mini|Gebäudekomplex Bismarckplatz 3 Das Verwaltungsgebäude Bismarckplatz 3, ehemals das Finanzamt Delmenhorst, in Delmenhorst-Mitte, wurde 1925 gebaut. Hier befand sich das Katasteramt Delmenhorst des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN), bis es am 20. Februar 2026 mit dem Katasteramt Wildeshausen zusammengelegt wurde.
Das Bauwerk ist ein Baudenkmal in Delmenhorst.
Geschichte Das dreigeschossige verklinkerte Haus mit einem markanten Portal mit einem Rundbogen wurde 1925 nach Plänen des Reformarchitekten Heinz Stoffregen am Rathausplatz gebaut. Dem Bau war ein Architekturwettbewerb vorausgegangen, indem Stoffregen sich gegen Carl Eeg und Fritz Drieling durchsetzen konnte. Hier wurde das Finanzamt und das Katasteramt untergebracht. In den 1950er Jahren wurde an der Ostseite des Gebäudes ein Neubau für das Zollamt errichtet. Ende 1987 wurde ein Neubau für das Finanzamt fertiggestellt und 1987/88 bezogen; das Katasteramt verblieb in dem Gebäude.Weser-Kurier im Archiv u. a. vom 25. Okt. 1987, 9. März 2018, 28. Dez. 2020.Finanzamt Delmenhorst: Auskunft vom 29. August 2022.
Das Finanzamt Delmenhorst beim Landesamt für Steuern in Niedersachsen befindet sich aktuell in der Friedrich-Ebert-Allee 15.
Stoffregen hat in Delmenhorst u. a. das Rathaus Delmenhorst, die Markthalle Delmenhorst, die Städtische Galerie Delmenhorst und diverse Wohn- und Reihenhäuser entworfen.
Architektur Das Gebäude ist ein symmetrischer 3-geschossiger Klinker-Bau mit ziegelgedecktem Satteldach. Überm dem mittig platzierten, aus der Fassade zurückversetzten rundbogigen Eingang ragte ursprünglich ein geschmückter, hoher Blendgiebel auf, der in den 1950er Jahren abgenommen wurde. Erwähnenswert ist außerdem die Bildhauerarbeit über dem Haupteingang. Dort befindet sich eine Sandsteinplatte mit Reichsadler und der Jahreszahl 1926.
Literatur Nils Aschenbeck: Heinz Stoffregen 1879–1929. Architektur zwischen Tradition und Avantgarde. Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig / Wiesbaden 1990, ISBN 3-528-08746-3. Nils Aschenbeck: Heinz Stoffregen – Landhäuser in der Industriestadt. In: „In erster Linie Hausbau…“ Heinrich Vogeler und die Bremer Reformarchitekten. Oldenburg 2002. (= Neue Schriftenreihe der Barkenhoff-Stiftung, Band 1.)
Einzelnachweise, Verweise
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