Die Universität Freiburg ( [], , ) in Freiburg im Üechtland () ist die sechstgrösste und einzige offiziell zweisprachige Universität der Schweiz.Die Hochschullandschaft Schweiz (Swissuniversities) Hrsg. vom SBFI S. 17, auf swissuniversities.chInfo zur Bilingualität (deutsch, französisch oder in beiden Sprachen) der Univ. Freiburg, auf unifr.chStaat Freiburg, IAEZA auf fr.ch Abschnitt Bildung und Institutionen, Universität

Übersicht mini| Denkmal Romulus und RemusGeschenk 2004 der Gesellschaft Dante Alighieri an Universität und Stadt als Zeichen für die Verbundenheit von Freiburg und Rom Die Universität befindet sich im Grenzgebiet zwischen Deutsch- und Westschweiz. Die meisten Studiengänge werden auf Deutsch und Französisch angeboten, was Studierende aus der ganzen Schweiz und der Welt anzieht: Der Anteil Studierender aus anderen Kantonen ist im Vergleich zu anderen Schweizer Hochschulen überdurchschnittlich hoch, und rund 20 Prozent der eingeschriebenen Studierenden stammen aus dem Ausland. Die Universität Freiburg ist zusammen mit der Universität in Cluj, der Universität Luxemburg sowie der Freien Universität Bozen eine der mehrsprachigen Universitäten Europas.

An der Universität waren per 31. Dezember 2018 insgesamt 1'989 Personen (davon 264 Professoren, 876 wissenschaftliche Mitarbeiter, 849 administrative und technische Mitarbeiter) beschäftigt, 10'154 Studierende (6'153 Frauen und 4'001 Männer, 8'563 mit Wohnsitzkanton in der Schweiz) und dazu 232 Gasthörer sind eingeschrieben. Im Jahr 2018 waren 3'466 Studierende deutscher, 4'490 französischer und 1'008 italienischer Muttersprache. 149 sind zweisprachig (französisch und deutsch). Das Jahresbudget stieg gegenüber 2017 um 5,1 Millionen auf 222,1 Millionen Schweizer Franken.

Sie «gehört zu den wenigen Universitäten Europas, die ein vollständiges Bildungsangebot in mehr als einer Unterrichtssprache anbieten, […] ist die einzige, an der in der Lehre wie auch in der Verwaltung konsequent zwei Sprachen gebräuchlich sind».

Zum Leitbild der Universität gehören Qualität (Aufbau Kompetenzzentren, Vermittlung erstklassiger wissenschaftlicher Ausbildung und Qualitätsförderung), Verantwortlichkeit (ethische Prinzipien und Anforderungen der sozialen Gerechtigkeit, Klima intellektueller Offenheit, Möglichkeit, die Werte des christlichen Humanismus zu vertiefen) und Dialogbereitschaft (Weltoffenheit, mit in- und ausländischen Universitäten und Hochschulen zusammenarbeiten, sich an der multikulturellen Verständigung beteiligen – insbesondere zwischen den vier Landeskulturen –, zweisprachige Studien und Abschlüsse in Deutsch und Französisch, Aussenbeziehungen zu Kanton und Stadt).Leitbild der Universität

Studentenzahlen:2013 und 2014 nach Jahresbericht 2014 der Universität Freiburg S. 48, auf unifr.ch

Geschichte mini|Hauptgebäude Miséricorde mini|Hauptgebäude Miséricorde Aula Magna mini|Mensa Miséricorde mini|Weiterbildungsstelle mit Seminarräumen mini|Regina Mundi Wandfresco mini|Regina Mundi Treppenhaus mini|Regina Mundi Studiensaal (früher Kapelle) mini|Regina Mundi, Gebäude Psychologie mini|Der 2005 eröffnete Campus von Pérolles 2 (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät) mini|Neue Mensa Pérolles 2 mini|Naturkundemuseum Pérolles mini|Studierendenzentrum Centre Fries mini|Adolphe-Merkle-Institut für Nanotechnologie mini|Kantons- und Universitätsbibliothek

Entstanden ist die Universität 1889, als am 4. Oktober desselben Jahres der Grosse Rat (Parlament) des Kantons Freiburg grünes Licht gab für die Gründung der ersten Universität der «katholischen Schweiz». Für diese Hochschule hatte vor allem der Staatsrat Georges Python hartnäckig gekämpft. Es gelang ihm, die notwendigen finanziellen Mittel zu beschaffen und die Politiker von der Notwendigkeit einer Universität zu überzeugen.

