Andres Liesch (* 28. September 1927 in Chur; † 6. Februar 1990 in Zürich) war ein Schweizer Architekt, der vor allem durch seine Bauten im Kanton Graubünden bekannt wurde. mini|Reformierte Kirche Passugg-Araschgen
Werdegang Andres Liesch studierte neben Richard Brosi, Hans-Peter Menn, Monica Brügger und Thomas Domenig an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Er heiratete die Künstlerin Madlaina Demarmels. Andres Liesch hatte ein Architekturbüro mit Sitz in Zürich und Chur.
Er zählt neben Thomas Domenig, Max Kasper, Monica Brügger, Richard Brosi,Hans-Peter Menn und Robert Obrist zu den Vertretern der Nachkriegsmoderne im Kanton Graubünden. Liesch war befreundet mit dem Zürcher Architektenpaar Esther und Rudolf Guyer.
Bauwerke 1958–1960: Schulhaus, Filisur 1959–1961, 1976–1978, 1988–1989: Försterschule, Maienfeld (saniert und erweitert von Rudolf Fontana) 1962–1963: Wohnhaus Dr. Hofmann, Uitikon 1962–1964: Bündner Lehrerseminar, Chur (2014 saniert von Pablo Horváth) 1963: 2. Preis Bündner Kantonsschule, Chur 1963–1964: Schulhaus, Wiesen 1965–1966: Schulhaus, Vals 1966–1967: Geschäftshaus Bündner Tagblatt, Chur, mit Monica Brügger (verändert) 1966–1969: Gewerbeschule Chur 1965–1970: Restaurierung Regulakirche, Chur 1981, 1988–1992: Restaurierung Martinskirche, Chur 1970: Schulhaus, Pontresina 1971–1972: Wohnhaus Liesch, Bergstrasse 52, Doldertal-Zürich 1971–1972: Reformierte Kirche Passugg-Araschgen 1973: Wohnhaus, Zürich 1973–1976: Interkantonale Försterschule, Maienfeld (erweitert und saniert von Rudolf Fontana) 1974–1976: Flabschiessplatz, S-chanf 1971–1978: Umbau der Kaserne und des Waffenplatzes, Chur 1976–1978: Sportanlage, Sand, Chur 1976–1978: Restaurierung des Schlosses in Reichenau GR 1976–1981: Wohnhaus am Arcas, Chur 1977–1983: Kommandogebäude des Waffenplatzes, Chur 1981–1983: Schulhaus und Mehrzweckhalle, Lenzerheide 1982–1983: Oberstufenschulhaus, Trimmis 1982–1986: Turn- und Sportanlage der Gewerbeschule Chur 1983–1986: Restaurierung Pauluskirche, Zürich, mit Martin Risch und August Arter 1989–1992: Altersheim Schwamendingen, Zürich 1989–1993: Bahnhof Thusis Schulhaus, Savognin
Ehrungen und Preise 2019: im Rahmen der Kampagne «52 beste Bauten – Baukultur Graubünden 1950–2000» erkor der Bündner Heimatschutz die von Andreas Liesch entworfene Gewerbeschule und das Bündner Lehrerseminar Cleric in Chur als je eines der besten Bündner Bauwerke
Zitat «Architektur ist: Substanz gewinnen durch klare architektonische Aussage. Den Zeitgeist erfassen, ohne den Genius Loci zu verraten.»
Literatur Daniel A. Walser: «Substanz gewinnen durch klare architektonische Aussage. Den Zeitgeist erfassen, ohne den Genius Loci zu verraten.» Andres Liesch (1927–1990), Architekt in Chur und Zürich. In: Bündner Monatsblatt. Nr. 2, 2019, S. 178–199 (Digitalisat in E-Periodica). Daniel A. Walser: Er holte die Moderne nach Graubünden. Zum 30. Todestag von Andres Liesch (1927–1990). In: Südostschweiz. 6. Februar 2020, S. 13. Daniel A. Walser: Ein modernes Gotteshaus für Passugg-Araschgen. Der Bündner Architekt Andres Liesch und die Kirche in Passugg. In: Tra terra e infinito. Architetture alpine per la spiritualità. Arch Apl, Nuova serie / New series n. 11 – 2023, S. 78–83. ArchAlp
Einzelnachweise
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