Tage, die es nicht gab ist eine österreichische Fernsehserie mit Franziska Weisz, Diana Amft, Jasmin Gerat und Franziska Hackl. Regie führten Anna-Katharina Maier und Mirjam Unger, das Drehbuch schrieb Mischa Zickler.
Im Mittelpunkt beider Staffeln stehen die vier Freundinnen Miriam, Doris, Inès und Christiane, die sich seit ihrer Kindheit kennen und zusammen eine Eliteschule besucht haben. Ausgangspunkt jeder Staffel ist der Tod eines Mitglieds der Eliteschule, es werden aber auch die Familienverhältnisse der vier Freundinnen und deren weitere Entwicklung beleuchtet.
Handlung Staffel 1 Folge 1 und 2 Miriam, Doris, Inès und Christiane sind seit ihrer gemeinsamen Schulzeit an der Eliteschule Sophianum miteinander befreundet.
Miriam Hintz ist Staatsanwältin und Mutter dreier Kinder. Sie hat eine Affäre und möchte sich von ihrem Mann, dem Gerichtspräsidenten Joachim Hintz, trennen. Speditionsleiterin Doris Hauke, die mit Sebastian, einem Fernsehkoch, eine Tochter, Sarah, hat, wird von ihrer Mutter Berta Hauke beherrscht. Inès Lemarchal ist nach einigen Jahren in Paris wieder in den Nobelort Zollberg zurückgekehrt und hofft, dass sich ihr Sohn Olivier, der ein Drogenproblem hat, dort wohlfühlt. Christiane Boj ist Schriftstellerin und hat mit ihrem Mann Filip den Verlust ihres Sohnes Balthasar zu verarbeiten.
Der Direktor des Sophianums war Paul Paulitz. Er drangsalierte seine Schüler, um ihnen Disziplin und Corpsgeist beizubringen, und war überzeugt, damit das Richtige zu tun. Versager waren ihm ein Dorn im Auge, für sie war kein Platz an seiner Schule: „Hier am Sophianum bilden wir keine Opfer aus!“ Dabei trieb er den kleinen Balthasar Fischer, der sich nach einer Demütigung durch Paulitz aus dem Fenster stürzte, in den Selbstmord. Zwei Tage nach diesem Unglück ist Paulitz selbst tot; nach offizieller Darstellung hat er sich von einer Staumauer in den Tod gestürzt.
Drei Jahre später wird dieser Fall wieder aufgerollt, als Paulitz’ Schwester Innenministerin ist. Majorin Elfriede Grünberger und ihr Kollege Lukas Leodolter tauchen in Zollberg auf, um zu untersuchen, was damals wirklich geschah und wie und warum Paulitz tatsächlich ums Leben kam. Miriam war vor drei Jahren die zuständige Staatsanwältin, die noch vor Eintreffen der Kriminalpolizei am Tatort die Obduktion der Leiche von Paulitz angeordnet hat. An der Spedition Hauke war auch Paulitz über eine Treuhandkonstruktion beteiligt.
Auch die vier Freundinnen hatten an der Eliteschule gelitten und sich damals geschworen, ihre Kinder nie in diese Schule zu schicken. Und dennoch fahren sie jetzt ihren Nachwuchs mit ihren teuren SUVs täglich dorthin.
Folge 3 und 4 Paulitz’ Witwe sagt den Ermittlern Grünberger und Leodolter, dass ihr Mann in einem Testament vor 20 Jahren eine Million österreichische Schilling an eine Gerlinde Bauer vererbt habe, die nach der Testamentseröffnung nicht habe ausfindig gemacht werden können. Doris Hauke findet heraus, dass ihre Mutter Paulitz vor rund dreißig Jahren Anteile an der Firma übertragen hat. Außerdem erfährt Doris von Miriam, dass es sich bei Gerlinde Bauer um Miriams Mutter handelt.
Christiane Boj, ehemals Fischer, löscht ihr fast vollendetes Romanmanuskript im Computer und vernichtet damit die Arbeit von drei Jahren. Nachdem Berta in der Spedition weiterhin die Fäden zieht und sich weigert, ihre Anteile an Tochter Doris zu überschreiben, kündigt diese ihr spontan. Der Streit zwischen Miriam und Joachim um das Sorgerecht für die Kinder endet vor Gericht. Joachim findet heraus, dass sie ihn mit dem Studenten Maximilian Kögler betrogen hat. Es gelingt ihm, Miriam als psychisch labil und unzuverlässig darzustellen; die Kinder entscheiden sich dafür, bei ihrem Vater zu wohnen.
Laut dem Nachfolger von Direktor Paulitz war Balthasars Suizid nicht der einzige an der Schule; es gab einige. Darunter befand sich auch eine Martha Bauer, die sich 1997 das Leben nahm. Grünberger und Leodolter vermuten eine Verwandtschaft Marthas mit Gerlinde Bauer. Leodolter findet heraus, dass Martha Bauer Miriams Schwester und Gerlindes Tochter war.
