Alberto Giacalone (* 14. März 1891 in ItalienAlberto Giacalone in den Akten der Reichskulturkammer; † 18. Juni 1980 in Rom) war ein italienischer Filmverleiher und Filmproduzent. Er war insbesondere im Deutschland der 1930er Jahre tätig.

Leben und Wirken Über Giacalones Herkunft ist wenig bekannt. Er hatte ein Hochschulstudium mit einem Doktorgrad abgeschlossenGlenzdorfs Internationales Film-Lexikon, Erster Band, Bad Münder 1960, S. 498 und in den 1920er Jahren in Wiens Westbahnstraße 8 mit Grego & Giacalone eine eigene Filmvertriebsfirma besessen, die sich auf den Verleih überwiegend italienischer Filme in Mitteleuropa spezialisierte, ehe er als Filmproduzent zu arbeiten begann. Mit Anbruch der Tonfilmzeit produzierte Giacalone mit seiner Berliner Firmengründung Itala-Film GmbH überwiegend in Deutschland, beginnend mit einem Alpendrama des Südtirolers Luis Trenker (Der Sohn der weißen Berge).

Der Erfolg veranlasste ihn, den eingeschlagenen Weg fortzuschreiten. In dem kommenden Jahrzehnt bis Ausbruch des Zweiten Weltkriegs stellte Giacalone vor allem Leichtgewichtiges her, Komödien und Lustspiele wie Der Storch streikt, Fräulein – falsch verbunden sowie …und wer küßt mich?, seltener Melodramen, in Nazideutschland aber vor allem rührselige Gesangsfilme mit Italiens Opernstar Beniamino Gigli in der Hauptrolle. Einige dieser Filme entstanden in römischen Ateliers und wurden demzufolge auch in italienischer Sprachversion hergestellt. Im Jahre 1938 gründete Giacalone in Rom eine weitere Filmgesellschaft, die S. A. Teveri-Film, im Mai des folgenden Jahres erhielt er von Adolf Hitler das Verdienstkreuz des Ordens des Deutschen Adlers für seine Verdienste um die Kooperation im deutsch-italienischen Filmsektor. Nach dem Krieg setzte Giacalone seine Produktionstätigkeit fort, jedoch ohne größere Spuren zu hinterlassen.

Filmografie 1930: Der Sohn der weißen Berge 1930: Fra Diavolo 1931: Der Storch streikt 1932: Fräulein – falsch verbunden 1932: Paprika 1933: …und wer küßt mich? 1933: Das Lied der Sonne 1933: Das Blumenmädchen vom Grand-Hotel 1934: Abenteuer eines jungen Herrn in Polen 1935: Vergiß mein nicht 1935: Nacht der Verwandlung 1936: Der Favorit der Kaiserin 1936: Ave Maria 1937: Der Mann, der nicht ‚nein‘ sagen kann 1938: Solo per te (italienische Fassung von Mutterlied) 1938: Dir gehört mein Herz 1938: Unsere kleine Frau 1939: Der singende Tor 1939: La casa lontana (italienische Fassung von Der singende Tor) 1940: Traummusik 1941: Mutter (Mamma) 1941: Tragödie einer Liebe (Vertigine) 1942: Drei tolle Mädels 1947: Bajazzo (I Pagliacci) 1950: Ich war eine Sünderin (Ho sognato il paradiso) 1955: La rivale 1958: Vergiß mein nicht (Vento di primavera) 1967: Mister zehn Prozent – Miezen und Moneten (Sigpress contra Scotland Yard)

Weblinks

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Einzelnachweise

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