Birgit Horota-Müller (* 1936 in Frankfurt (Oder); † 2021 in Berlin) war eine deutsche Bildhauerin und Grafikerin.

Leben Birgit Horota besuchte in Frankfurt/Oder die Schule und legte 1955 das Abitur ab. Im Anschluss studierte sie an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee die Fachrichtung Bildhauerei bei Heinrich Drake. 1960 schloss sie das Studium mit Diplom ab und war anschließend als freischaffende Bildhauerin in Berlin tätig. Sie war verheiratet mit dem Bildhauer Stephan Horota.Graphik-Collegium Berlin e.V. Verein zur Förderung von Kunst und Kultur, insbesondere der zeitgenössischen Druckgraphik: Birgit Horota-Müller. Abgerufen am 7. September 2022

1963 trat sie dem Verband Bildender Künstler der DDR bei, Voraussetzung für die freiberufliche Tätigkeit als Künstlerin und unumgänglich für Ausstellungen und staatliche Aufträge, die im Stil des sozialistischen Realismus auszuführen waren.tic Kultur- und Tourismusmarketing Berlin-Pankow: Bildhauerinnen in der DDR - Kunst von Frauen im öffentlichen Raum. Abgerufen am 7. September 2022 So erhielt sie etwa 1973 einen Auftrag des Magistrats von Großberlin über „3 heitere figürliche Kleinplastiken in Bronze“.Bildatlas Kunst in der DDR: S. 599 Abgerufen am 7. September 2022

1983 bis 1996 war sie als Pädagogische Mitarbeiterin im Haus der Kinder in Berlin-Lichtenberg tätig. Sie war Mitglied im Grafikverein Inventor und dem Graphik-Collegium Berlin, zu dessen Gründungsmitgliedern sie 2015 gehörte.

Ab 1998 beschäftigte sie sich intensiver mit Handzeichnungen, Druckgrafiken und Radierungen. Als Motive wählte sie vor allem Tiere, Menschen und Landschaften. Diese Arbeiten signierte sie nun mit Birgit Horota-Müller.Website Graphic-Collegium, abgerufen am 30. Juli 2024.

Ausstellungen (unvollständig)

Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR 1967 und 1975: Berlin, Treptower Park Plastik und Blumen 1969 und 1983: Leipzig, Messehaus am Markt (Kunst und Sport) 1974: Berlin, Altes Museum (Tierplastik – Wandlungen eines Sujet im 20. Jahrhundert; mit August Gaul, Theo Balden und Wilfried Fitzenreiter)artfacts: Birgit Horota. Abgerufen am 7. September 2022. 1975: Wanderausstellung Kleinplastik und Grafik 1975 und 1979: Berlin, Bezirkskunstausstellungen 1979: Berlin, Altes Museum (Jugend in der Kunst) 1985: Berlin, Neue Berliner Galerie im Alten Museum (Musik in der bildenden Kunst der DDR) 1986: Fürstenwalde, Altes Rathaus (Miniatur in der bildenden Kunst der DDR)

Ausstellungen seit der deutschen Wiedervereinigung 2020: Künstlerische Zeitspuren – 100 Jahre Lichtenberg in Groß-Berlin, Gruppenausstellung des Graphik-Collegiums Berlin, Museum Lichtenberg im StadthausVolkhard Böhm: Künstlerische Zeitspuren – 100 Jahre Lichtenberg in Groß-Berlin. Abgerufen am 7. September 2022.Bezirksamt Lichtenberg von Berlin: Museum Lichtenberg mit Sonderausstellungen zum Jubiläum 100 Jahre Groß-Berlin, Pressemitteilung vom 18. August 2020. Abgerufen am 7. September 2022. 2015: Atelierszenen, Gruppenausstellung Kulturring in Berlin, Café des Museums Lichtenberg im StadthausStefan Friedemann: Atelierszenen, Kulturring in Berlin. Abgerufen am 7. September 2022. 2015: Unter Druck – Neue Radierungen des Graphik-Collegiums Berlin-Lichtenberg, Gruppenausstellung des Graphik-Collegiums Berlin, Werkstattgalerie Studio Bildende Kunst, BerlinVolkhard Böhm: Eröffnung: Unter Druck – Neue Radierungen des Graphik-Collegiums Berlin-Lichtenberg. Rede zur Ausstellungseröffnung vom 15. Januar 2015. Abgerufen am 7. September 2022.

