World Cup 2023 an Südafrika.
Teilnehmer Die folgenden zehn Mannschaften qualifizierten sich für den Women’s T20 World Cup 2023: die acht besten Mannschaften des vorhergehenden Women’s T20 World Cup 2020 – Australien, England, Indien, Neuseeland, Pakistan, Sri Lanka, Südafrika und die West Indies – qualifizierten sich automatisch für den Women’s T20 World Cup 2023. Bangladesch und Irland qualifizierten sich beim Women’s T20 World Cup Qualifier 2022. Irland qualifizierte sich wieder für einen Women’s T20 World Cup, nachdem es den vorhergehenden Women’s T20 World Cup 2020 verpasst hatte; dies war auch die einzige Veränderung im Teilnehmerfeld gegenüber dem vorhergehenden Women’s T20 World Cup 2020.
mini|400px|Teilnehmende Länder des Women’s T20 World Cup 2023; insgesamt 44 Teams nahmen teil. LandQualifikationsgrundlageTurnierteilnahmeLetztmalige TeilnahmeBestes ErgebnisGastgeberAchte2020Halbfinale (2014, 2020)AutomatischAchte2020Weltmeister (2010, 2012, 2014, 2018, 2020)Achte2020Weltmeister (2009)Achte2020Finalist (2020)Achte2020Finalist (2009, 2010)Achte2020Vorrunde (2009, 2010, 2012, 2014, 2016, 2018, 2020)Achte2020Vorrunde (2009, 2010, 2012, 2014, 2016, 2018, 2020)Achte2020Weltmeister (2016)Women’s T20 World Cup Qualifier 2022Fünfte2020Vorrunde (2014, 2016, 2018, 2020)Vierte2018Vorrunde (2014, 2016, 2018)
Austragungsorte Die Stadien wurden am 22. August 2022 vom ICC bekanntgegeben.
Kapstadt Gqeberha Paarl Newlands Cricket Ground St George’s Park Boland Park Kapazität: 25.000 Kapazität: 19.000 Kapazität: 10.000 200px 200px 200px
Format Der Women’s T20 World Cup 2023 wurde über 16 Tage zwischen zehn verschiedenen Mannschaften über 23 Spiele ausgetragen. Er begann am 10. Februar 2023 im Newlands Cricket Ground in Kapstadt mit dem Eröffnungsspiel zwischen Sri Lanka und dem Gastgeber Südafrika. Das Turnier endete am 26. Februar im denselben Stadion mit dem Finale zwischen Australien und Südafrika, wobei Australien den Women’s T20 World Cup 2023 gewann. Dasselbe Turnierformat kam bei den Turnieren 2016, 2018 und 2020 zur Anwendung.
Spielplan Die nachfolgende Tabelle zeigt das tägliche Programm des Women’s T20 World Cup 2023. Dabei steht ein violettes Kästchen für Vorrundenspiele, ein grünes Kästchen für Finalrundenspiele und ein gelbes Kästchen für das Finale.
+ Anzahl täglicher Spiele während des TurnieresVorrundeFebruarFr.10.Sa.11.So.12.Mo.13.Di.14.Mi.15.Do.16.Fr.17.Sa.18.So.19.Mo.20.Di.21.Gruppe A | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1Gruppe B | | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 2 | | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1FinalrundeFebruarMi.22.Do.23.Fr.24.Sa.25.So.26.Finalrunde | | bgcolor=#00cc33| 1 | bgcolor=#00cc33| 1 | | bgcolor=#ffcc00| 1Farblegende
Gruppen Gruppe AGruppe B
Vorrunde Der Women’s T20 World Cup 2023 wurde zwischen zehn Nationalmannschaften ausgespielt. Für die Vorrunde wurden die Mannschaften in zwei Gruppen zu je fünf Mannschaften eingeteilt. In welche Gruppe jede Mannschaft eingeteilt wurde, wurde in der Auslosung festgelegt. Jede Mannschaft bestritt ein Spiel gegen jede andere seiner Gruppe. Für einen Sieg gab es zwei Tabellenpunkte, für ein Unentschieden oder No Result einen Punkt, für eine Niederlage keinen Punkt. Im Falle eines Unentschiedens (d. h. wenn beide Mannschaften dieselben Anzahl Runs am Ende ihrer jeweiligen Innings erzielt hatten), wurde das Spiel durch ein Super Over entschieden. Dies galt für alle Phasen des Turnieres. Hatten zwei Mannschaften dieselbe Anzahl an Tabellenpunkten, wurde der Tabellenrang anhand der Net Run Rate, gefolgt von der Net Bowl Rate und dem direkten Vergleich ermittelt.
