Peter Loskill (geboren 18. Februar 1984) ist ein deutscher Bioingenieur und Wissenschaftler. Er ist Experte für Alternativmethoden zu Tierversuchen, im speziellen Organ-on-a-Chip-Systemen. Er leitet die Abteilung für Mikrophysiologische Systeme an der Eberhard Karls Universität Tübingen sowie das dortige 3R-Center für In-vitro-Modelle und Tierversuchsalternativen. Darüber hinaus ist er Leiter der Arbeitsgruppe Organ-on-Chip an der Forschungseinrichtung NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut und Chair der Europäischen Organ-on-Chip Gesellschaft.
Leben Loskill wuchs in Saarbrücken auf und studierte Physik an der Universität des Saarlandes, wo er nach seinem Abschluss in der Arbeitsgruppe von Karin Jacobs seine Doktorarbeit anfertigte. Im Anschluss an seine Promotion (Dr. rer. nat.) arbeitete er als Postdoktorand an der University of California, Berkeley. Im Jahr 2016 kehrte er im Rahmen des Attract-Programmes der Fraunhofer-Gesellschaft nach Deutschland zurück um seine Forschungen am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik fortzusetzen. Im selben Jahr wurde er durch MIT Technology Review Germany als einer der „Innovatoren unter 35“ ausgezeichnet. Anfang 2018 wurde er von der Medizinischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen zum Juniorprofessor berufen. Seit Mai 2022 ist er Universitätsprofessor an der Universität Tübingen und wechselte vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik an das NMI Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut.
2024 erhielt Loskill gemeinsam mit Silke Riegger den Ursula M. Händel-Tierschutzpreis.
Ausgewählte Publikationen
Einzelnachweise
Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1984 Kategorie:Mann