mini|Historische Beschilderung als Regionalstraße Die N 12 ist eine der Nationalstraßen im Süden Senegals. Sie führt in der Casamance durch die Regionen (von Ost nach West) Kolda, Sédhiou und Ziguinchor. Klassifiziert wurde sie per Dekret im Dezember 2012.projectoneinternational.com: Décret No 2012-1440 Portant classification du réseau routier national (Dekret vom 14. Dezember 2012 über die Klassifizierung des nationalen Straßennetzes, Nationalstraßen auf Seite 8 und 9 der PDF-Datei 34 MB) Seitdem ersetzt sie die R 21 und begleitet mit mehr oder weniger Abstand das nördliche Ufer des Casamance-Flusses.
Verlauf Der Straßenverlauf beginnt in Kolda mit einer Brücke über den Casamance-Fluss als Verzweigung von der N 6. Während die N6 am Südufer des Flusses nach Ziguinchor führt, passiert die N12 als erstes auf dem Nordufer das Stadtzentrum von Kolda. Ihr weiterer Weg geht nach Westen in das Gebiet der Gemeinde Diendé, wo zwei Seitenäste der N12 nach Norden abzweigen, als N12.B1 und N12.B2 bezeichnet. Sie führen über den Pont de Diaroumé, der den Soungrougrou überbrückt, nach Madina Wandifa zu der als Transgambienne bekannten N 4 und von dort auf kürzestem Wege über die Senegambia Bridge nach Kaolack, der nächstgelegenen Stadt im Kernland Senegals (183 Kilometer). Neun Kilometer südlich von Diendé erreicht die N12 die Regionalpräfektur Sédhiou, wendet sich nach Westen in Richtung Marsassoum und mündet acht Kilometer hinter Ndiéba und 16 Kilometer vor Bignona in die N 4 und die Strecke bis dahin ist per Dekret 165 Kilometer lang; im Routenplaner ergeben sich allerdings 153 Kilometer.N 12 auf Google maps
Die N12 ist die einzige Verbindung aus dem Département Sédhiou nach Westen zur N4 und zu den Städten Bignona und Ziguinchor. Das ganze Département ist durch die Unterläufe des Casamance-Flusses und des Soungrougrou fast vollständig umschlossen und so vom Rest Senegals auf dem Landweg schlecht erreichbar. Bei Marsassoum bildet der Soungrougrou, der hier nach Süden fließt und der Gezeitenströmung ausgesetzt ist, zusammen mit seinem amphibischen und mit Mangroven bestandenen Westufer ein 3500 Meter breites Hindernis. Um die Passage dennoch zu ermöglichen, wurde am Westufer schon zur Zeit der R21 ein Straßendamm aufgeschüttet, der 2000 Meter durch das Mangrovengebiet führt und als Zubringer zur Fährrampe noch 1000 Meter in das Flussbett hineinreicht.
Den Lückenschluss besorgte jahrzehntelang der Bac de Marsassoum als Autofähre. Eine störanfällig gewordene motorisierte Doppelendfähre pendelte mehrmals täglich über die verbleibende Flussöffnung. Seit Januar 2022 verbindet der 485 Meter lange Pont de Marsassoum als mautpflichtige Brücke Ost- und Westufer.au-senegal.com, 17. Januar 2022: Les ponts de Foundiougne et de Marsassoum sont en service
Einzelnachweise
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