Als Programmsegmentpräfix (, PSP)https://thestarman.pcministry.com/asm/debug/debug.htm#SPECM A Guide to DEBUG - Special Memory Locations in MS-DEBUG bezeichnet man die ersten 256 Byte eines von MS-DOS geladenen Programmes. Es befindet sich in der Regel an Adresse CS:0 bis CS:FF, wobei CS für das Codesegmentregister steht und die Anfangsadresse des Codesegments enthält. Das PSP ist nicht in den ausführbaren Exe- oder COM-Dateien enthalten, sondern wird beim Laden des Programmes vom Betriebssystem erstellt. Die erste Hälfte des PSPs beinhaltet verschiedene Informationen für das Betriebssystem, insbesondere zur Handhabung mehrerer (nacheinander) ausgeführter Programme. In der zweiten Hälfte befindet sich die Kommandozeile (command tail, ohne den eigentlichen Namen des Programmes).
Struktur Offset (hexadezimal) Größe (Bytes) Beschreibung 00 – 01 2 Bytes (Code) Interrupt-20h–Befehl zum Beenden des Programms nach einem Sprung zur Adresse 0000hhttps://devblogs.microsoft.com/oldnewthing/20200309-00/?p=103547 Why does MS-DOS put an int 20h at byte 0 of the COM file program segment? by Raymond Chen 02 – 03 Word (2 Bytes) Segmentadresse des ersten vom Programm nicht mehr belegten Speichers 04 Byte reserviert 05 – 09 5 Bytes (Code) CP/M-80 ähnlicher FAR CALL Eintrag in DOShttp://www.os2museum.com/wp/who-needs-the-address-wraparound-anyway/ Who needs the address wraparound, anyway? by Michal Necasek (englisch) 0A – 0D DWord (4 Bytes) Kopie des Interrupt-Vektors 22h, Rückkehradresse nach Beenden des Programms 0E – 11 DWord Kopie des Interrupt-Vektors 23h, Interrupt für Strg-C 12 – 15 DWord Kopie des Interrupt-Vektors 24h, Interrupt für fatale Fehler 16 - 17 Word Segment des Parent-PSPs: das Programm, das dieses Programm ausgeführt hat 18 - 2B 20 Bytes Standardmäßige Job File Table (JFT), enthält je eine Dateitabellen-Nummer (System File Table, SFT) für bis zu 20 Datei-Handles 2C – 2D Word Segment des Umgebungsvariablen-Blocks (Environment) für dieses Programm 2E - 31 DWord Adresse des Stapelspeichers (Stack) beim letzten Ausführen des Interrupts 21h 32 - 33 Word Nummer aller Datei-Handles in der JFT, standardmäßig 20 34 - 37 DWord Adresse der aktuellen JFT, standardmäßig Offset 0018h in diesem PSP 38 - 3B DWord Zeiger zum vorhergehenden PSP (Wird nur für SHARE ab MS-DOS 3.3 verwendet) 3C - 3F 4 Bytes reserviert 40 - 41 Word Enthält ab MS-DOS 5.0 die DOS Version als HEX Wert. 42 - 4F 14 Bytes reserviert 50 – 52 3 Bytes (Code) Code um Interrupt 21h bei einem FAR CALL zur Adresse 0050h auszuführen 53 - 54 2 Bytes reserviert 55 - 5B 7 Bytes reserviert (kann dazu benutzt werden den File Control Block (FCB) in einen extended FCB zu verwandeln) 5C – 6B 16 Bytes File Control Block (FCB) des ersten Parameters der Kommandozeile 6C – 7F 20 Bytes FCB des zweiten Parameters 80 1 Byte Längenangabe der Kommandozeile 80 - AB 43 Bytes Bei Dateisuchoperationen von der standardmäßigen Disk Transfer Area (DTA) überschrieben 81 – FF 127 Bytes Kommandozeile mit allen Parametern, aber ohne den Kommandonamen selbst Weitere Bereiche des PSPs werden von Betriebssystem-Erweiterungen oder manchen TSR-Programmen genutzt.
Beispiel-Programm Dieses Programm zeigt die Kommandozeilenargumente des aufgerufenen Programms aus seinem PSP an: (COM-Datei, geschrieben in Assemblersprache, NASM-Syntax)
<nowiki> org 100h
; Interrupt 21h, Funktion 09h benötigt ein Dollarzeichen als Endmarkierung mov bl, byte [0080h] xor bh, bh mov byte [0081h+bx], '$'
; Ausgabe der Kommandozeile (bis zum ersten Dollarzeichen) mit Funktion 09h mov ah, 09h mov dx, 0081h int 21h
; Beenden des Programmes mit Funktion 4Ch, Rückgabewert 00h mov ax, 4C00h int 21h </nowiki>
Einzelnachweise
Kategorie:Betriebssystemkomponente Kategorie:DOS-Betriebssystemkomponente