Das 1582 gegründete Kollegium Sankt Michael und insbesondere dessen Theologische Fakultät werden als erste Keimzelle der Universität angesehen. Der Dominikanerorden entsandte ab 1890 Brüder aus verschiedenen Provinzen als Professoren der Philosophie und Theologie. Sie erwarben ein früheres Hotel, wo sie einen Konvent und ein Studentenkonvikt einrichteten (Albertinum).Dominikaner in Freiburg auf dominikaner.ch

Eine weitere Vorläuferin der Universität war eine Rechtsakademie («Rechtsschule») in Freiburg im Jahre 1763, die sich im Albertinum befand und die sich 1889 der neu gegründeten Universität als Juristische Fakultät angliederte. In: Universität Freiburg (PDF; 1,2 MB).Ein bunter Strauss von Themen aus 250 Jahren Freiburger Rechtslehre. In: Freiburger Nachrichten. 10. Juni 2013Geschichte der Universität auf www.unifr.ch Der Gründung einer Universität in einer relativ kleinen Stadt lag der Wunsch der schweizerischen Katholiken zugrunde, dass auch in einem katholischen Kanton eine Universität existieren sollte, und gemäss Python sollte sie Eliten ausbilden, die das Volk vor den Gefahren der Moderne schützten. Trotzdem war die Universität offiziell nie eine «katholische Universität».

1907 schrieben sich erstmals drei Frauen für das Studium an der Universität ein. Sie stammten aus Irland, Luxemburg und Galizien. 1907/08 folgten die ersten Studentinnen aus der Schweiz (Freiburg und Lugano).

1941 wurde an der Avenue de l’Europe in Freiburg das heute denkmalgeschützte Hauptgebäude Miséricorde (Barmherzigkeit), das der Le-Corbusier-Schüler Denis Honegger entworfen hatte, eingeweiht.

Im Jahr 2005 wurde ein neuer Gebäudekomplex Pérolles 2 eingeweiht, der auf 3'500 Studierende zugeschnitten ist und die Anstiege der Studierendenzahlen berücksichtigt. 11 grosse Hörsäle (darunter mit dem «Auditorium Joseph Deiss» der zweitgrösste nach der «Aula Magna»), ein Kinosaal und zahlreiche Seminarräume sowie eine dritte Mensa haben die Raumverfügbarkeit an der Universität deutlich erweitert. Auf viele Mietobjekte in Freiburg aufgeteilte Organisationseinheiten konnten zentralisiert werden, weiter abgelegene Standorte (Portes de Fribourg in Granges-Paccot) wurden aufgegeben. In unmittelbarer Nähe von Pérolles 2 wurden die Hochschule für Technik und Architektur Freiburg, die Hochschule für Wirtschaft Freiburg und die Berufsfachschule Freiburg ebenfalls neu gebaut, sodass ein Bildungscampus Freiburg entstanden ist.Pérolles 2 – der Schritt in die Zukunft News auf unifr.ch vom 24. Juni 2005.

Fakultäten Es gibt sechs Fakultäten, die über ein breites Angebot an Studiengängen verfügen. Alle nachfolgenden Zahlen für Studierende und Professoren beziehen sich auf Ende 2018:

