Eugen Beck (* 11. Januar 1866 in Randegg; † 22. November 1934 in KarlsruheMonika Bachmayer, Robert Dreikluft: Jugendstil in Karlsruhe. Formen, Vielfalt, Fantasien. Braun, Karlsruhe 2002, ISBN 978-3-7650-8247-4, S. 160.) war ein deutscher Architekt und Hochschullehrer.

Leben Der Sohn eines badischen Oberzollinspektors besuchte die Gymnasien in Konstanz und Donaueschingen und studierte Architektur am Polytechnikum Karlsruhe. Seit 1884 gehörte er der Karlsruher Burschenschaft Arminia an.Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft. Sommer-Semester 1934, S. 25. Beck war mehrere Jahre als Architekt in verschiedenen Büros tätig und trat 1889 in den Dienst der Stadt Elberfeld ein, wo er mit der Planung und Ausführung von Schul- und Krankenhausbauten befasst war. Durch einen Architekturwettbewerb erhielt er den Auftrag für den Bau der Viktoriaschule in Darmstadt und übersiedelte 1895 dorthin.Konkurrenz-Nachrichten (Beiblatt der Zeitschrift Deutsche Konkurrenzen), 2. Jahrgang 1895, Nr. 15 (März 1895), S. 33. (eingeschränkte Vorschau bei Google Bücher) Ein weiterer Wettbewerbssieg brachte ihm 1897 den Auftrag für das Kreishaus in Herford ein.Zeitschrift für Architektur und Ingenieurwesen, Organ des Sächsischen Ingenieur- und Architekten-Vereins und des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Hannover, 43. Jahrgang 1897, Nr. 42 (vom 15. Oktober 1897), S. 558. (eingeschränkte Vorschau auf Google Bücher) Der nach seinen Plänen durch den Herforder Architekten Paul Münter in einer Stilmischung aus Spätgotik und Renaissance errichtete historistische Bau steht als Altes Kreishaus seit 1988 unter Denkmalschutz.

Als erfolgreicher und in Fachkreisen anerkannter Architekt wurde Eugen Beck 1898 Professor an der großherzoglich badischen Baugewerkschule Karlsruhe. Er wohnte ab 1903 im selbst entworfenen Haus Weberstraße 6 in der Karlsruher Weststadt. Von 1912 bis 1914 entstand, erneut nach einem Wettbewerbserfolg, nach seiner Planung im neoklassizistischen Stil die Gewerbeschule in Karlsruhe, heute Carl-Hofer-Schule, die als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung eingestuft ist.

Nach der Umwandlung der Baugewerkschule zum Staatstechnikum Karlsruhe im Jahr 1919 wurde Beck zweimal für zweijährige Amtszeiten zu dessen Direktor gewählt. Bis 1931 lehrte er am Staatstechnikum, daneben arbeitete er als Sachverständiger in Bauangelegenheiten für die badische Landesregierung.

Bauten und Entwürfe mini|Kreishaus in Herford mini|hochkant|Doppelwohnhaus Weberstraße 6/8 in Karlsruhe mini|Carl-Hofer-Schule in Karlsruhe 1894 (Wettbewerbsentwurf), 1896–1898: Viktoriaschule in Darmstadt (nach Kriegsschäden stark verändert)Abbildung von 1898 im Stadtlexikon Darmstadt 1897 (Wettbewerbsentwurf), 1898–1900: Kreishaus in Herford, Amtshausstraße 2 (unter Denkmalschutz) 1898: Oetingervilla in Darmstadt, Kranichsteiner Straße 81 (unter Denkmalschutz) 1903: Doppelwohnhaus in Karlsruhe, Weberstraße 6/8 1911–1912: Wohnhaus für Hans Bunte in Karlsruhe, Kriegsstraße 64aWohnhaus des Geh. Hofrats Dr. H. Bunte in Karlsruhe i. B., Kriegsstraße 64 a. In: Architektonische Rundschau, 27. Jahrgang 1911, Heft 2 (doi:10.11588/diglit.35084.19), S. 23. 1911 (Wettbewerbsentwurf), 1912–1914: Gewerbeschule in Karlsruhe, heute Carl-Hofer-Schule (unter Denkmalschutz)

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Einzelnachweise

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