The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom (jap. , Zeruda no Densetsu: Tiāzu obu za Kingudamu, wörtlich: Die Legende von Zelda: Tränen des Königreichs) ist ein Open-World-Action-Adventure von Nintendo für die Nintendo Switch. Das Spiel erschien am 12. Mai 2023 als Fortsetzung von The Legend of Zelda: Breath of the Wild (2017). Es wurde von Kritikern gelobt und war ein kommerzieller Erfolg, denn bis zum 30. Juni 2025 wurden weltweit circa 21,93 Millionen Exemplare verkauft. Dies macht es zum zweiterfolgreichsten Zelda-Teil und zum neuntmeistverkauften Nintendo-Switch-Titel.

Eine überarbeitete Version für die Nintendo Switch 2 erschien am 5. Juni 2025 unter dem Namen The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom – Nintendo Switch 2 Edition. Zusätzlich erschien für die Android- und iOS-App von Nintendo Switch Online ein Dienst namens Zelda Notes, über den zusätzliche Inhalte und Funktionen für das Spiel bereitgestellt werden sollen.

Handlung Einige Jahre nach der Niederlage der Verheerung Ganon in Breath of the Wild erkunden Link und Prinzessin Zelda ein Gewölbe unter Schloss Hyrule, wobei sie auf Steintafeln der Sonau stoßen, einer antiken und technologisch fortschrittlichen Zivilisation. Es kommt zur Konfrontation mit der wiedererwachten Mumie Ganondorfs, bei der Ganondorf eine giftige Substanz namens Miasma verströmt, die Links rechten Arm schwer verletzt und das Master-Schwert zerstört. Link und Zelda fallen in die Tiefe, während Schloss Hyrule sich in den Himmel erhebt und über ganz Hyrule schwebende Inseln mit alten Ruinen erscheinen. Viele Trümmer stürzen dabei auf die Erde und es tun sich Abgründe in eine riesige Unterwelt auf. Dieses Ereignis wird fortan als „Kataklysmus“ bezeichnet.

Link erwacht auf einer der Himmelsinseln mit dem zerbrochenen Master-Schwert und trifft auf den Geist von Rauru, einem Sonau, der Link gerettet und seinen rechten Arm ersetzt hat. Durch den neuen Arm ist Link in der Lage, magische Kräfte auf sich und seine Umwelt wirken zu lassen (z. B. Waffensynthese und Deckensprung). Raurus Geist hilft Link bei der Navigation durch die Himmelsinseln, wobei das Master-Schwert am Ende verschwindet. Link empfängt auch eine Vision von Zelda, die das Schwert erhält.

Link geht daraufhin mysteriösen Berichten über Zeldas Erscheinen in ganz Hyrule nach. Dabei besiegt Link mit Hilfe von vier Bekannten – Tulin vom Vogelvolk der Orni, Sidon vom Wasservolk der Zora, Riju vom Wüstenvolk der Gerudo und Yunobo vom Bergvolk der Goronen – vier Monster, die alte Sonau-Tempel besetzen. In jedem Tempel findet Link einen Mysterienstein, der die Kräfte seines Trägers vervielfacht. Die Geister alter Weisen erscheinen Link und seinen Gefährten, ernennen Links Gefährten zu neuen Weisen und geben die Mysteriensteine weiter. Nachdem Link mit den Monstern fertig geworden ist, spürt er Zelda im Schloss Hyrule auf. Dort entpuppt sich „Zelda“ als eine täuschend echte Marionette Ganondorfs, bevor sie von Link und seinen Gefährten besiegt wird. Link trifft außerdem auf Mineru, eine uralte Weise der Sonau und Raurus Schwester, die sich der Geistesprojektion bedient, um in der physischen Welt zu bleiben, und baut ihr einen mechanischen Körper.

Durch die Geister der fünf alten Weisen und durch die Drachentränen, die in ganz Hyrule verstreut sind, erfährt Link, dass Zelda mit einem Mysterienstein in die ferne Vergangenheit gereist ist. Dort trifft sie auf Rauru, den ersten König von Hyrule. Sie muss ansehen, wie Ganondorf – damals Anführer der Gerudo – Königin Sonia ermordet, sich ihren Mysterienstein aneignet und sich in den „Dämonenkönig“ verwandelt. Rauru versammelt neben Zelda fünf weitere Weise um sich, die er mit einem Mysterienstein ausstattet, um den Dämonenkönig zu vernichten; doch dieser wehrt ihre Angriffe mühelos ab. Also opfert sich Rauru, um Ganondorf für 10.000 Jahre zu versiegeln. Zelda erhält das zerbrochene Master-Schwert. Um es wiederherzustellen, verwandelt sie sich in einen Drachen, indem sie ihren Mysterienstein in ihren Körper aufnimmt. Vor ihrer Verwandlung beauftragt sie die Weisen, Link in der Zukunft zu helfen. In Gestalt des unsterblichen Weißdrachen überdauert Zelda die 10.000 Jahre. In dieser langen Zeit gelingt es ihr wie geplant, das zerstörte Masterschwert wiederherzustellen.