Folge 5 und 6 Christiane beginnt wieder an ihrem Roman zu schreiben, nachdem ihr Mann eine Kopie des Entwurfs gerettet hat. Ihr Nachbar Olivier, Inès’ Sohn, sucht die Nähe zu Christiane.
Grünbergers und Leodolters Ermittlungen drohen eingestellt zu werden, nachdem sie bislang keine wesentlichen neuen Erkenntnisse geliefert haben. Martha Bauer hatte sich 1997 nach einer Auseinandersetzung mit Paulitz vom Paulsdamm gestürzt, dort, wo er selbst einige Jahre später ums Leben kam. Der letzte Eintrag in seinem Kalender war „S.“ Den Ermittlern ist unklar, wofür der Buchstabe steht. Sie vermuten, dass sich Paulitz mit einer Person namens „S.“ am Paulsdamm treffen wollte. Laut der Innenministerin kam der Auftrag, die Untersuchungen nochmals aufzunehmen, nicht von ihr.
Grünberger findet bei Olivier Drogen, die sie beschlagnahmt. Für eine Rückgabe erwartet sie von ihm, herauszufinden, welche der vier Freundinnen zum Zeitpunkt des Todes von Paulitz wo bzw. mit wem zusammen war. Miriam vermisst ihre Kinder und holt sie heimlich von deren Vater Joachim zu sich. Doris überzeugt Miriam, die Kinder wieder zurückzubringen, da dies illegal sei und zu weiteren Komplikationen führen würde. Außerdem konfrontiert sie Miriam damit, dass sie anhand der Telemetriedaten ihres Fahrzeugs herausgefunden hat, dass sie an Paulitz’ Todestag zweimal am Paulsdamm gewesen ist. Die Ermittler wiederum finden heraus, dass Miriam ein zweites Mobiltelefon hat, und können nun beweisen, dass Miriam zur Tatzeit am Tatort war. Miriam bestreitet allerdings, etwas mit dem Tod von Paulitz zu tun zu haben.
Folge 7 und 8 Laut Berta Hauke besaß Direktor Paulitz deshalb Anteile an ihrer Firma, weil Tochter Doris ohne Bestechung die Prüfungen am Sophianum nicht bestanden hätte. Doris’ frühere Lehrerin bestreitet Bertas Aussage und behauptet, Noten stets korrekt nach den Leistungen des Mädchens vergeben zu haben. Aufgrund des andauernden Konflikts mit ihrer Mutter sucht sich Doris ein neues Betätigungsfeld und überhäuft ihren Mann, den Fernsehkoch, zu seinem Leidwesen mit neuen Ideen. Er fordert sie genervt auf, den Konflikt mit der Mutter endlich zu klären.
Nachdem sich Olivier Lemarchal mit dem Direktor des Sophianums einen Machtkampf geliefert hat, wird er vom Schulbesuch suspendiert. Der Direktor hält die lapidare Aussage Oliviers „… und ihr wundert euch, wenn man euch den Paulsdamm hinunterwirft“ für ein Eingeständnis des Jungen, Paulitz ermordet zu haben, und meldet dies den Ermittlern Grünberger und Leodolter. Miriam ist mittlerweile zu Joachim zurückgekehrt, da sie angesichts der Ermittlungen im Fall Paulitz nicht die Kraft aufbringt, an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen. Sie zeichnet jedoch per Funkkamera heimlich eine Situation auf, in der Joachim den Kindern mit Selbstmord droht, wenn sie zu ihrer Mutter zurückkehrten. Die Kinder wären schuld, wenn ihre kranke Mutter stürbe. Miriam droht Joachim, mit den Aufnahmen zur Polizei zu gehen; im Streit fährt sie ihm mit dem Reifen ihres Pkw über den Fuß. Joachim willigt in die Scheidung ein und verzichtet auf das Sorgerecht für die Kinder; als Gegenleistung verlangt er von Miriam, das Video zu löschen, damit sie seinen Ruf nicht zerstören kann. Miriam geht auf die Forderung ein.
Christiane veröffentlicht ihren Roman, an dem sie drei Jahre gearbeitet hat. Inès und Etienne setzen Olivier zum 18. Geburtstag vor die Tür; sie haben beschlossen, dass sie für den volljährigen Sohn, der ständig zu Problemen führte, Familienglück nicht zuließ und ständig gegen sie opponierte, nicht mehr verantwortlich sind. Olivier findet daraufhin bei Sarah, Doris’ Tochter, Unterschlupf. Christiane und Sebastian machen den Eltern von Olivier deswegen Vorwürfe. Miriam wird wegen ihres Sohnes Moritz in die Schule gerufen; nach Aussage der Schulärztin hatte er wegen einer schlechten Note eine Panikattacke.
