In der Liste der Kulturdenkmale in Langenargen sind alle Bau- und Kunstdenkmale der Gemeinde Langenargen verzeichnet, die im „Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale und der zu prüfenden Objekte“Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg - Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale und der zu prüfenden Objekte; Regierungsbezirk Tübingen, Landkreis Bodenseekreis, Gemeinde Langenargen, Stand 2016 des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg verzeichnet sind.
Diese Liste ist nicht rechtsverbindlich. Eine rechtsverbindliche Auskunft ist lediglich auf Anfrage bei der Unteren Denkmalschutzbehörde des Bodenseekreises erhältlich.Diese Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Diese kann über die zuständigen Behörden eingesehen werden. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Bauwerks oder Ensembles in dieser Liste nicht, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Eine verbindliche Auskunft erteilt das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg. Allgemein
Langenargen Sachgesamtheit Bodensee-Gürtelbahn, Teilstrecke Friedrichshafen-Lindau Teilstrecke Friedrichshafen-Lindau, eröffnet am 1. Oktober 1899, Abschnitt Gemeinde Langenargen.
Die Bodensee-Gürtelbahn war eine der letzten großen Hauptbahnstrecken im badischen und württembergischen Liniennetz und repräsentiert den Stand des Eisenbahnbaus zu Ende des 19. Jahrhunderts. Sie wurde nach einem zwischen Bayern, Baden und Württemberg 1897 geschlossenen Staatsvertrag gebaut, um die Orte am Bodensee miteinander zu verbinden. Die Bauten, darunter zum Teil aufwendig gestaltete, architektonisch anspruchsvolle Empfangs- und Stationsgebäude, sind anschaulich überliefert und entsprechen weitgehend noch immer dem Bestand aus der Erbauungszeit um 1900. Die technischen Einrichtungen wie Stellwerke, Signale etc. sind wichtige Zeugnisse der Technik- und besonders der Eisenbahngeschichte an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Darüber hinaus ist die Bahn ein zentrales Dokument der Verkehrsgeschichte, die enorme Bedeutung für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Bodenseeorte hatte. (ID 104225725)
Sachgesamtheit Schloss Montfort Das historistisch-orientalisierende Schloss, ursprünglich Villa Argena genannt, erhebt sich an Stelle einer um 1331–1335 errichteten Burg der Grafen von Montfort, die bis ins 18. Jahrhundert zu den stärksten Festungen am bzw. im Bodensee zählte und sich in der Barockzeit zum Lustschloss der Grafen von Montfort entwickelte. Nach dem Übergang an Württemberg wurde die einst bedeutende Anlage 1811/15 teilweise abgebrochen, die Ruinen schließlich für den Neubau des heutigen Schlosses gänzlich niedergelegt. Nur der Umriss der Schlossinsel erinnert noch an den Verlauf der einstigen Befestigung. Die Villa Argena, begonnen für Wilhelm I. und vollendet für seine Schwiegertochter Königin Olga, wurde seit 1867 durch die Königin-Witwe Pauline als Sommersitz genutzt. Stilistisch ließ Wilhelm I. durch Pfeilsticker einen Bau planen, welcher der persönlichen Vorliebe des Herrschers für den Orient entsprach und damit an sein großes Lustschloss La Wilhelma in Stuttgart-Bad Cannstatt anknüpfte, wobei auch Motive indischer Moghul-Architektur, des Englischen Gothic Revival und der Burgenromantik einflossen. Mit letzterer wie auch der Umbenennung in Montfort wurde in historistischem Sinne an die Vergangenheit des Platzes erinnert. Im Grundriss wurde das Vorbild oberitalienischer Renaissancevillen mit Appartements beidseitig eines Saales aufgegriffen. Sie zeigen Raumausstattungen des späten Klassizismus, der Neurenaissance und Neugotik. Schloss Montfort gehört zu den wichtigsten orientalisierenden Bauschöpfungen in Baden-Württemberg und stellt aufgrund seiner Architektur wie auch seiner künstlerisch hochwertigen Raumgestaltungen ein herausragendes Monument des Historismus und Orientalismus in Süddeutschland dar, das durch einen hohen Überlieferungsgrad besticht, vor allem nach dem weitgehenden Kriegsverlust der Innenräume der Wilhelma und der Villa Berg in Stuttgart. Es belegt darüber hinaus die Bedeutung des Bodensees als Sommerfrische für das württembergische Königshaus. (ID 98797397)
Weitere Kulturdenkmale
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Anmerkungen
Einzelnachweise
! Langenargen Kulturdenkmaler Langenargen