mini|Herbert Willi (© Peter Andersen, 2015). Herbert Willi (* 7. Jänner 1956 in Bludenz, Vorarlberg) ist ein freischaffender österreichischer Komponist.Biografie Herbert Willi. In: Musikdatenbank von mica – music austria, Aktualisierungsdatum: 25. Oktober 2023; abgerufen am 2. Juli 2024.
Leben Nach seiner Matura studierte Herbert Willi Schulmusik und Theologie an der Universität Innsbruck (Magister der Philosophie). Zeitgleich studierte er Fagott und Klavier am Innsbrucker Konservatorium. Ab 1983 lernte er bei Helmut Eder am Mozarteum in Salzburg (Kompositionsdiplom und Magister artium), danach bei Boguslaw Schaeffer.
Herbert Willi über seine Arbeit:
Er unterrichtete für einige Jahre Musik am Gymnasium Bludenz. Der Komponist lebt und arbeitet freischaffend in St. Anton im Montafon.
Werk Herbert Willis Werk umfasst eine Oper, Orchesterwerke, Kammermusik für verschiedene Besetzungen sowie Solistenwerke. Bei dem Label WERGO ist eine Retrospektive mit den Orchesterwerken „Eirene“, „Räume“, „Rondino“ nach der Oper „Schlafes Bruder“, „geraume Zeit“ und „Begegnung“ erschienen. Ebenso wurde von dem japanischen Label Camerata Tokyo eine CD mit Herbert Willis Kammermusik der Jahre 1984 bis 2005 veröffentlicht.
Die Salzburger Festspiele und das Cleveland Orchestra gaben 1991 das „Konzert für Orchester“ in Auftrag, Christoph von Dohnányi dirigierte die Uraufführung. 1994/1995 gab das Opernhaus Zürich die Oper Schlafes Bruder zum Jubiläum „1000 Jahre Österreich“ in Auftrag (Libretto von Robert Schneider, Uraufführung 1996). Als Auftragswerk für die Wiener Philharmoniker schrieb Willi 1997/98 anlässlich „150 Jahre Wiener Philharmoniker“ die „Begegnung für Orchester“.
Im Jahr 2007 hat Willi den „Zyklus Montafon“, der die Werke „Eirene“ (Konzert für Trompete und Orchester), „… geraume Zeit …“ (Konzert für Flöte, Oboe und Orchester), „ego eimi“ (Konzert für Klarinette und Orchester) und „Äon“ (Konzert für Horn und Orchester) umfasst, abgeschlossen.Midou Grossmann: Herbert Willis „Montafon-Zyklus“ auf luftiger Höhe? Autoren-Blog klassik.com; abgerufen am 2. Juli 2024. Im März 2008 kam die Neufassung der Oper Schlafes Bruder am Stadttheater Klagenfurt zur Uraufführung.
Am 1. November 2012 kam im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins das Konzert für Violine und Orchester „Sacrosanto“ zur Uraufführung durch Nikolaj Znaider (Auftragswerk der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien anlässlich der Feierlichkeiten „200 Jahre Gesellschaft der Musikfreunde Wien“).
Aufführungen seiner Werke erfolgten in New York (Carnegie Hall), Tokio (Suntory Hall, Sumida Triphony Hall), London (Royal Albert Hall), Wien (Musikverein, Konzerthaus), bei den Salzburger Festspielen (Großes Festspielhaus, Felsenreitschule) und in der Berliner Philharmonie. Interpreten sind unter anderem internationale Orchester wie die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, Cleveland Orchestra, Philadelphia Orchestra, Pittsburgh Symphony Orchestra und das New Japan Philharmonic unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Christoph von Dohnányi, Gustavo Dudamel, Manfred Honeck, Riccardo Muti, Kirill Petrenko und Seiji Ozawa.
Bühnenwerke Schlafes Bruder, Oper in einem Prolog, acht Szenen und einem Epilog (2006)Werkeverzeichnis Herbert Willi. In: Musikdatenbank von mica – music austria, Aktualisierungsdatum: 25. Oktober 2023; abgerufen am 2. Juli 2024.
Orchesterwerke Der Froschmäusekrieg, (UA 1989) nach dem gleichnamigen Epos Für 16, Kleines Kammerkonzert (1990) Konzert für Orchester (1991/92) Flötenkonzert (1993) Begegnung (1997) Rondino (1999/2000) Eirene, Konzert für Trompete und Orchester (2001) … geraume Zeit …, Konzert für Flöte, Oboe und Orchester (2002/03) ego eimi, Konzert für Klarinette und Orchester (2005/06) ABBA-MA (Echo of Peace), für Chor und Orchester – Text nach dem „Vater Unser“ (2011) Sacrosanto, Konzert für Violine und Orchester (2011/12) DSONG für Orchester (2016/2017) DSCHA BI SCHIM (FließendeLiebe), für Streichorchester (2018) GGäonara! (Wachauf!), Für 3 Schlagzeuger solo und Orchester (2019)
Kammermusik Stück für Klarinette solo (1985) Stück für Flöte solo (1985/86) Trio für Violine, Horn und Klavier (1992) Kairos im Kronos 1756/1956 für Violone, Viola und Violoncello (2005) Echo of Eirene, für Trompete in C und B, auch Flügelhorn (2014)
Kompositionen Quintett für Blechbläser (1984) Streichquartett (1986) Klavierstück XI (1987) Stück für Flöte und Klavier (1987) Aurora-Giove für Orchester (1988) Il Combattimento di Cecco e la sua Compagnia per Violoncello ed Orchestra d’archi (1988) Intrada für 12 Blechbläser (1989)
Auszeichnungen 1985, 1986, 1989: Österreichisches Staatsstipendium für Komponisten 1987: Preisträger beim Streichquartettwettbewerb der Wiener Konzerthausgesellschaft (sein „Streichquartett 1986“ wurde dabei durch das Arditti Quartett uraufgeführt) 1989: Erste-Bank-KompositionspreisErste Bank Kompositionspreisträgerinnen und -preisträger seit 1989. sponsoring.erstebank.at; abgerufen am 2. Juli 2024. 1990: Rolf-Liebermann-Stipendium für Opernkompositionen 1991: Förderpreis der Ernst-von-Siemens-StiftungArchiv der Ernst von Siemens Musikstiftung; abgerufen am 2. Juli 2024. 1997: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1998: Großes Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg 1992: „Composer in Residence“ bei den Salzburger Festspielen 1996–1998: „Composer in Residence“ und bei der Camerata Academia 2002/2003: „Composer in Residence“ der Gesellschaft der Musikfreunde des Wiener Musikvereins und des Wiener Concert-Vereins 2007: „Composer in Residence“ beim Pacific Music Festival in Sapporo 2008: „Composer in Residence“, bei der International Summer Music Academy & Festival in Kusatsu
Weblinks
Michael Kreihsl: „Klavier im Stau“, TV-Porträt Herbert Willi. IMDb. Kurzbiografie, Chronologie, Fotogalerie, aktuelle Aufführungen, Neuigkeiten zur Person, Werke, Hörbeispiele, Diskografie. Schott Music. Homepage Herbert Willi Society Herbert Willi Society International. YouTube; abgerufen am 20. März 2021.
Einzelnachweise
Kategorie:Komponist (Österreich) Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert) Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst Kategorie:Träger des Großen Verdienstzeichens des Landes Vorarlberg Kategorie:Person (St. Anton im Montafon) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1956 Kategorie:Mann