Der Österreichische Juristentag (ÖJT) ist eine österreichische Vereinigung von Juristen. Sie versteht sich als eine „gesamtösterreichische, berufsübergreifende, sich der Rechtsfortbildung widmende juristische Vereinigung hervorragender Vertreter der jeweiligen österreichischen Juristengeneration aus Theorie und Praxis“. Der ÖJT hat in etwa 800 Mitglieder (Stand 2020).

Geschichte und Ziele Der ÖJT wurde 1959 gegründet und konstituierte sich am 22. September 1959 in Wien. Seine Präsidenten waren: 1959–1966: Wilhelm Malaniuk 1966–1969: Hans Schima 1969–1983: Fritz Schwind 1983–1992: Karl Kohlegger 1993–2003: Gerhard Benn-Ibler 2003–2015: Nikolaus Michalek 2015–2022: Christoph Grabenwarter seit 2022: Marcella Prunbauer-Glaser

Ziel war und ist, die wichtigen Rechtsfragen der Zeit rechtspolitisch und rechtsdogmatisch zu diskutieren und fernab von Parteipolitik und einseitiger Interessenvertretung sachgerechte Lösungen vorzuschlagen. Um das Ziel des Österreichischen Juristentages zu erreichen, werden alle drei Jahre Tagungen in verschiedenen Orten Österreichs abgehalten. Zu besonders aktuellen Themen werden auch Sonderjuristentage und Vortragsveranstaltungen organisiert. Der ÖJT unterhält seit Beginn seiner Tätigkeit eine eigene Schriftenreihe, die in Kooperation mit dem Verlag Manz publiziert wird und bereits mehr als 130 Bände umfasst.

Der Österreichische Juristentag zählt zu den wichtigsten rechtswissenschaftlichen Foren in Österreich. Die Ergebnisse seiner Arbeit fließen regelmäßig in rechtspolitische Debatten ein und haben Einfluss auf Gesetzgebung und Rechtsprechung; so werden seine Gutachten regelmäßig in der höchstgerichtlichen Rechtsprechung zitiert. Es gilt unter Juristen als große akademische Ehre, vor diesem Forum zu seinem Fachbereich in Form eines Gutachtens Stellung nehmen zu dürfen.

Bisherige Juristentage (Quelle: Österreichischer Juristentag) 1961: Wien 1964: Wien 1967: Wien 1970: Wien 1973: Wien 1976: Innsbruck 1979: Salzburg 1982: Graz 1985: Wien 1988: Wien 1991: Linz 1994: Wien 1997: Salzburg 2000: Wien 2003: Innsbruck 2006: Graz 2009: Wien 2012: Linz 2015: Wien 2018: Salzburg 2022: Wien 2025: Innsbruck

Ehrenmitglieder Zu Ehrenmitgliedern des Vereins wurden ernannt (in alphabetischer Reihenfolge):

Walter Antoniolli, Gerhard Benn-Ibler, Christian Broda, Karl Kohlegger, Franz Matscher, Nikolaus Michalek, Herbert Loebenstein, Hans Schima, Erich Schinnerer, Fritz Schwind, Hellmuth Slaik, Josef Stangelberger, Alfred Verdroß und Walter Wilburg

Weblinks Website Satzung (20. Mai 2018, PDF)

Einzelnachweise

Kategorie:Veranstaltung in Österreich Kategorie:Recht (Österreich) Kategorie:Vereinsgründung 1959 Kategorie:Erstveranstaltung 1961 Kategorie:Verein (Wien)