Finalrunde Ab dieser Phase nahm das Turnier ein K.-o.-System an, für das sich die jeweils besten beiden Mannschaften einer Gruppe qualifizierten.
Einfluss auf die Women’s T20 World Cup-Qualifikation 2024 Die sechs besten Mannschaften des Women’s T20 World Cup 2023 (zusammen mit dem nominellen Gastgeber 2024 Bangladesch) qualifizierten sich direkt für den darauf folgenden Women’s T20 World Cup 2024 in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese waren Australien, England, Indien, Neuseeland, Südafrika und die West Indies.
Schiedsrichter Der ICC verkündete am 27. Januar 2023 die Schiedsrichter des Turniers. Dabei wählten sie drei Referees und zehn Umpires. Dabei war es erstmals ein rein weiblich besetztes Schiedsrichter-Panel bei einem ICC-Turnier. Die ausgewählten Spieloffiziellen sind:
Name Land Funktion/PanelG. S. Lakshmi RefereeShandre Fritz RefereeMichell PereiraRefereeLauren AgenbagUmpireKim CottonUmpireAnna HarrisUmpireN JananiUmpireNimali Perera UmpireClaire PolosakUmpireVrinda RathiUmpireSue RedfernUmpireEloise Sheridan UmpireJacqueline WilliamsUmpire
Kaderlisten Jedes Team benennt vor dem Turnier die 15 Spielerinnen ihres Kaders. Pakistan benannte seinen Kader am 14. Dezember und Indien am 28. Dezember 2022. England benannte seine Kader am 6. Januar, Australien am 9. Januar, Neuseeland am 19. Januar, Südafrika am 31. Januar 2023 und Sri Lanka und die West Indies am 1. Februar.
Twenty20 Meg Lanning (K) Alyssa Healy (VK) Darcie Brown Ashleigh Gardner Kim Garth Heather Graham Grace Harris Jess Jonassen Alana King Tahlia McGrath Beth Mooney (wk) Ellyse Perry Megan Schutt Annabel Sutherland Georgia Wareham Nigar Sultana (K, wk) Dilara Akter Disha Biswas Fahima Khatun Fargana Hoque Jahanara Alam Lata Mondal Marufa Akter Murshida Khatun Nahida Akter Ritu Moni Rumana Ahmed Salma Khatun Shamima Sultana Shorna Akter Sobhana Mostary Heather Knight (K) Lauren Bell Maia Bouchier Alice Capsey Kate Cross Freya Davies Charlie Dean Sophia Dunkley Sophie Ecclestone Sarah Glenn Amy Jones (wk) Katherine Sciver-Brunt Natalie Sciver-Brunt Lauren Winfield-Hill (wk) Danni Wyatt Harmanpreet Kaur (K) Smriti Mandhana (VK) Yastika Bhatia (wk) Harleen Deol Rajeshwari Gayakwad Richa Ghosh (wk) Shikha Pandey Sneh RanaPooja Vastrakar erkrankte vor dem Halbfinale und wurde am 23. Februar durch Sneh Rana ersetzt: Jemimah Rodrigues Anjali Sarvani Deepti Sharma Renuka Singh Devika Vaidya Pooja Vastrakar Shafali Verma Radha Yadav Laura Delany (K) Rachel DelaneyRebecca Stokell verletzte sich vor dem Turnier am Fuß und wurde am 3. Februar durch Rachel Delaney ersetzt: Georgina Dempsey Amy Hunter Shauna Kavanagh (wk) Arlene Kelly Gaby Lewis Louise Little Sophie MacMahon Jane Maguire Cara Murray Leah Paul Orla Prendergast Eimear Richardson Rebecca Stokell Mary Waldron Sophie Devine (K) Suzie Bates Bernadine Bezuidenhout (wk) Eden Carson Lauren Down Maddy Green