In der Gegenwart zieht Link das Master-Schwert aus Zeldas Drachengestalt heraus und kehrt zum Gewölbe unter Schloss Hyrule zurück, in dem alles begann. Dort kämpft Link mit Hilfe der Weisen gegen Ganondorfs Monsterarmee, bevor er sich in einen Kampf mit dem Dämonenkönig selbst begibt. Kurz vor seiner Niederlage verzehrt Ganondorf seinen Mysterienstein und verwandelt sich in einen dämonischen Drachen; Zeldas Drachengestalt hilft Link jedoch, Ganondorf zu besiegen. Mit Hilfe der Geister von Rauru und Sonia erhält Zelda ihre menschliche Gestalt zurück und Link seinen rechten Arm.

Einige Zeit später verabschiedet sich Mineru von Link und Zelda, bevor sich ihr Geist verflüchtigt, während die Nachfolger der Weisen schwören, Hyrule auch fortan zu beschützen.

Gameplay-Elemente mini|alt=Das Foto zeigt zwei Link-Cosplayer mit verschiedener Kleidung und Bewaffnung|Gameplay-Elemente: Die Kletterkleidung (links) erlaubt Link, schneller zu klettern; die Synthese (rechts) erlaubt das Kombinieren von zwei Objekten (hier Fischschild und Klammerkröte). Link erhält vor allem zu Beginn mehrere Fähigkeiten und Funktionen, die ihm erlauben, das Abenteuer zu bestreiten. Zu Beginn wird Links rechter Arm von Miasma zerfressen. Infolgedessen erhält Link vom Geiste des Königs Rauru den rechten Arm, der nicht nur den Arm als solches ersetzt, sondern ihn auch im Laufe des Lösens der Schreine auf der vergessenen Himmelsinsel mit Fähigkeiten ausstattet. Die sogenannte Ultra-Hand erlaubt es Link, entferntere Gegenstände zu greifen, zu bewegen, zu drehen und an anderen kompatiblen Gegenständen zu befestigen. Dies erlaubt „Crafting“, etwa von einfachen Booten oder Vorrichtungen, die das Lösen der Rätsel in Schreinen (kleine Dungeons) ermöglichen. Die Ultra-Hand ist ein elementarer Bestandteil des Spiels und ähnelt grob dem Magnetmodul im Vorgänger.Ultrahand. In: Zelda Wiki (Fandom, englisch). Die Synthese (engl. fuse) erlaubt Link, einen weiteren Gegenstand an seine Waffe oder seinen Schild anzubringen, und etwa die Angriffsstärke der Waffe zu erhöhen oder mit neuen Fähigkeiten auszustatten. So kann man an einen Stock einen Stein anbringen, mit dem Brocken oder Felsen zerkleinern und Wege freimachen.Fuse. In: Zelda Wiki (Fandom, englisch). Der Deckensprung (engl. ascend) ermöglicht es Link, eine Decke über ihm zu durchdringen. So kann Link flott aus einer Höhle oder einem Brunnen wieder hervortreten. Die Zeitumkehr befähigt Link, einen sich bewegenden Gegenstand in seiner Bewegung umzukehren. Der Effekt wirkt zeitlich begrenzt, kann aber vorzeitig abgebrochen werden. All diese Effekte sind über Links rechten Arm (L-Taste) ansteuerbar. Die Fähigkeiten sind untereinander kombinierbar, was dem Spieler mehr Möglichkeiten gibt, Probleme und Herausforderungen kreativ zu lösen.

