Adolf Clemens (* 15. Februar 1909 in Köln; vermisst seit dem 9. Dezember 1942 bei Stalingrad)Das tagesgenaue Vermisstendatum stammt aus Frank/Altmanns Kurzgefaßtem Tonkünstlerlexikon 1974. war ein deutscher Chorleiter, Chorkomponist und Kompositionslehrer.

Leben und Werk Adolf Clemens studierte bei Kaspar Roeseling (1894–1960) und Heinrich Lemacher Komposition sowie Orgel in Köln. Clemens war als Chorleiter und Chorkomponist tätig. Er hatte für die Erneuerung des Männerchorwesens im Rheinland eine nachhaltige Bedeutung.

Adolf Clemens schuf Männerchöre, Lieder und Volksliedbearbeitungen. In seinen Kantaten wie Meerfahrt oder Werden und Reifen und in seinen a-cappela-Chören zeigt er sich von Paul Hindemith und Béla Bartók beeinflusst. Am 18. September 1939 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde zum 1. November desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.234.294).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/20741312

Adolf Clemens war katholisch und verheiratet mit Gertrud Clemens, geborene Fieger. Ihr gemeinsamer Sohn war der gleichnamige, 1942 in Köln geborene Fotograf Adolf Clemens.Abschnitt nach: Wilibald Gurlitt: Adolf Clemens. In: Riemann Musiklexikon.Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 191.

Literatur

Clemens, Adolf. In: Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 964. online

Einzelnachweise

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