Walter Vögeli (* 18. August 1929 in Winterthur; † 29. Januar 2009 in Bern) war ein Schweizer Plastiker und Maler.
Leben und Werk alternativtext=Sicht vom Gebäudeeingang auf Kunststoffplastik Wandplastik aus 101 Elementen (Walter Vögeli 1969)|mini|Wandplastik aus 101 Elementen. 1969 Walter Vögeli wuchs in Winterthur auf und besuchte von 1949 bis 1951 die Kunstgewerbeschule Zürich und die Kunstgewerbeschule Luzern. Nach einem Aufenthalt in Paris lebte er ab 1952 in Bern, wo er ein Mitbegründer der Galerie 33 war. Seine Malerei war stark vom Tachismus beeinflusst. 1955 wandte er sich der Eisenplastik zu. Im Rahmen des Projekts «Weg der Schweiz» für die Landesausstellung 1964 in Lausanne machte Vögeli erste Erfahrungen mit Kunststoff-Abguss-Verfahren. In der Folge arbeitete er als einer der ersten Künstler in der Schweiz ausschliesslich mit synthetischen Materialien wie Polyester und Epoxydharze als Mittel der künstlerischen Gestaltung. In den 1960er-Jahren erfand Vögeli das sogenannte Polymodul, ein Baukastensystem aus verschiedenfarbigen quadratischen oder rechteckigen Positiv-Negativ-Strukturelementen, das sich als variables serielles Prinzip besonders für plastische Wandgestaltungen eignet. alternativtext=Installation Magisches Tor (Walter Vögeli ⁄ Urs von Arx 1987–1992) vor dem Haupteingang Gebäude Departement Chemie & Biochemie Uni Bern Freiestrasse 3|mini|Installation Magisches Tor (Walter Vögeli ⁄ Urs von Arx 1987–1992) Inspiriert von zwei Saharareisen, schuf Vögeli ab den 1970er-Jahren auch Reliefs aus Kunstharz und Quarzsand. Seit den späten 1970er-Jahren experimentierte er mit Querschnitten durch Quader und Würfel aus Kunststoff, in die er Gegenstände oder kleine Figuren aus Holz einfügte. In den 1980er-Jahren entstanden surreal anmutende Figuren aus Schrottblech und konstruktive Grossraumplastiken aus scharfkantigen Chromstahlprismen. Die polychromen Querschnitte aufgesägter Kunststeinkuben wurden in friesartigen Bildfolgen aufgereiht und in den 1990er-Jahren mittels Lasertechnik auch auf Papier übertragen.
1970 nahm er an der Biennale di Venezia teil. Seine Werke stellte er zudem in zahlreichen Gruppenausstellungen aus, so in der Kunsthalle Bern, im Kunstmuseum Bern, Kunstmuseum Winterthur, Kunstmuseum Luzern und im Kunsthaus Zürich.
Auszeichnungen 1955, 1956: Louise-Aeschlimann-Stipendium 1957, 1958, 1959: Eidgenössisches Kunststipendium 1960, 1961: Kiefer-Hablitzel-Stipendium
Werk im öffentlichen Raum Trojanisches Pferd, 1977, in Bolligen
Weblinks
Walter Vögeli In: Artnet Vögeli, Walter In: Deutsche Biographie Vögeli, Walter in der bibliografischen Datenbank WorldCat
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