mini|Getrocknete Beeren

Voatsiperifery-Pfeffer (Piper borbonense), auch Bourbon- oder Madagaskar-Pfeffer genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Piper. Er kam ursprünglich möglicherweise nur auf den Maskarenen vor und nicht in Madagaskar.Steven M. Goodman: The New Natural History of Madagascar. Princeton University Press, 2022, ISBN 978-0-691-22262-2, S. 542 ff.H. Razafimandimby, A.-G. Benard, H. Andrianoelisoa et al.: Tsiperifery, the wild pepper from Madagascar, emerging on the international spice market whose exploitation is unchecked: Current knowledge and future prospects. In: Fruits. 72(6), 2017, S. 331–340, doi:10.17660/th2017/72.6.1, online auf researchgate.net.

Beschreibung Piper borbonense wächst als verholzende Kletterpflanze, Liane, viele Meter hoch. Die Sprossachsen sind kahl. Die gestielten Blätter sind wechselständig. Sie sind kahl, ledrig, ganzrandig und spitz bis zugespitzt, eiförmig sowie oft leicht herzförmig.Piper borbonense. Flora Capensis. 1912, bei JSTOR.

Piper borbonense ist zweihäusig diözisch. Es werden kurze und blattgegenständige, vielblütige Ähren gebildet. Die männlichen sind länger und schlanker. Die eingeschlechtlichen Blüten sind ohne Blütenhülle.

Die kleinen, ellipsoiden und steinfruchtartigen Früchte zeichnen sich durch ihre rote Farbe und den typischen, langen „Stielansatz“ aus.

Vorkommen Piper borbonense kommt ursprünglich vor auf Mauritius und Réunion.

Taxonomie Piper borbonense wurde 1843 von Friedrich Anton Wilhelm Miquel in Systema Piperacearum Band 1 Seite 301 als Cubeba borbonensis erstbeschrieben. Die Art wurde 1869 von Anne Casimir Pyramus de Candolle in Prodromus Systematis Naturalis Regni Vegetabilis ... Band 16 Teil 1 Seite 339 als Piper borbonense in die Gattung Piper gestellt. Das Epitheton "borbonense" bedeutet "von der Insel Réunion", die früher "Bourbon" hieß.

Verwendung Die seltenen, getrockneten Früchte werden als Gewürz genutzt und wie Kubeben-Pfeffer verwendet. Die Früchte sind stark aromatisch. Da der Pfeffer aus Wildsammlungen stammt und die Pflanze erst ab 10 bis 20 Meter Höhe Früchte trägt, ist die Jahresernte sehr gering und sein Preis eher hoch. Ähnlich verwendet werden Piper pachyphyllum und Piper heimii aus Madagaskar.

Literatur J. G. Baker: Flora of Mauritius and the Seychelles. Reeve, 1877, S. 295. P. Ravindran: The Encyclopedia of Herbs and Spices. Band 2, CABI, 2017, ISBN 978-1-78639-115-5, S. 1044 ff.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Pfeffergewächse Kategorie:Kletterpflanze Kategorie:Wildfrucht Kategorie:Fruchtgewürz