Brooke Halliday Hayley Jensen Fran Jonas Amelia Kerr Jess Kerr Molly Penfold Georgia Plimmer Hannah Rowe Lea Tahuhu Bismah Maroof (K) Aiman Anwer Aliya Riaz Ayesha Naseem Diana BaigDiana Baig brach sich kurz vor dem Turnier einen Finger und wurde am 21. Januar durch Sadaf Shamas ersetzt: Fatima Sana Javeria Khan Muneeba Ali (wk) Nashra Sandhu Nida Dar Omaima Sohail Sadaf Shamas Sadia Iqbal Sidra Ameen Sidra Nawaz (wk) Tuba Hassan Suné Luus (K) Chloe Tryon (VK) Anneke Bosch Tazmin Brits Nadine de Klerk Annerie Dercksen Lara Goodall Shabnim Ismail Sinalo Jafta Marizanne Kapp Ayabonga Khaka Masabata Klaas Nonkululeko Mlaba Delmi Tucker Laura Wolvaardt Chamari Athapaththu (K) Nilakshi de Silva Kavisha Dilhari Vishmi Gunaratne Ama Kanchana Achini Kulasuriya Sugandika Kumari Kaushini Nuthyangana Oshadi Ranasinghe Inoka Ranaweera Harshitha Samarawickrama Sathya Sandeepani Anushka Sanjeewani Tharika Sewwandi Malsha Shehani Hayley Matthews (K) Shemaine Campbelle (VK) Aaliyah Alleyne Shamilia Connell Britney CooperChedean Nation wurde nach einer Knieverletzung am 17. Februar durch Britney Cooper ersetzt: Afy Fletcher Shabika Gajnabi Chinelle Henry Trishan Holder Zaida James Djenaba Joseph Chedean Nation Karishma Ramharack Shakera Selman Stafanie Taylor Rashada Williams
Aufwärmspiele
Vorrunde Gruppe A
Gastgeber Südafrika verlor zunächst überraschend im ersten Spiel gegen Sri Lanka und auch Neuseeland verlor die ersten beiden Spiele gegen Australien und Südafrika deutlich. Australien konnte sich daraufhin ungeschlagen qualifizieren. Nachdem Neuseeland die sri-lankische Mannschaft deutlich schlug, wurden diese von Südafrika mit einem Sieg gegenüber Bangladesch übertrumpft, die sich so den zweiten Halbfinalplatz sicherten.
Tabelle
Spiele
Südafrika gewann den Münzwurf und entschied sich als Feldmannschaft zu beginnen. Für Sri Lanka konnte sich die Eröffnungs-Batterin Chamari Athapaththu zusammen mit der dritten Schlagfrau Vishmi Gunaratne etablieren. Gunaratne schied nach 35 Runs aus und ein Ball später auch Athapaththu nach einem Fifty über 68 Runs. Die verbliebenen Batterinnen erhöhten die Vorgabe auf 130 Runs. Die südafrikanischen Wickets erzielten Marizanne Kapp, Shabnim Ismail und Nadine de Klerk. Für Südafrika bildeten die Eröffnungs-Batterinnen Laura Wolvaardt und Tazmin Brits eine erste Partnerschaft. Brits schied nach 12 Runs aus und nachdem Marizanne Kapp 11 Runs erreichte, verlor auch Wolvaardt ihr Wicket nach 18 Runs. Daraufhin etablierte sich Suné Luus und an ihrer Seite erzielte Chloe Tryon 10 Runs. Nachdem Luus mit Sinalo Jafta eine weitere Partnerin fand schied sie nach 28 Runs aus. Jafta verlor nach 15 Runs ihr Wicket und den verbliebenen Batterinnen gelang es danach nicht die Vorgabe einzuholen. Beste sri-lankische Bowlerin war Inoka Ranaweera mit 3 Wickets für 18 Runs. Als Spielerin es Spiels wurde Chamari Athapaththu ausgezeichnet.