rechts|40px In der Liste der Kulturdenkmale in Sasbachwalden sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Sasbachwalden im Ortenaukreis in Baden-Württemberg aufgelistet. Legende
Kulturdenkmale nach Ortsteilen
Sasbachwalden Sasbachwalden liegt auf der nordöstlichen Talseite des Sasbaches am Ostrand der Ortenau-Bühler-Vorbergzone. Einem schmalen Übergangsbereich zwischen der Rheinebene und dem angrenzenden Nördlichen Talschwarzwald. Die herrschaftlichen Rechte an dem erstmals 1347 erwähnten Ort waren eng mit der Burg Hohenrod verbunden, dem heutigen Brigittenschloss. Die erstmals 1207 erwähnte Burg war ein Lehen der Bischöfe von Straßburg und Stammsitz der Roeder, einem weitverzweigten Geschlecht badischer Ministerialen. Nach deren Aussterben im 16. Jahrhundert verfiel die Burg und Sasbachwalden wurde über das zur bischöflich-straßburgischen Herrschaft Oberkirch gehörende Gericht Sasbach verwaltet. 1817 konnte sich Sasbachwalden als eigenständige Gemeinde etablieren und gehörte bis 1973 zum damals aufgelösten Landkreis Bühl. Vielleicht mit älteren Wurzeln stellt sich Sasbachwalden als regionaltypische Rodungssiedlung des hohen Mittelalters dar, konkret als weitläufige Streusiedlung mit Weilern und Einzelhöfen in der weit nach Osten ausgreifenden Gemarkung. Wohl aufgrund seiner bevorzugten Lage unterhalb des Zusammenflusses von Sasbach und Brandbach konnte sich das heutige Sasbachwalden entlang der Talstraße als Leitlinie bis Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem straßendorfartigen Gebilde mit seitlich ausgreifenden Fortsätzen entwickeln. Spätestens mit dem Bau der Dreifaltigkeitskirche 1844 entstand ein weiterer Siedlungsbereich weiter südöstlich am Brandbach, „Auf dem Wert“ genannt. Der seit dem 19. Jahrhundert andauernde Tourismus führte zur weiteren Siedlungsausdehnung über die ehemaligen Weiler Oberer und Unterer Langert hinaus. Mit seiner Lage in einem sich nach Westen aufweitenden Kerbtal ist Sasbachwalden hervorragend in die durch Einzelhöfe, Weinberge und Waldstücke gekennzeichnete und nach beiden Seiten des Tales steil ansteigende Kulturlandschaft eingebettet. Bewusst erhöht und mit dem Turm nach Westen ausgerichtet kann sich die Dreifaltigkeitskirche als städtebauliche Dominante des 19. Jahrhunderts entfalten. Im Ortsinneren stehen meist giebelständig ausgerichtete Fachwerkhäuser vor allem des 18. und 19. Jahrhunderts. Die ein- bis zweigeschossigen, durchwegs sanierten Gebäude zeichnen sich u. a. durch Kniestöcke, profilierte Geschossvorstöße, bezeichnete Eckständer oder Wetter- bzw. Klebdächer aus. Mit seinen einst landwirtschaftlichen und heute touristisch überprägten, gleichermaßen jedoch gut überlieferten Fachwerkhäusern besitzt Sasbachwalden als verdichtete Zone einer alten Streusiedlung exemplarischen Wert für die Vorbergzone.
Einzelnachweise
Weblinks
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