Lötz (westallgäuerisch: auf də Lets) ist ein Gemeindeteil der Marktgemeinde Scheidegg im bayerisch-schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee).
Geographie Die Einöde liegt circa 1,8 Kilometer nordwestlich des Hauptorts Scheidegg und zählt zur Region Westallgäu. Südlich der Ortschaft verläuft die Queralpenstraße B 308 am Naturschutzgebiet Rohrachschlucht. Lötz liegt zwischen Westkinberg in der Gemeinde Sigmarszell und Ostkinberg.
Ortsname Der Ortsname geht auf das mittelhochdeutsche Wort letze für Wachposten, Grenzbefestigung zurück und bedeutet somit (Siedlung am) Wachtposten. Der ebenso genannte Name Kunckellehen setzt sich aus dem frühneuhochdeutschen Wort lehen für geliehenes Gut, Leihgabe sowie dem Familiennamen Kunkel zusammen und bedeutet geliehenes Gut des Kunkel.Historische Ortsnamen von Bayern - Lötz. Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Geschichte In der Zeit der Appenzellerkriege soll sich im heutigen Ort eine Letze befunden haben.Ludwig Scheller: Die Letzen im Westallgäu. In: Westallgäuer Heimatblätter 1961-005. November 1961.Otto Merkt: Forschungen zur Geschichte von Scheidegg. In: Westallgäuer Heimatblätter 1954-004. Juli 1954. Der Ort wird erstmals urkundlich im Jahr 1505 mit guot Kunckellehen genant Letz erwähnt.Heinrich Löffler: Stadt- und Landkreis Lindau. In: Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Teil Schwaben. Band 6, München, 1973. 1771 fand die Vereinödung des Orts mit drei Teilnehmern statt. 1776 wurde Lötz von Niederstaufen nach Scheidegg umgepfarrt.Wolfgang B. Sutter: Zur Geschichte der Wendelinskapelle auf dem Kinberg. In: Jahrbuch des Landkreises Lindau 1989. Lötz gehörte einst zum Gericht Kellhöfe in der Grafschaft Bregenz.
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Scheidegg) Kategorie:Ort im Landkreis Lindau (Bodensee) Kategorie:Ort am Jakobsweg (Bayerisch-Schwäbischer Jakobusweg)