Berta wird nach einem Treppensturz ins Krankenhaus eingeliefert. Da sie glaubt, sie werde sterben, erklärt sie Doris, sie habe Paulitz vom Paulsdamm hinuntergestoßen, und möchte ihr die Firma überschreiben. Majorin Grünberger glaubt Berta nicht, dass sie Paulitz ermordet hat. Stattdessen unterstellt sie der Innenministerin, die Mörderin ihres Bruders zu sein, denn in der Liste ihrer Telefonate ist eine Kontaktaufnahme mit dem Bruder nachweisbar, der kurz vor der Tat stattgefunden haben soll; dieser Eintrag ist jedoch aus den Akten der Staatsanwaltschaft entfernt worden. Anhand alter Jahrbücher des Sophianums finden die Ermittler heraus, dass sich die Innenministerin früher Sissy Paulitz nannte; das „S.“ in Paul Paulitz’ Kalender könnte somit für „Sissy“ gestanden haben. Martha Bauer war Sissy Paulitz’ Nachhilfeschülerin, und diese hatte Marthas Suizid nicht verhindern können. Grünberger glaubt, mit der DNS-Probe vom Tatort die Innenministerin endgültig überführen zu können.
Olivier sucht in Salzburg eine Klinik für Drogenentzug auf. Um das Geld für die Behandlung bittet Sarah ihre Großmutter, die sich selbst aus dem Krankenhaus entlässt. Christiane und ihr Mann Filip beschließen, ihr Haus zu verkaufen und aus Zollberg wegzuziehen, um sich endlich von den Gedanken an den toten Sohn zu befreien. Miriam gibt gegenüber Majorin Grünberger an, sich an die Tage des Todes von Marta, Balthasar und Paul Paulitz nicht erinnern zu können – als seien es „Tage, die es nicht gab“.
Staffel 2 Folge 1 und 2 Miriam heißt nach der Scheidung von Joachim mit Nachnamen wieder Bauer und hat einen neuen Freund, Arvid. Christiane und Filip sind Eltern einer kleinen Tochter. Nachdem Sarah Hauke in ihrem Zimmer eine blutüberströmte weibliche Leiche gefunden hat, ruft Doris ihre Freundin, die Staatanwältin Miriam, an, die Bezirksinspektor Lukas Leodolter informiert, der die Ermittlungen übernimmt. Majorin Grünberger ist zwar mittlerweile im Ruhestand, unterstützt Leodolter jedoch.
Bei der Toten handelt es sich um Emily Wagenthein, die bei Miriam und Christiane Babysitterin und seit einem Jahr Schülerin am Sophianum war. Emily hatte einen Schlüssel zur Eingangstür der Haukes bei sich. Allerdings fehlt laut Doris kein Schlüssel, nur die Mutter von Doris, Berta Hauke, die Beiratsvorsitzende am Sophianum ist, besitzt einen weiteren Schlüssel. Berta behauptet, diesen in ihrem Büro im Sophianum aufbewahrt zu haben. Als sich herausstellt, dass er dort verschwunden ist, gibt sie an, ihn Doris zurückgegeben zu haben.
Von Berta erfährt Leodolter, dass Emily und Olivier, der Sohn von Inès Lemarchal, ein Liebespaar waren. Inès hatte seit zwei Jahren keinen Kontakt mehr zu Olivier. Olivier kann sich nicht erinnern, wo er zur Tatzeit war. Nach einem DNS-Abgleich wird Olivier vorübergehend festgenommen. Allerdings fehlt ein plausibles Motiv für seine Tat. Laut Gerichtsmedizin war Emily schwanger. Kurz vor ihrem Tod war Emily noch beim Begräbnis der Schulsekretärin Adele Branco. Emily war Initiatorin einer Bürgerinitiative gegen Zollberg Water, deren Generaldirektorin Doris ist. Doris hätte damit zwar ein Motiv, aber sie hat für die Tatzeit ein Alibi.
Doris wirft ihren Mann Sebastian aus dem Haus, als sich herausstellt, dass er im Gegensatz zu ihr kein Alibi für die Zeit hat, bevor sie Emilys Leiche fanden. Sie glaubt nicht an seine Erklärung, dass er einen Umweg gefahren sei, ehe er nach Hause kam. Grünberger erwirkt Oliviers Entlassung, um seine weitere Spur mit einer Smartphone-App verfolgen zu können. Olivier sucht bei Christiane Unterschlupf.
Folge 3 und 4 Folge 3 Sebastian kehrt zu Doris zurück, um ihr zu gestehen, dass er auf der Veranstaltung kurz vor Emilys Ermordung Nina gesehen hat, eine Praktikantin, die ihm an seinem Arbeitsplatz im Fernsehstudio assistiert und zugleich eine Freundin Sarahs ist. Sebastian fühlt sich von Nina verfolgt. Miriam überprüft das Navigationsgerät von Sebastians Pkw, findet jedoch keine zuletzt gespeicherten Ziele.