Weitere zentrale Spielelemente sind Sonau-Bauteile,Zonai Devices. In: Zelda Wiki (Fandom, englisch). Batterie und Sonanium. Sonau-Bauteile sind Komponenten, die verschiedene Funktionen erfüllen. Der Ventilator kann etwa an Booten angebracht werden, um dieses zu bewegen. Der Gleiter ist ein Flugelement, auf dem Link steht und dessen Flugrichtung durch Links Position beeinflusst wird. Der Flammenwerfer emittiert Feuer, um Gegner anzugreifen. Das Lenkelement ermöglicht einer Steuerung einer Vorrichtung, die mit den Lenkelement verbunden ist. Alle Sonau-Bauteile werden durch Energie angetrieben. Diese Energie stammt von der Batterie, die Link bei sich trägt. Diese entleert sich mit der Zeit, wenn Sonau-Bauteile genutzt werden. Sie kann wieder gefüllt werden, wenn die Bauteile deaktiviert werden oder Link Sonau-Energiesphären verwendet. Durch das Sammeln von Sonau-Energiekristallen kann die Batterie erweitert werden. Sonanium (engl. Zonaite) ist ein Material, das roh in Höhlen oder anderweitigem Untergrund gefunden werden kann. In Sonanium befindet sich Energie, welche genutzt werden kann, wenn es verarbeitet wird. Genutzt wird das verarbeitete Sonanium unter anderem in Sonau-Energiesphären. Auch das unverarbeitete Sonanium wird für die Bautomatik (engl. autobuild) benötigt. Hierbei kann man verschiedene Teile mit Ultra-Hand verbinden und das fertiggestellte Konstrukt wird automatisch im Verlauf gespeichert. Es gibt auch Bauplan-Steinplatten, welche man entweder durch abgeschlossene Quests bekommt oder im Untergrund findet. Wenn z. B. ein selbstgebautes Flugzeug aus dem Verlauf erneut gebaut werden soll, aber die benötigten Teile nicht in der unmittelbaren Umgebung auffindbar sind, dann wird dem Spieler angeboten, das Flugzeug aus unverarbeitetem Sonanium herzustellen. Je größer das Bauwerk, desto mehr Sonanium wird benötigt. Dies gilt für alle Bauplan-Steinplatten.

Zu Beginn des Spiels benutzt Zelda das sogenannte PurahPad, das Link im Spielverlauf erhält. Es gibt Informationen zu im Spiel getroffenen Hauptcharakteren wieder, nutzt ein Tagebuch als Log, zeigt die Spielerposition (mit X-, Y- und Z-Koordinaten) und geografische Informationen in einer Karte an (dreigeteilt in Himmel, Oberfläche und Untergrund), dient als Kamera und weist ein Handbuch auf. Im Handbuch werden Informationen zu Gegenständen (wie Pilzen, Waffen und mehr), Tieren und Feinden angelegt. Dazu muss man sie in der Regel zuvor fotografieren. Das Gerät wird auch benötigt, um über Kartografietürme die Umgebung zu kartografieren und die Karte zu vervollständigen.

Beim Entdecken der Welt stößt man des Öfteren auf Objekte, die man einsammeln kann. Dies umfasst Essbares wie Pilze, Früchte, Fische, Fleisch, Krabben, Gräser, aber auch Teile von Monstern, nachdem man sie besiegt hat, wie Herzen, Augen, Hörner, Flügel, Zähne und mehr, aber auch Edelsteine. Link kann essbare Gegenstände roh essen. Dies füllt seine Herzen als Lebensenergieanzeige auf. Es ist jedoch auch möglich, verschiedene essbare Elemente mit nicht Essbarem zu kochen, um zusätzliche Funktionen zu erfüllen. So wird Link mit gekochtem Chili resistenter gegen Kälte oder ausdauernder, wenn er gekochte Ausdauerlinge verzehrt. Rezepte findet man beispielsweise in Häusern zur Inspiration. Gekocht werden kann an Kochstellen, die einen Kochtopf und Feuer haben.

Quer in Hyrule verteilt findet man 152 Schreine, die ein Rätsel, einen Kampf, eine andere Herausforderung oder nur einen Weg bereithalten. Manchmal ist es nötig, ein kleines Rätsel zu lösen, um überhaupt den Schrein zu aktivieren. Ist der Schrein gelöst, erhält man ein Segenslicht. Für vier Segenslichter kann man zu einer Statue beten und einen weiteren Herzcontainer oder eine erhöhte Ausdauer erhalten. Link kann sich jederzeit zu einem bereits besuchten Schrein teleportieren.t

Wie im Vorgänger spielen sogenannte Sidequests im Spiel eine große Rolle. Eine der längsten Sidequests besteht im Sammeln von Krog-Samen. Diese erhält man, wenn man kleine meist visuelle Rätsel in der Welt löst, also beispielsweise in einen Ring von Seerosen im Wasser springt oder bestimmte Steine aufhebt. Wenn man eine ausreichende Anzahl an Samen gesammelt hat, kann man Maronus aufsuchen, der einem im Tausch gegen die Samen die Schild-, Waffen- oder Bogentaschen vergrößert, sodass Link mehr Ausrüstung tragen kann. Es gibt insgesamt 1000 Stück, die man sammeln kann; 100 mehr als im Vorgänger.

Entwicklung