Samuel Senff auch Senf,Reinhold Grünberg: Sächsisches Pfarrerbuch. Die Parochien und Pfarrer der Ev.-luth. Landeskirche Sachsens (1539–1939). Bd. 2.2. Freiberg 1940, S. 877 (Digitalisat); Eintrag in Pfarrerbuch Sachsen. (* 19. April 1612 in Schortau; † 8. Januar 1688 in Stolpen) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer in Sachsen.

Leben Samuel Senff war ein Sohn des evangelischen Pfarrers Andreas Senff (* um 1560) und dessen Ehefrau Christina Babius († 1661).Der Vater von Andreas Senff war Cyriacus Senff (* um 1565), ein Leinewebermeister, Ratskämmerer (1615) und Grundbesitzer (1628) in Bürgel, Sohn von Hans Senff, einem Bauern in Löbstedt. Der Vater von Christina Babius war Johannes Babius (1546–1624), Pfarrer und Superintendent in Freyburg. Vgl. Rudolf Wolfram: Familie Senff (Senf) in Bürgel. [PDF.] Abgerufen am 21. August 2022, sowie: Babius, Johannes. In: CERL Thesaurus. Abgerufen am 21. August 2022. Er studierte ab 1630 in Wittenberg bei dem Philosophen Johannes Scharff und bei dem Theologen Johann Hülsemann. Ab 1632 studierte er in Jena bei dem Philosophen Daniel Stahl sowie bei den Theologen Johann Gerhard und Johann Himmel. 1635 wurde er Magister und habilitierte sich noch im selben Jahr. Er verließ Jena wegen des Dreißigjährigen Krieges und wurde 1636 Feldprediger in Zeitz, 1638 Pastor in Höckendorf (Laußnitz), 1643 Pfarrer in Possendorf und 1653 Pfarrer in Stolpen, wo er bis zu seinem Lebensende wirkte.Vgl. M. Samuel Senff. In: Carl Christian Gercken: Historie der Stadt und Bergvestung Stolpen im Marggrafthume Meissen (…). Dresden u. Leipzig, 1764, S. 83–89.

Senff war dreimal verheiratet.Aus seiner (1.) Ehe (1640) mit Rosina Dürr († 1641), der Tochter des Goldarbeiters Christian Dürr aus Dresden, gingen keine Nachkommen hervor. Aus seiner (2.) Ehe (1643) mit Maria Salome Lorenz († 1661), einer Tochter des Hofpredigers Christoph Lorenz (1582–1652), gingen fünf Nachkommen hervor. Vgl. Carl Christian Gercken: Historie der Stadt und Bergvestung Stolpen im Marggrafthume Meissen (…). Dresden u. Leipzig, 1764, und Johann Matthias Groß: Historisches Lexicon Evangelischer Jubel-Priester. Nürnberg, 1727. Aus seiner (3.) Ehe (1663) mit Magdalena Justina Linck, einer Tochter des Freiberger Dompredigers Carl Linck († 1658), entstammten u. a. der Pfarrer Carl Samuel Senff (1666–1729) sowie Magdalena Sybilla Senff (1671–1713),Weitere Nachkommen aus dieser (3.) Ehe waren: Christoph Laurentius Senff (1643–1686), Informator in Zerbst, Amtsvogt in Jever, Amtmann in Nordenburg; Christina Elisabeth Senff, die den Pfarrer Christoph Freiberg heiratete; Samuel Andreas Senff, Acciseinnehmer und Stadtschreiber in Lommatzsch; Christian Friedrich Senff, Amtsvogt in Hoyerswerda, Michael Senff († 1696); Friedrich Gotthelf Senff, Subdiakon in Lommatzsch; Magdalena Justina, die den Pfarrer und Archidiakon Jeremias Freiberg (1650–1722) heiratete; Johanna Magaretha Senff, die den Pfarrer Samuel Lindner heiratete; sowie Rosina Maria Senff, die den Diakon Johann Kittel heiratete. Vgl. Carl Christian Gercken: Historie der Stadt und Bergvestung Stolpen im Marggrafthume Meissen (…). Dresden u. Leipzig, 1764, und Johann Matthias Groß: Historisches Lexicon Evangelischer Jubel-Priester. Nürnberg, 1727. die Mutter des Altertumsforschers, Philologen und Pädagogen Samuel Friedrich Bucher.

Werke Disputatio ethica (…) An homo summum in hac vita bonum consequi possit. [Habilitationsschrift], Jena, 1636. Eloquentia Iobi. [Leichenpredigt auf Hans Wilhelm von Buchner, „auf Dörmsdorff, Kettwitz und Deißewitz, Rittmeister“].Vgl. M. Samuel Senff. In: Carl Christian Gercken: Historie der Stadt und Bergvestung Stolpen im Marggrafthume Meissen (…). Dresden u. Leipzig, 1764, S. 88. Dresden, 1650. Επτάνθινος στέφανος.Griech. für "Der Kranz mit den sieben Blüten". [Leichenpredigt auf Johann Fleischer, Pastor zu Kreischa]. Dresden, 1651. Παραδείσου πνευματικοπόταμος, i. e. der geistliche Paradieß-Strom. [Leichenpredigt auf Anna Catharina von Schweinitz]. Dresden, 1655. Uber- und Wieder-Gabe der Schloß-Capellen Auff dem Churfürstl. Sächs. Berg-Vestungs-Hause Stolpen. [Predigt]. Dresden, 1661. Schrifftmäsiger Bericht Von des himmlischen Haus-Vaters eigenthümlichen Weinberges zum Stolpen Gnädiger Pflantzung, zorniger Verwüstung und christlicher Wiedererbauung (…) [Brandpredigt.] Dresden, 1671. Annus fidelium pastorum spiritualis, geistlicher Seelen-Hirten Ring. [Leichenpredigt auf David Christian Zeißen, Pfarrer in Wilschdorff bei Stolpen.] Zeitz, 1680.

Literatur Carl Samuel Senff: Stolpische Cypressen. Leipzig, 1699. Senff, (M. Samuel). In: Johann Matthias Groß: Historisches Lexicon Evangelischer Jubel-Priester. Nürnberg, 1727, S. 382–383. M. Samuel Senff. In: Carl Christian Gercken: Historie der Stadt und Bergvestung Stolpen im Marggrafthume Meissen (…). Dresden u. Leipzig, 1764, S. 83–89. Rudolf Wolfram: Familie Senff (Senf) in Bürgel. [PDF.] Abgerufen am 21. August 2022.

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Anmerkungen

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