mini|Georgskirche in Bickelsberg mit dem Naturdenkmal "Kastanie an der Kirche" Die Georgskirche in Bickelsberg, einem Stadtteil von Rosenfeld im baden-württembergischen Zollernalbkreis, ist eine denkmalgeschützte evangelische Pfarrkirche, die im Jahre 1746 im Stil des Bauernbarock erbaut wurde. Sie gehört zur Verbundkirchengemeinde Bickelsberg-Brittheim im Kirchenbezirk Balingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Geschichte und Architektur Kirchlich gehörte Bickelsberg zunächst zu Leidringen. Eine Kapelle St. Georg wurde 1322 erwähnt. Sie wurde 1505 zur eigenen Pfarrei erhoben. 1534 wurde die Reformation eingeführt. Die heutige Kirche wurde 1746 erbaut, der Turm ist aber älter: er weist noch romanische Elemente auf. Das Kirchenschiff wurde als Saalkirche und PredigtkircheUlrich Zimmermann: Die Predigtkirche und die Querkirche. Protestantischer Kirchenbau in Württemberg. Eine Studie zur Geschichte und Theologie des Kirchenraums und zur Entstehung zweier Kirchenbautypen. Ubstadt 2025, S. 252, 272 – ISBN 978-3-95505-592-9 mit seiner Dreiseiten-Empore im Stil des Bauernbarock im Jahr 1746 erbaut und ist bis heute weitgehend unverändert erhalten. Die Kirche wurde mit 500 Sitzplätzen damals vergleichsweise groß dimensioniert. Sie sollte perspektivisch auch der Brittheimer Gemeinde Platz bieten. In den 1950er Jahren erfolgte eine Generalsanierung. Zu dieser Zeit wurde auch das Gefallenendenkmal im Kirchenschiff angebracht. Eine weitere Sanierung durch Architekt Werner Jetter erfolgte im Jahr 2006.Ulrich Gräf, Rudolf Pfisterer: Bauen und Gestalten in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Stuttgart 2008, S. 9.

Im Sommer 2022 wurde das Gebäude wegen plötzlich aufgetretener Mauerwerksschäden vorübergehend geschlossen.

Ausstattung Spätgotischer Taufstein, wohl aus der Vorgängerkirche von 1505 Kanzel aus dem Jahr 1751 mit Darstellung der vier Evangelisten und Martin Luthers Dreiseiten-Empore mit Bauernbarock-Malerei an Emporenbrüstung und in den Deckenfeldern Orgelprospekt aus dem 18. Jahrhundert Glasgemälde: Der ansonsten unbekannte Glasmaler Gustav Th. Dürr schuf 1914 acht Scheiben als Einlagen in zwei Kathedralglas-Fenster mit den traditionellen Christus-Symbolen: Pelikan, Adler, Christusmonogramm, Kelch, Lamm, Kreuz, je ein Christus- und Engelskopf. Gefallenendenkmal links auf der Stirnwand neben der Kanzel mit einer Gedenktafel und darüber einem Sgraffito des Erzengels Michael von 1956. Es wurde vom Gründer der Bernsteinschule, Paul Kälberer, geschaffen (Signatur auf dem Drachenflügel).

Glocken Im Turm der Georgskirche hängen zwei Glocken, deren Töne zusammen eine große Terz bilden.

Nr.  Name  Ø(mm) Masse(kg) Nominal(HT-1/16) Gussjahr  Glockengießer  1 Große Glocke b1 –1/8 1949 Kurtz, Stuttgart 2 Kleine Glocke d1 ±0 1896 Kurtz, Stuttgart

Literatur

Einzelnachweise

Weblinks

360°-Panoramaufnahme des Innenraums bei Google StreetView

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