Biedowo () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Barczewo (ehemalige Stadt-und-Land-Gemeinde Wartenburg in Ostpreußen) im Powiat Olsztyński (ehemaliger Kreis Allenstein).
Geographische Lage Biedowo liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 13 Kilometer nordöstlich der Kreis- und Woiwodschaftshauptstadt Olsztyn. mini|Ortseinfahrt Biedowo
Geschichte Ortsgeschichte Gründungsjahr des damals Kunlawken, später auch Merunen sowie Merunendorf und noch später Adlig Neu Maraunen genannten Dorfs ist das Jahr 1346.Dietrich Lange: Neu Maraunen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Das Dorf bestand aus ein paar kleinen Höfen und Gehöften, wobei bei der Volkszählung am 3. Dezember 1861 dann elf Wohngebäude bei 108 Einwohnern erbracht wurden.GenWiki: Neu Maraunen
Im Jahre 1874 kam die Landgemeinde Neu Maraunen zum neu errichteten Amtsbezirk Maraunen (polnisch Maruny) im ostpreußischen Kreis Allenstein.Rolf Jehke: Amtsbezirk Maraunen Die Einwohnerzahl von Neu Maraunen belief sich im Jahre 1910 auf 83.
Am 30. September 1928 vergrößerte sich die Landgemeinde Neu Maraunen um den benachbarten Gutsbezirk Groß Maraunen (polnisch Maruny), der eingemeindet wurde. Gleichen Tags wurde Neu Maraunen in „Maraunen“ umbenannt.
Die Einwohnerzahl der so neu gebildeten Landgemeinde Maraunen belief sich 1933 auf 288 und 1939 auf 296.Michael Rademacher:
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten werden musste, erhielt Neu Maraunen resp. Maraunen die polnische Namensform „Biedowo“. Der Ort ist heute ein Teil der Stadt-und-Land-Gemeinde Barczewo im Powiat Olsztyński, zwischen 1975 und 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Amtsbezirk Maraunen Zwischen 1874 und 1945 bestand der Amtsbezirk Maraunen mit Sitz in Groß Maraunen. Ihm war Neu Maraunen zugeordnet.
Kirche Neu Maraunen resp. Maraunen war bis 1945 in die evangelische Kirche Wartenburg (Ostpreußen)Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 490 (polnisch Barczewo) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Anna in WartenburgGenWiki: Kirchspiel St. Anna Wartenburg eingepfarrt.
Heute ist Biedowo katholischerseits weiterhin Teil der Pfarrei Barczewo, die jetzt zum Erzbistum Ermland gehört. Evangelischerseits richten sich die Einwohner zur Christus-Erlöser-Kirche in Olsztyn (Allenstein) aus, die in die Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen eingegliedert ist.
Verkehr Biedowo liegt an einer Nebenstraße, die von der Stadt Barczewo (Wartenburg i. Ostpr.) über Dąbrówka Mała (Klein Damerau) nach Barczewko (Alt Wartenburg) führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Literatur Polska w Liczbach: Wieś Biedowo w liczbach
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1349 Kategorie:Ort in Ostpreußen Kategorie:Gmina Barczewo