Andreas Siegfried PannysonJohann Georg Meusel: Pannyson (Andreas Siegfried), in ders.: Teutsches Künstlerlexikon oder Verzeichniss der jetztlebenden teutschen Künstler. Nebst einem Verzeichniß sehenswürdiger Bibliotheken, Kunst-, Münz- und Naturalienkabinete in Teutschland, Meyersche Buchhandlung, Lemgo 1778, S. 102; Digitalisat über Google-Bücher (Künstlersignatur A. S. Pannyson Hanover)Weltkunst, Bd. 77, Ausgaben 12–14, S. 57; Vorschau über Google-Bücher oder Andreas Ludwig PannisonDag Nikolaus Hasse (Hrsg.): Georg Christoph Lichtenberg. Observationes. Die lateinischen Schriften, Göttingen: Wallstein-Verlag, 1997, ISBN 978-3-89244-266-0 und ISBN 3-89244-266-5, S. 17, 215; Vorschau über Google-Bücher (geboren 1719 in Schleswig; gestorben 1790) war ein Mechaniker und InstrumentenbauerWolfgang Promies (Hrsg.): Photorin. Mitteilungen der Lichtenberg-Gesellschaft, Bde. 6–12 (1983), S. 51; Google-Books sowie Hof-Uhrmacher in Hannover.
Leben und Werk Nachdem sich in den 1710er Jahren der aus England stammende Uhrmacher Johann Hinrich Pannyson in der Stadt Schleswig niedergelassen hatte,Heinrich Mehl (Hrsg.): Altes Handwerk in Schleswig-Holstein. Werkzeug und Arbeitsformen im Wandel ( = Volkskundliche Sammlungen, Bd. 5), Heide: Westholsteinische Verlags-Anstalt Boyens, 1999, ISBN 978-3-8042-0853-7 und ISBN 3-8042-0853-3, S. 212; Vorschau über Google-Bücher wurde dort 1719 Andreas Ludwig Pannison geboren.
Zur Zeit des Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg während der Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover wirkte Andreas Ludwig Pannison zeitweilig als Uhrmacher in London.Ernst Pfeiffer (Hrsg.): Sigmund Freud, Lou Andreas-Salomé: Briefwechsel, Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 1966, S. 148, 1068; Google-Books
Nachdem sich Pannison in der Kramerstraße in Hannover niedergelassen hatte, wechselte er seinen Wohnsitz etwa Mai 1765 in das ehemalige Gerke’sche Haus in der hannoverschen Marktstraße, wo er seine neue Wohnung zwischen dem Goldarbeiter Johann Christian Friedrich Zell und dem Hof-Seiler Rost bezog.Hannoverische Anzeigen, 17 Stück vom 17. Mai 1765, Jahrgangsband 1765, Spalte 519, 549; Google-Books Spätestens um diese Zeit war er Mitglied der kurz zuvor 1764 in Celle gegründeten Königlich Großbritannisch Churfürstlich Braunschweig Lüneburgischen Landwirtschaftsgesellschaft gewordenDer Königl. Grossbritt. Churfürstl. Braunschw. Lüneb. Landwirthschaftsgesellschaft Nachrichten von Verbesserung der Landwirthschaft und des Gewerbes, Bd. 1, Celle: George Conrad Gesellius, 1768, S. 343; Google-Books und wurde am 8. Januar 1765 zu deren Ehrenmitglied ernannt.Festschrift zur Säcularfeier der Königlichen Landwirthschafts-Gesellschaft zu Celle am 4. Juni 1864, Hannover: Klindworth’s Verlag, , S. 56; Google-Books
Im August 1771 trat Pannison, nun mit Sitz in der Burgstraße gegenüber dem Posthaus, als Vermieter einer im ersten Stockwerk gelegenen möblierten Wohnung auf.Hannoverische Beyträge zum Nutzen und Vergnügen, Jahrgang 1771 (1772), Sp. 971, 1130; Google-Books
Nachdem Pannison eine Erfindung des englischen Uhrmachers John Harrison kennengelernt hatte, berichtete Ernst August Strohmeyer 1771 im Hannoverischen Magazin über die Tischpendülen des hannoverschen Uhrmachers Andreas Ludwig Pannison. Laut dem Königl. Großbrit. und Churf. Braunschw. Lüneb. Genealogischer Calender auf das Jahr 1773 hatte der Uhrmacher „H. Pannison“ in Hannover eine Erfindung gemacht, indem er den wichtigsten Teil „der Harrisonschen Erfindung“ in gewöhnliche Tischuhren integriert hatte. Dadurch wich die Ganggenauigkeit der Pannisonschen Uhren, die beim Aufziehen für jeweils etwa acht Tage nicht aus dem Takt kamen, innerhalb von einem Monat kaum eine Sekunde von der tatsächlichen Zeit ab. Die Zeiger dieser Uhren teilten zudem jede Sekunde in zwei gleiche Teile. Pannison bot solche Tischuhren zunächst entweder mit Schlagwerk für 200 Thaler oder ohne für 150 Thaler an.o. V.: Neue Erfindungen, in: Königl. Großbrit. und Churf. Braunschw. Lüneb. Genealogischer Calender, auf das Jahr 1773, Lauenburg: Johann Georg Berenberg, 1773, S. 26; Digitalisat über die Digitale Bibliothek des Münchener Digitalisierungszentrums Daneben lieferte Pannison Stuben- und Tischuhren mit Glockenspielen, Taschenuhren, Repetieruhren sowie Horizontal- oder Zylinderuhren mit Sekundenanzeige.
Für Georg Christoph Lichtenberg galt Pannison als „der herausragende Hannoveraner Mechaniker“, der dem Göttinger Physiker nach dessen Vorstellungen einen besonderen Mechanismus für ein in der Astronomie eingesetztes Pendel gebaut hat. Später stellte Lichtenberg während einer Lesung vor der Königlichen Societät der Wissenschaften in Göttingen am 14. Dezember 1776 „einige […] von Hrn. Pannison in Hannover vortrefflich gearbeitete Werkzeuge“ für den Einsatz bei astronomischen Instrumenten vor.Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen, 1777, Bd. 1, S. 121ff.; hier: S. 123; Google-Books
Bekannte Werke (Auswahl) um 1760: Kleine Tischuhr, auf Zifferblatt und auf dem Uhrwerk signiert „A.S. Pannyson Hanover“, Höhe 36 cm
Literatur Ernst August Strohmeyer (sen.): Nachricht von einer Tischpendüle, wobey ein Theil der Harrisonischen Erfindung angebracht worden. In: Hannoverisches Magazin …, 9. Jahrgang vom Jahre 1771, Hannover: H.E. C. Schlüter, 1772, Spalten 1433–1438; Google-Books Hannover. 27. Genajo (in italienischer Sprache), in: Gazzetta di Parma vom 23. Juli 1773, Jahrgang 1773, S. 60–61; Google-Books
Einzelnachweise
Kategorie:Mechaniker Kategorie:Uhrmacher Kategorie:Hoflieferant Kategorie:Unternehmer (Hannover) Kategorie:Unternehmer (18. Jahrhundert) Kategorie:Mitte (Hannover) Kategorie:Person (London)
Kategorie:Ehrenmitglied Kategorie:Geboren 1719 Kategorie:Gestorben 1790 Kategorie:Mann Kategorie:Georg Christoph Lichtenberg