Watty Piper ist ein Sammelpseudonym des US-amerikanischen Verlagshauses Platt & Munk. Am bekanntesten ist die Verwendung von Watty Piper als Autor für den Kinderbuchklassiker Die kleine blaue Lokomotive (englischer Originaltitel The Little Engine That Could).
Personen Das Pseudonym Watty Piper wurde von Anfang der 1920er Jahre bis 1978 von folgenden Personen verwendet:
Arnold Munk (1888–1957), Autor und Herausgeber, Miteigentümer von Platt & Munk Lois Lenski, (1893–1974), Autorin und Illustratorin Mabel C. Bragg (1870–1945), veröffentlichte 1916 in einer Kinderzeitschrift The Pony Engine, eine Vorgängerversion von Die kleine blaue Lokomotive George (1890–1961) und Doris Hauman (1898–1984), Illustratoren-Ehepaar, illustrierten die 1954er-Ausgabe von Die kleine blaue Lokomotive Eulalie Minfred Banks (1895–1999), Illustrator Helen Bannerman (1862–1946), Kinderbuchautorin
Werke Platt & Munk verwendete das Pseudonym Watty Piper in erster Linie für Veröffentlichungen von Nacherzählungen von Sagen und Märchen, Tiergeschichten, Sammlungen von Kinderreimen und vereinfachten Versionen von Klassikern wie beispielsweise Pinocchio. Folgende weitere (ausgewählte) Werke wurden unter dem Pseudonym publiziert:
Never Grow Old Reihe, 1920er Jahre Die kleine Blaue Lokomotive, 1930, Illustrationen von Lois Lenski Vereinfachte Version von Carlo Collodis Pinocchio, 1940 The Gateway to Storyland, 1925 Fairy Tales That Never Grow Old, 1927 The Rooster, the Mouse, and the Little Red Hen, 1928 Little Folks of Other Lands, 1929 Folk Tales Children Love, 1934 The Three Little Pigs, 1945 Die kleine blaue Lokomotive, 1954, leicht adaptierter Text und Illustrationen von George und Doris Hauman Animal Stories, 1954 Vereinfachte Version von Helen Bannermans Little Black Sambo, 1972 Mother Goose, a Treasury of Best Loved Rhymes, 1972 Die kleine blaue Lokomotive, 1976, Illustrationen von Ruth Sanderson Watty Piper's Trucks, 1978
Unsicherheit bei Nachweisbarkeit 1978 wurde Platt & Munk zu einer Abteilung von Grosset and Dunlap. Während des Umzugs von den früheren Büros in die neuen Räumlichkeiten gingen die Unterlagen der Kinderbuchabteilung von Platt & Munk verloren, so dass nicht hundertprozentig nachweisbar ist, welche Autoren, Illustratoren und Redakteure tatsächlich für die dem Pseudonym Watty Piper zugeschriebenen Werke verantwortlich waren.
Einzelnachweise
Kategorie:Sammelpseudonym Kategorie:Literatur (Englisch) Kategorie:Literatur (Vereinigte Staaten) Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)