mini|Jan Nigges (2022)

Jan Nigges (* 2. August 1994 in Koblenz) ist ein deutscher Musiker (Blockflöte, andere Instrumente), der genreübergreifend arbeitet. Nigges ist deutsch-französischer Abstammung.

Werdegang

Nigges hatte bereits im Alter von 14 Jahren professionelle Auftritte als Bühnenmusiker. Er ist Multiinstrumentalist und studierte Musik mit den Hauptfächern Blockflöte, Barockoboe und Traversflöte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Er begann dort im Alter von 14 Jahren mit dem Jungstudium und schloss ebendort sein Studium ab.http://www.buerklinkonzerte.de/wp-content/uploads/2019/02/Jan-Nigges.pdf Zu seinen wichtigsten Lehrern im Bereich der Alten Musik gehörten Michael Schneider, Karsten Erik Ose und Karl Kaiser.

Als Solist und Kammermusiker gastierte Nigges regelmäßig bei Musik-Festivals wie dem Opus Amadeus Oda Müziği Festivali in Istanbul, dem Riga Early Music Centre in Lettland, dem Festival d’Ambronay in Frankreich, dem Centro Musica Antica in Italien, dem Narodowe Forum Muzyki (NFM) in Polen, der Stiftung Mozarteum in Österreich, dem Südtirol Festival Meran, dem Vesperali Festival Lugano im Tessin und dem MA Festival Brügge in Belgien, dem Rheingau Musik Festival, den Thüringer Bachwochen, dem Mozartfest Würzburg, den Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, den Neuburger Barockkonzerten, den Weilburger Schlosskonzerten und den Händel-Festspiele Göttingen.

2016 erschien eine CD-Produktion mit Nigges, in der er die Brandenburgische Konzerte von Johann Sebastian Bach mit dem Neumeyer Consort einspielte. 2018 erschien das Album „Caught in Italian Virtuosity“ mit dem Quartett 4 Times Baroque beim Label Deutsche Harmonia Mundi. Das Album wurde mit dem Opus Klassik in der Kategorie „Nachwuchskünstler des Jahres 2018“ live im ZDF mit dem Moderator Thomas Gottschalk ausgezeichnet (das Quartett löste sich 2020 auf).

Der SWR nannte Nigges 2019 „Shootingstar auf seinem Instrument“. 2020 veröffentlichte er mit der Sopranistin Sibylla Elsing das Album „Flaute e Voce“, das u. a. drei Mal für den Opus Klassik Preis nominiert wurde. Seit 2018 war er u. a. Gast in Fernsehformaten von ZDF, ARTE, 3sat und dem Sender Türkiye Radyo ve Televizyon Kurumu in der Türkei. Er ist ebenfalls mit Radiobeiträgen beim SWR und HR zu hören.

2022 trat er in seinem Crossover-Projekt „Baroque My Way“ als Jazzsänger und Jazzblockflötist zusammen mit seinem Ensemble Baroque Avenue und Jazzgrößen wie Christoph Spendel und Thomas Heidepriem auf.

Seit 2013 initiierte Nigges verschiedene Masterclasses für Alte und Klassische Musik an internationalen Musikinstituten. 2015 gründete er das Vox Orchester, mit dem er mehrere Alben und Fernsehmittschnitte u. a. mit dem Tenor Christoph Prégardien in Zusammenarbeit mit dem Radiotelevisione Svizzera produzierte und ebenfalls in Doppelfunktion als Solist fungierte.

Diskografie

2016 – J. S. Bach, Brandenburgische Konzerte, Neumeyer Consort, Label: Christophorus Records 2018 – Caught in Italian Virtuosity, 4 Times Baroque, Label: Deutsche Harmonia Mundi, Sony Music Entertainment 2018 – Best of Klassik 2018, Label: Sony Music Entertainment 2018 – Bach Telemann Cantatas for Baritone, Vox Orchester, Label: Deutsche Harmonia Mundi, Sony Music Entertainment 2019 – Purcell Locke Orchestral Works, Vox Orchester, Label: Deutsche Harmonia Mundi, Sony Music Entertainment 2020 – Flauto e Voce, Baroque Avenue, Label: Deutsche Harmonia Mundi, Sony Music Entertainment

Auszeichnungen

2009 – 1. Bundespreis „Jugend musiziert“ 2013 – Publikumspreis Biagio-Marini Wettbewerb 2017 – Preis der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt am Main 2018 – Moderationspreis FAM Frankfurt am Main 2018 – Opus Klassik „Nachwuchskünstler des Jahres“ bis 2018 – Stipendiat der „Yehudi Menuhin live music now“ Frankfurt am Main

Weblinks

https://www.jannigges.com https://www.musikakademie.tirol/en/author/jannigges/

Einzelnachweise

Kategorie:Blockflötist Kategorie:Barockoboist Kategorie:Multiinstrumentalist (Klassik) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1994 Kategorie:Mann