Werke (Auswahl)

mini|Bär, 1965–1966 mini|Entenpaar, 1963 1977: Turnübung, gegossene Bronze, seit 1983 an der Danziger Straße (damals Dimitroffstraße) in der Nähe der Sporthalle, dann eingelagert. Heutiger Aufstellungsort im „Neuen Hain“, Volkspark Friedrichshain, BerlinBiB Bildhauerei in Berlin, HTW Berlin: Turnübung. Abgerufen am 7. September 2022.Bezirksamt Pankow von Berlin: Skulpturensammlung. Übersicht der im Volkspark Friedrichshain aufgestellten Skulpturen. Abgerufen am 7. September 2022.Kerstin Gehrke: Berlin-Treptow: Bronzeskulptur gestohlen: Kunst-Dieb zu Geldstrafe verurteilt. In: tagesspiegel.de vom 16. Januar 2019. Abgerufen am 7. September 2022 1973: Rollerkinder, gegossene Bronze, 11,3 × 5,2 × 9,5 cm, in der Sammlung der Stiftung Stadtmuseum BerlinStadtmuseum Berlin: Sammlung Online. Abgerufen am 7. September 2022. 1970–1971: Aus der Geschichte des Bezirks Prenzlauer Berg von Berlin, Bronze, narratives, aus mehreren Teilen zusammengesetztes Reliefband mit einer Gesamtlänge von ca. 10 Metern. Es zeigt Szenen aus der Geschichte Berlins und des Bezirks. Zunächst war es temporär in der Ausstellung Plastik und Blumen im Treptower Park, dort wurde es vom Bezirk Prenzlauer Berg erworben. Seit 1973 steht es am Rande des Volksparks Prenzlauer Berg (Hohenschönhauser Straße, Ecke Maiglöckchenstraße)BiB Bildhauerei in Berlin, HTW Berlin: Aus der Geschichte des Bezirks Prenzlauer Berg von Berlin. Abgerufen am 7. September 2022. Gezeigt werden darauf Szenen aus der Geschichte des Bezirks Prenzlauer Berg und Berlins. Am Anfang der Reliefplatte steht: „Im Jahr 1875 standen im Gebiet des Stadtbezirks Prenzlauer Berg noch Windmühlen.“, am Ende des Reliefs ist zu lesen: „Aus Trümmerresten des II. Weltkrieges wurde hier ein Berg aufgeschüttet und der Park angelegt.“ Der Fries ist in den 2010er Jahren zwar noch an der Mauer vorhanden, aber durch mehrfache totale Beschmierung nicht mehr als Kunstwerk erkennbar. 1967: Mädchen auf dem Schwebebalken, ehemaliger Standort Staatliche Ballettschule in der Erich-Weinert-Straße, Prenzlauer Berg, Berlin. Die Plastik wurde auf Grund des Erweiterungsbaus der Ballettschule abgebaut und eingelagert.Kleine Anfrage 0024/VII über Skulpturen im öffentlichen Raum vom 26. Januar 2012. Abgerufen am 7. September 2022. 1966: Balancierendes Mädchen, Bronze, Höhe 1,42 Meter; Städtischer Kunstbesitz, Ferdinand-von-Schill-Straße 19–21, Schwedt/Oder 1965–1966: Bär, gegossene Bronze, Humannplatz, BerlinBiB Bildhauerei in Berlin, HTW Berlin: Bär. Abgerufen am 7. September 2022. 1963: Entenpaar, Bronze, 40 × 60 × 120 cm; FRÖBEL-Kindergarten Oderknirpse, Frankfurt (Oder)

Literatur Horota-Müller, Birgit. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 383.

Weblinks

Birgit Horota und ihre Werke bei Bildhauerei-in-Berlin.de

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer (Berlin) Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Person (Bezirk Lichtenberg) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1936 Kategorie:Gestorben 2021 Kategorie:Frau