Der Chlausenbach ist ein gut 4 Kilometer langer rechter Zufluss der Biber im Schweizer Kanton Schwyz. Er ist ein mittelsteiles, mittleres Fliessgewässer der montanen karbonatischen Alpennordflanke.Fliessgewässertypisierung der Schweiz Porträt Gewässertyp Nr. 25. Bundesamt für Umwelt (BAFU; PDF; 557 kB).

Geographie Verlauf Der Chlausenbach entspringt nordöstlich von Rothenthurm am steilen Nordwesthang des Berges Samstageren auf einer Höhe von etwa

Er entwässert mit mehreren Quellbächen eine 400 Meter hohe, feuchte Mulde am Berg im Gebiet des Cholmattliwaldes. Die stark abfallende, erosionsgefährdete Bachrinne hat das Bundesamt für Armeematerial und Bauten mit zahlreichen Sperren gesichert.Gesuch im militärischen Plangenehmigungsverfahren betreffend Schiessplatz Rothenthurm: Verbauung Chlausenbach. In: Bundesblatt. 2001, 2043, auf fedlex.admin.ch, abgerufen am 29. September 2022. Im Gebiet Cholmattli fliesst der Bach in nordwestlicher Richtung durch eine flache Talebene mit militärischen Übungsanlagen der Schweizer Armee und danach gegen Nordosten durch das Gebiet der Schiessplätze Cholmattli und Altmatt Rothenthurm. Nordöstlich des Militärgeländes, das vom VBS als «der wichtigste Infanterie-Schiessplatz der Zentralschweiz» bezeichnet wird,Schiessplatz Altmatt-Rothenthurm auf vbs.admin.ch, abgerufen am 29. September 2022. erreicht der Bach das etwa einen halben Quadratkilometer grosse Feuchtgebiet der Chrüzweid im Gebiet Erlen, wo er mehrere Seitenbäche von rechts aufnimmt. Dieser Abschnitt des kleinen Tales mit verschiedenen Moorflächen liegt ausserhalb einer Seitenmoräne des eiszeitlichen Reuss-Muota-Gletschers, der über die Wasserscheide bei Rothenthurm bis in das Gebiet Altmatt vorstiess.

mini|links|Moränen- und Moorgebiet bei der Äusseren Altmatt Beim Dorf Äussere Altmatt führt der Chlausenbach durch Landwirtschaftsgebiet und durch die gestaffelte Moränenzone. An dieser Stelle überqueren ihn die Hauptstrasse 8 und die Bahnstrecke Biberbrugg–Arth-Goldau sowie die Hochspannungsleitung des Etzelwerks von Altendorf nach Steinen. Auf einer Länge von 1,5 Kilometern fliesst der Bach danach am äusseren, nördlichen Rand einer Endmoräne gegen Nordwesten quer durch das Bibertal. Im Bachbett verläuft in diesem Abschnitt die Grenze zwischen den Schwyzer Gemeinden Rothenthurm und Einsiedeln. Bei der Örtlichkeit Bibersteg, wo der alte Flussübergang des Pilgerwegs vom Raten zum Chatzenstrick und nach Einsiedeln die Biber überquert,Alpenpanorama-Weg, Etappe 8, Einsiedeln–Unterägeri auf schweizmobil.ch. mündet der Chlausenbach auf einer Höhe von ungefähr von rechts in dieselbe. Die Biber markiert hier die Grenze zwischen den Kantonen Schwyz und Zug.

Kurz vor der Mündung in die Biber überquert der «Moorweg Rothenthurm» den Chlausenbach auf einem Holzsteg.Moorweg Rothenthurm auf schweizmobil.ch.

Der etwa 4,3 km lange Lauf des Chlausenbachs endet ungefähr 310 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 72 ‰.

Einzugsgebiet Das 3,72 km² grosse Einzugsgebiet des Chlausenbachs liegt in den Schwyzer Alpen und wird durch ihn über die Biber, die Alp, die Sihl, die Limmat, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es grenzt im Nordosten an das Einzugsgebiet des Aubachs, der in die Biber mündet; im Südosten an das des Rotenbachs, der in die Alp mündet; und im Südwesten an das des Dorfbachs, der in die Biber mündet.

Es besteht zu 38,4 % aus bestockter Fläche, zu 52,5 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 2,8 % aus Siedlungsfläche und zu 6,2 % aus unproduktiven Flächen.

Die Flächenverteilung

Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt , die minimale Höhe liegt bei und die maximale Höhe bei Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Chlausenbach. Bundesamt für Umwelt (BAFU).

Hydrologie Bei der Mündung des Chlausenbachs in die Biber beträgt seine modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 0,12 m³/s. Sein Abflussregimetyp ist nivo-pluvial préalpin Abrufbar unter , und seine AbflussvariabilitätDie Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert. beträgt 20.

Natur und Umwelt Der Unterlauf des Chlausenbachs liegt in der Mitte des weiten Naturschutzgebiets Hochmoor Rothenthurm-Altmatt-Biberbrugg, das im schweizerischen Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN; französisch IFP) verzeichnet ist.Naturschutzgebiet Moorebene Biberbrugg-Rothenthurm auf pronatura-sz.ch, abgerufen am 29. September 2022. Die Landschaft am ersten Bachabschnitt mit den militärischen Anlagen ist ausserhalb des Schutzgebiets, wird indessen vom VBS im Rahmen des Programms «Natur – Landschaft – Armee» (NLA) als Biotop unterhalten. Von der Chrüzweid abwärts fliesst der Bach teilweise in der BLN-Landschaftsschutzzone, die von der Oberallmeindkorporation Schwyz und ihren Bewirtschaftern landwirtschaftlich genutzt wird, und teilweise in der BLN-Naturschutzzone des Moorgebiets mit den Bereichen Gutried und Finkenried.Verordnung betreffend die Moorlandschaft Rothenthurm vom 6. September 2007 (SRSZ 722.311). Moorlandschaft Nr. 1 Rothenthurm. Bezirk Einsiedeln, Gemeinden Rothenthurm und Feusisberg. Nutzungsplan Mst 1:5'000 auf sz.ch (PDF; 13,0 MB).

Freizeit und Erholung

In schneereichen Wintern führt die Finnenloipe Rothenthurm über den Bach.Instandstellung Loipenübergang Chlausenbach auf finnenloipe.ch, abgerufen am 29. September 2022.

Weblinks

WebGIS Kanton Schwyz

Einzelnachweise

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