mini|Brigitte Catillon, 2017 Brigitte Catillon (* 20. Juli 1951) ist eine französische Theater- und Filmschauspielerin.

Leben Brigitte Catillon steht seit ihrer Kindheit auf der Theaterbühne. Eine ihrer ersten Rollen hatte sie im Alter von fünf Jahren in Les Enfants gâtés von Félicité de Genlis in einer Bearbeitung und Inszenierung von Caroline Huppert. 1983 spielte sie im Théâtre Édouard-VII. in Fräulein Julie von August Strindberg und in einer Inszenierung von Andreas Voutsinas die Rolle der Christine an der Seite von Fanny Ardant und Niels Arestrup.Mademoiselle Julie, spectacle, data.bnf.fr, abgerufen am 20. September 2022 1989 inszenierte Roger Planchon die Tragödie Andromaque von Jean Racine, in der sie die Cleone spielte. 1998 hatte sie am Théâtre National de Chaillot die Rolle der Gräfin Geschwitz in Lulu unter der Regie von Hans Peter Cloos.Performance: Lulu, mise en scène Hans Peter Cloos, data.bnf.fr, abgerufen am 20. September 2022 1999 inszenierte André Wilms das Stück Pulsion von Franz Xaver Kroetz mit Brigitte Catillon als Mitzi.Pulsion, notice bibliographique, BnF, catalogue général, abgerufen am 20. September 2022 In Christophe Honorés Stück Nouveau Roman, das 2012 in Avignon unter der Leitung des Autors aufgeführt wurde, spielte sie den Schriftsteller Michel Butor, einen der Exponenten des Nouveau Roman. 2018 übernahm sie die Hauptrolle in Les eaux et les forêts, einem Stück von Marguerite Duras, inszeniert von Michel Didym, das nach der Premiere am Théâtre contemporain in Paris in Frankreich auf Tournee ging. 2019 spielte sie, zum zweiten Mal nach 1989/90, die Rolle der Arsinoe in Molières Menschenfeind. Die Rolle des Alceste, die 1989 am Théâtre de la Renaissance von Niels Arestrup verkörpert worden, übernahm am Pariser Comedia Théâtre libre 2019 Lambert Wilson, Regie Peter Stein.Le Misanthrope de Molière, mise en scène de Peter Stein, abgerufen am 19. September 2022 Außerdem hat sie regelmäßig in weiteren Inszenierungen von Theaterklassikern und Stücken zeitgenössischer Autoren in Frankreich auf der Bühne gestanden, zuletzt 2022 zusammen mit Gaspard Proust in der Komödie Demain la revanche von Sébastien Thiéry, Regie Ladislas Chollat, im Théâtre Antoine.Demain la revanche, avec Gaspard Proust, Au balcon, abgerufen am 20. September 2022

Ihre Filmkarriere startete Brigitte Catillon ebenfalls im Alter von fünf Jahren. Nach dem Film Haro (1976) von Gilles Béhat spielte sie bis in die späten 1980er Jahre Kinderrollen, so in Verwöhnte Kinder von Bertrand Tavernier (1977) oder in Ariane Mnouchkines Molière (1978). Catillon hat an mehr als 70 Produktionen für das französische Kino und Fernsehen mitgewirkt.

Filmografie (Auswahl)

1976: Haro 1977: Verwöhnte Kinder (Des enfants gâtés) 1978: Molière 1987: Die Vorleserin (La Lectrice) 1992: Ein Herz im Winter (Un cœur en hiver) 1993: Das Hochzeitsboot (Le Bateau de mariage) 1997: Artemisia 2000: Chabrols süßes Gift (Merci pour le chocolat) 2000: Lust auf Anderes (Le Goût des autres) 2001: Schnee von gestern (De l’histoire ancienne) 2002: Laura wirbelt Staub auf (Une femme de ménage) 2004: Zwei ungleiche Schwestern (Les sœurs fâchées) 2006: Kein Sterbenswort (Ne le dis à personne) 2009: Don’t Look Back – Schatten der Vergangenheit (Ne te retourne pas) 2010: Barfuß auf Nacktschnecken (Pieds nus sur les limaces) 2010: Kalte Rache (La Vénitienne) 2013: Maman und ich (Les garçons et Guillaume, à table!) 2014: Die Sprache des Herzens (Marie Heurtin) 2022: Die schwarzen Schmetterlinge (Miniserie, Les papillons noirs) 2022: Demain la revanche

Auszeichnungen 1993: César, Nominierung als beste Darstellerin in einer Nebenrolle in Ein Herz im Winter Academie cinema, abgerufen am 20. September 2022 2007: Molière Award für eine Nebenrolle in dem Stück Eva von Nicolas Bedos 2011: Molière Award für Nono von Sacha Guitry, Regie Michel Fau. 2013: Chevalière de l'ordre des Arts et des LettresNomination dans l'ordre des Arts et des Lettres juillet 2013. Ministre de la culture.

Weblinks

Brigitte Catillon, Theater 1971 - 2019, Les archives du spectacle Brigitte Catillon mediaplay, mediathèques

Einzelnachweise

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