mini|Straßenszene im Dorf Anoumakaram in der Landschaft Irhazer (2018) Der Irhazer (auch: Erhazer, Ighader, Ighazer) ist eine Landschaft in Zentral-Niger.

Lage, Berge und Gewässer Die weitläufige Landschaft wird im Nordosten von Hochgebirge Aïr und im Südwesten von der Geländestufe Tiguidit begrenzt. Im Süden schließt die Landschaft Tegama, im Südwesten die Landschaft Tadrès und im Westen die Landschaft Azawagh an. Der Irhazer hat den Charakter einer ebenen Steppe. Nennenswerte Erhebungen sind das hohe Gebirge Ader-en-Tagaït und der ebenfalls hohe Berg Azouza. Aus dem Aïr kommen mehrere kleine Trockentäler (koris), die sich im großen Trockental Irhazer wan Agadez vereinen, das durch die Landschaft verläuft. Es sind artesische Brunnen vorhanden, da das Grundwasser unterhalb des Sandsteins unter Druck steht. Der Name Irhazer bedeutet „wo Wasser fließt“.

Natur und Klima Die vorherrschenden Gräser sind wilde Sorghumhirsen der Art Sorghum aethiopicum und Lampenputzergräser der Art Pennisetum mollissimum. Wasserreiche Stauden wie Borreria radiata, Chrozophora brocchiana, Chrozophora plicata und Schouwia thebaica machen die Landschaft als Weideland attraktiv. In den Trockentälern finden sich Galeriewälder.

Klimatisch liegt der Irhazer am Übergang der Sahelzone zur Sahara.

Besiedlung mini|Marktstände im Dorf Anoumakaram (2018)

Die Landschaft erstreckt sich über Teile der Gemeinden Dannet, Ingall und Tchirozérine in der Region Agadez. Wichtige Siedlungen sind: Anoumakaram, Dannet, Sikeret und Tchitintagatt in der Gemeinde Dannet, Assawas, Fogochia, Injitan, Kokari, Tegguida-n-Tessoum, Tidekal, Tiguidan Tagueit, Tiguindan Adar und Tiguirwit in der Gemeinde Ingall sowie Agharous und Anou Araren in der Gemeinde Tchirozérine.

Ein archäologischer Fundplatz aus der Jungsteinzeit ist Chin Tafidet. Im Irhazer wurde bereits um das Jahr 1250 v. Chr. Metall verarbeitet.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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