Nina Gurol (* 1997 in Leverkusen) ist eine deutsche Pianistin und Konzertkuratorin.

Leben Bereits früh entwickelte Nina Gurol eine besondere Affinität zur zeitgenössischen Musik. Sie erhielt ihren ersten Klavierunterricht mit sechs Jahren an der Musikschule in Leverkusen. Ausgebildet durch Gesa Lücker an der HfMT Köln und geprägt durch Impulse von Tamara Stefanovich, Pierre-Laurent Aimard und Maria João Pires verbindet sie in ihrem Spiel intellektuelle Schärfe mit pianistischer Feinfühligkeit.

In langjähriger Zusammenarbeit mit dem Komponisten York Höller (Schüler von Pierre Boulez und B.A.Zimmermann) brachte sie zahlreiche Werke zur Uraufführung und kuratiert ihre Programme seither in einem Zusammenspiel von klassischem bis zeitgenössischem Repertoire. Das Werk „Signe ascendant“ widmete York Höller ihr selbst. Solistische und kammermusikalische Engagements führten Nina Gurol in renommierte Häuser wie die Kölner Philharmonie, in das Mariinsky Theater St. Petersburg oder das Guotai Arts Center Chongqing, sowie zu Festivals wie dem Beethovenfest Bonn, dem Klavierfestival Ruhr oder dem ACHT Brücken Festival für Neue Musik. Sie gewann 2022 den internationalen „HUGO“ für innovative Konzertformate und war Finalistin des Berlin Prize for Young Artists. Live-Konzertmitschnitte wurden unter anderem durch den WDR, Bayerischen Rundfunk und Deutschlandfunk veröffentlicht.

Neben ihrer Leidenschaft für die zeitgenössische Musik befasst sich Nina Gurol intensiv mit der Verflechtung von Musik, Tod und Trauer und kuratierte in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an solistischen und kammermusikalischen Konzertformaten zu diesem Themenkomplex. Als Künstlerin der TONALiSTEN arbeitet sie regelmäßig mit Jugendlichen zusammen, um zu erforschen, wie Musik mit sozialen und existenziellen Fragen des Lebens verknüpft ist.

Weblinks Nina Gurol, TONALiSTEN Agentur

Einzelnachweise

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