Dietmar Rudolph (* 5. November 1941; † 6. Januar 2022 in Berlin) war ein deutscher Ingenieur der Rundfunktechnik und Hochschullehrer.
Leben Rudolph promovierte 1972 an der Universität Stuttgart mit einer Arbeit zum Thema Ein Beitrag zur Theorie von Verzerrungs- und Rauschklirrmessverfahren. Von 1972 bis 1996 lehrte er an der Fachhochschule der Deutschen Bundespost Berlin, die später in die Deutsche Telekom überging. Von 1996 bis 2003 war er für die Deutsche Telekom Media Broadcast tätig. Von 2003 bis zu seiner Emeritierung 2007 war Rudolph Professor an der Berliner Hochschule für Technik.
Lehre Rudolph lehrte auf folgenden Gebieten: Signale und Systeme, Digitale Funksysteme, Digitale Signalverarbeitung, Übertragungstechnik, Regelungstechnik, Operationsverstärkertechnik.
Erfindungen mini|hochkant|Grabstätte auf dem Friedhof Zehlendorf Während seiner Tätigkeit für die Telekom meldete Rudolph in den Jahren 1996 bis 2002 mehrere Patente zu Verfahren zum Betrieb von Mittelwellensendern an, insbesondere zur Übertragung digitaler Aussendungen und zur Vermeidung von Störabstrahlungen bei digitalen Aussendungen.
Ein weiteres, im Jahre 1996 angemeldetes Patent beschreibt die Möglichkeit der Bereitstellung eines Rückkanals, beispielsweise für interaktives Fernsehen.
Forschungsinteressen und Engagement Rudolphs Interessen lagen auf den Gebieten Digitale Übertragung in den Lang-, Mittel- und Kurzwellenbereichen (Digital Radio Mondiale), Envelope-Elimination-and-Restauration-(EER)-Sendertechnik, Rundfunktechnik und Radiotechnik.
Rudolph engagierte sich für die Verbreitung des Wissens auf dem Gebiet der Rundfunktechnik. Er publizierte in den Unterrichtsblättern der Deutschen Bundespost und in der daraus hervorgegangenen Fachzeitschrift WissenHeute. Einige Publikationen von ihm finden sich auch in IEEE Transactions on Microwave Theory and Techniques (IEEE MTT). Alle seine Vorlesungsskripte mit Übungen und Klausuren stellte er auf seiner Webseite der Allgemeinheit zur Verfügung. In verschiedenen Internetforen zum Thema Rundfunktechnik stellte er sein fachliches Wissen und Können freigiebig zur Verfügung und wurde dafür von den Mit-Foristen sehr geschätzt.
Familie Rudolph war verheiratet und hatte Kinder und Enkel. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof Zehlendorf.
Veröffentlichungen (Auswahl) Ein Beitrag zur Theorie von Verzerrungs- und Rauschklirrmessverfahren. Dissertation, Universität Stuttgart, 1972.
Unterrichtsblätter der Deutschen Bundespost / WissenHeute Zeitfunktionen, Spektren, Frequenz, 2001 Spektren periodischer Zeitfunktionen, 2002 Fourier-Transformation, 2002–2008 EER-Technik im Handy, 2002 Digitale und analoge Modulations-Verfahren, 2003 FM-Demodulation, 2004 DRM120 Machbarkeitsstudie, 2006 Digitalisierung des UKW Rundfunks Teil 1, 2008
IEEE MTT Out-of-Band Emissions of Digital Transmissions Using Kahn EER Technique, 2002 Kahn EER Technique with Single-Carrier Digital Modulations, 2003
Weblinks
Einzelnachweise Prof. Dr.-Ing. Dietmar Rudolph auf trauer.tagesspiegel.de, abgerufen am 19. September 2022 (PDF; 24,8 kB). auf diru-beze.de, abgerufen am 19. September 2022. Dietmar Rudolph verstorben auf saba-forum.dl2jas.com, abgerufen am 19. September 2022. Dietmar Rudolph ist am 6. Januar 2022 verstorben auf radiomuseum.org, abgerufen am 19. September 2022. Ein Beitrag zur Theorie von Verzerrungsmessverfahren und Rauschklirrmessverfahren auf Researchgate, abgerufen am 19. September 2022.
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