Dario tigris, besser bekannt als Dario sp. „Black Tiger“ oder sp. „Myanmar“, ist ein tropischer Süßwasserfisch aus der Familie der Blaubarsche (Badidae) und stammt aus dem nördlichen Myanmar.
Merkmale Unter den Dario-Spezies besitzt D. tigris ein einzigartiges Farbmuster aus acht senkrechten Streifen, von denen bei den Männchen die ersten beiden aschgrau, die anderen sechs orangerot gefärbt sind. Dorsolateral auf Kopf und Nacken sind kleine schwarze Flecken in drei bis vier Reihen angeordnet. Er unterscheidet sich von seinem engen Verwandten Dario hysginon durch eine geringere Zahl an Rückenflossenstrahlen (14 vs. 15) und weniger Wirbelknochen (12+12=24 vs. 12+13=25). Er wird zwischen 2,5 und 3,5 cm groß. Die Männchen sind weitaus farbenprächtiger als die Weibchen und entwickeln mit zunehmendem Alter längere Becken-, Rücken- und Afterflossen. Die Weibchen bleiben kleiner und haben eine deutlich kürzere, plumper wirkende Körperform.
Verbreitung und Lebensraum Der Typenfundort ist ein namenloser Bergbach südlich der Stadt Mogaung (Kachin-Staat)BMNH 2019.10.16.100, male, 16.7 mm SL. Myanmar, Kachin State, unnamed mountain stream south of Mogaung; unknown collector, 2 Feb 2013 im Irrawaddy-Flussbecken in Nord-Myanmar. Weitere Fundorte sind ein Bach ca. 1,5 km auf der Straße zwischen Myit-sonBirmanische Bezeichnung für den Ort des Zusammenflusses der Flüsse Mali und N'Mai zum Irrawaddy und der Regionalhauptstadt MyitkinaNRM 44001, 21.2 mm SL, stream about 1.5 km on road Myitzon-Myitkina, 25º 42´57″N 97º 29´45″E, F. Fang et al., 3 Apr 1997 sowie ein Graben neben Fischteichen 40 km nördlich von Myitkina auf der Straße nach Myit-sonNRM 44002, 18.3 mm SL; ditch marginal to fish ponds about 40 km N of Myitkina, on road to Myitzon, 25º 29´00″N 97º 24´51″E; S.O. Kullander & R. Britz, 24 Mar 1998 . Dario tigris teilt sich den Lebensraum an mindestens einem Fundort mit Dario hysginon.
Paarung und Brutpflege Zur Einleitung der Paarung zeigt das Männchen ein spezifisches Balzverhalten. Es zeigt kräftige Farben, breitet die Flossen aus und schwimmt mit flatternden Bewegungen wiederholt auf das Weibchen zu, um es in sein Revier zu locken. Ähnlich den Labyrinthfischen, umschlingen sich die Partner und es kommt zur Eiablage im freien Wasser bzw. auf dem Laichsubstrat. Im Gegensatz zu anderen Arten betreibt D. tigris keine aktive Brutpflege; das Männchen verteidigt lediglich die Eiablagestelle in seinem Revier. Sie sind Freilaicher und ob sie ihrem Laich nachstellen, ist unklar.
Ernährung Wie andere Dario-Spezies ernährt sich D. tigris von sehr kleinen Wirbellosen, Würmern, Insektenlarven und anderem Zooplankton. In der Aquarienhaltung kann man ihn mit Artemia, Wasserflöhen oder Glanzwürmern füttern. Gelegentlich wird auch Frostfutter angenommen.
Taxonomie Obwohl Dario tigris bereits seit 2005 in der Aquaristik bekannt ist, erfolgte die Erstbeschreibung erst durch Britz et al. im Mai 2022 zusammen mit Dario melanogrammus.
Literatur Kullander, S. O. und R. Britz (2002): Revision of the family Badidae (Teleostei: Perciformes), with description of a new genus and ten new species. - Ichthyological Exploration of Freshwaters 13(4): 295-372
Einzelnachweise
Kategorie:Kletterfischartige Kategorie:Anabantiformes Kategorie:Aquarienfisch (Süßwasser)