Philosophische Fakultät Die Philosophische Fakultät ist die grösste Fakultät mit 4'573 Studierenden (1'236 Männer und 3'337 Frauen) sowie 90 Professoren (51 Studierende pro Professor). Sie hat 16 Departemente in den Bereichen Sprachen, Literaturen und Mehrsprachigkeitsforschung (Anglistik, Romanistik, Germanistik, Italienische Sprache und Literatur, Klassische Philologie, Mehrsprachigkeitsforschung & Fremdsprachendidaktik, Spanische Sprache und Literatur, Slawistik, Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft) Geschichte, Philosophie und Kunstgeschichte (Europastudien, Geschichte, Kunstgeschichte & Archäologie, Musikwissenschaft, Philosophie, Zeitgeschichte) Sozialwissenschaften und Psychologie (Psychologie, Sozialarbeit Sozialpolitik & globale Entwicklung, Sozialwissenschaften) Mehrere Institute gehören ebenfalls dazu, nämlich sechs fakultäre (Freiburger Institut für die Erforschung der Renaissance und der Frühen Neuzeit, Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Institut für Antike und Byzanz, Institut für schweizerische Zeitgeschichte, Mediävistisches Institut, Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik), neun interfakultäre (Institut für Familienforschung und -beratung, Institut für Mehrsprachigkeit, Institut für Ost- und Ostmitteleuropa, Interdisziplinäres Institut für Ethik und Menschenrechte, Interfakultäres Institut Human-IST, Mobiliar Cluster für Resilienz, Schweizerisches Zentrum Islam und Gesellschaft, Zentrum für Europastudien, Zentrum für Lebensmittelwissenschaften). Leitbilder der Ausbildung sind die Mehrsprachigkeit (deutsch-französisch) und das Studium der Kontakte und Beziehungen zwischen den Kulturen von einst und jetzt.

Rechtswissenschaftliche Fakultät An der Rechtswissenschaftlichen Fakultät studieren 1'647 Personen (652 Männer, 995 Frauen), die durch 36 Profesoren (45 Studierende pro Professor) betreut werden. Vier Departemente gehören zur Fakultät: Privatrecht Öffentliches Recht Strafrecht und Internationales Recht & Handelsrecht Sechs Institute (Institut für Föderalismus, Institut für Europarecht, Institut für Religionsrecht, Institut für Baurecht, Institut für Recht & Wirtschaft, Institute of International Business Law) gehören ebenfalls dazu. Die Fakultät ist an den interfakultären Instituten für Ethik und Menschenrechte, für Familienforschung und -beratung sowie am Schweizerischen Zentrum für Islam und Gesellschaft beteiligt. Der Studienplan beinhaltet nationales und internationales Recht; sämtliche Fächer können auf Deutsch und Französisch belegt werden. Als Besonderheit ermöglicht die Fakultät den Studierenden das Ausbildungsprogramm «bilingue plus», das profunde Kenntnisse der deutschen und französischen Sprache und Kultur vermittelt.Rechtswissenschaftliche Fakultät

Theologische Fakultät Die Theologische Fakultät ist die grösste und internationalste der Schweiz und neben Luzern die einzige katholisch-theologische Fakultät an einer staatlichen Universität der Schweiz. 386 Studierende (295 Männer, 91 Frauen) werden durch 21 Professoren (18 Studierende pro Professor) betreut. Die 5 Departemente sind Biblische Studien, Patristik & Kirchengeschichte, Glaubens- und Religionswissenschaft, Moraltheologie und Ethik und Praktische Theologie. In sechs interdisziplinären Bereichen ist die Fakultät ebenfalls vertreten: Institut für Ethik und Menschenrechte, Institut für Antike und Byzanz, Schweizerisches Zentrum für Islam und Gesellschaft, Institut für Familienforschung und Familienberatung, Zentrum für Europastudien; Koordinationsbüro Umweltwissenschaften.Theologische Fakultät

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät An der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät werden 1'487 Studierende (760 Männer, 727 Frauen) durch 35 Professoren (42 Studierende pro Professor) betreut. Sie sind für einen von fünf Bachelor- oder Masterstudiengängen eingeschrieben. Die Fakultät besteht aus folgenden vier Departementen: Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Informatics sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften. An die Fakultät sind des Weiteren das International Institute of Management in Technology (iimt) und das Verbandsmanagement Institut (VMI) angegliedert.

Mathematisch-Naturwissenschaftliche und Medizinische Fakultät Die 2018 aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät neu gebildete Mathematisch-Naturwissenschaftliche und Medizinische Fakultät umfasst zwei Abteilungen: Abteilung Mathematik und Naturwissenschaften Abteilung Medizin