Die Eberhoferkrimis sind eine Filmreihe, basierend auf den gleichnamigen Romanen von Rita Falk. Sie stammen ursprünglich aus der TV-Reihe Heimatkrimi. Nach dem Erfolg des ersten „Eberhofer“-Fernsehfilms „Dampfnudelblues“ 2013 ging das Projekt in Serie. Seit 2014 läuft jede Episode zunächst als Kinofilm, ehe sie etwa ein Jahr später im Fernsehprogramm des Ersten gezeigt wird.
Handlung 270x270px|mini|Franz-Eberhofer-Kreisel (links Rudi, rechts Franz) in Frontenhausen mini|Der Marktplatz Frontenhausen mit Marienstatue und Pfarrkirche St. Jakob|270x270px 270x270px|mini|Rathaus Frontenhausen am Marktplatz. Hier befindet sich in der Filmreihe die Dienststelle der Polizei Niederkaltenkirchen. Die Handlung dreht sich um den ehemaligen Kripobeamten Franz Eberhofer, der als Polizeihauptmeister in die niederbayerische Provinz strafversetzt wurde. Er lebt zusammen mit seinem Vater, einem Rentner-Hippie, auf dem Hof seiner schlauen, scheinbar schwerhörigen Großmutter in der fiktiven Gemeinde Niederkaltenkirchen. Als Sitz der nächsthöheren Polizeidienststelle und somit realer Bezugspunkt wird Landshut angegeben. Franz führt eine langjährige, aber immer wieder von Schwierigkeiten geprägte Beziehung mit der Gemeindesekretärin Susi. Bei seinen Ermittlungen wird Franz von seinem engen Freund Rudi Birkenberger unterstützt, der als ehemaliger Polizeibeamter versucht, sich mit verschiedenen Jobs im Sicherheitsgewerbe über Wasser zu halten.
Der niederbayrische Ort Frontenhausen dient als Filmkulisse. In den Filmen und auch in den Romanvorlagen wird Frontenhausen wiederholt als Nachbarort von Niederkaltenkirchen genannt.
Hauptfiguren
Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) Ein aus der Landeshauptstadt München strafversetzter Polizeihauptmeister. Franz’ Mutter ist bei oder kurz nach seiner Geburt gestorben, da sie von den Komplikationen bei der Niederkunft von Franz’ älterem Bruder Leopold noch geschwächt war, weswegen der Arzt ihr von einer weiteren Schwangerschaft in so kurzer Zeit abgeraten hatte. Franz wurde von Vater und Oma großgezogen. Er wohnt mit seinem Hund Ludwig, einem Berger de Picardie, auf dem Hof seiner Oma im umgebauten ehemaligen Schweinestall. Ludwig stirbt im Kaiserschmarrndrama an Altersschwäche; in der nächsten Episode folgt ihm der dreibeinige Hund Hinkelotta nach, den Eberhofer von seinem Freund Rudi aus dem Tierheim geschenkt bekommt. Die Hauptfigur zeigt misanthropische Tendenzen und oft mangelnde Impulskontrolle. Das äußert sich dadurch, dass er öfter seine Dienstwaffe zieht, auch privat. Als ein Verkäufer im Baumarkt seine Oma schubst, schlägt ihn Franz zu Boden und bedroht ihn mit der Waffe. Auch den Plattenspieler seines Vaters zerschießt er, als dieser bis tief in die Nacht laute Musik hört. Trotz einiger solcher Defizite verfügt er über eine hervorragende Kombinationsgabe. Er ernährt sich zum großen Teil von Leberkäse und Bier, deshalb sind sowohl sein Cholesterinwert als auch sein BMI zu hoch. Mit Autoritäten, vor allem wenn diese weiblich sind, hat er oft Probleme. Die einzige Autorität, die er bedingungslos akzeptiert, ist die seiner Oma. Liiert ist er seit seiner Teenagerzeit mit der Gemeindesekretärin Susi. Am Anfang der Reihe und noch nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes Paul (Sauerkrautkoma) führen die beiden eine On-Off-Beziehung, die sich erst stabilisiert, als die beiden auf Betreiben von Oma Eberhofer ein gemeinsames Haus bauen.
Rudolf „Rudi“ Birkenberger (Simon Schwarz) Ein Exkollege von Franz, der aus dem Polizeidienst entfernt wurde, nachdem er einem überführten Kinderschänder in die Hoden geschossen hatte, damit dieser nach der Entlassung aus dem Gefängnis nicht weiter seinen Trieben würde nachgehen können, wie er es angekündigt hatte. Nach dem Polizeidienst schlägt er sich mehr schlecht als recht als Privatdetektiv durch. Rudi lässt auch keine Gelegenheit aus, sich bei Familie Eberhofer, genauer gesagt bei Oma Eberhofer, selbst zum Essen einzuladen. Denn er ist gefräßig und ständig knapp bei Kasse. Bei den Fällen zieht ihn Franz manchmal hinzu, doch meistens drängt er seine Mitarbeit ungefragt auf. Trotzdem ist er ein wertvoller Co-Ermittler für Franz, der immer wieder wichtige Rechercheergebnisse beisteuert. Er gehört neben Ignaz Flötzinger, Metzger Simmerl und Wolfi zu den wichtigsten Freunden von Franz Eberhofer.
Ignaz Flötzinger (Daniel Christensen) Mit der Engländerin Mary verheiratet, mit der er drei Kinder hat: Ignatz-Fynn, Clara-Jane und Amy-Gertrud (ab Grießnockerlaffäre). In Teil 7 trennt sie sich von ihm und zieht mit den Kindern in ihre alte Heimat zurück. Seine Markenzeichen sind übergroße Brillen und eine Elvis-Tolle. Er betreibt einen Sanitärhandwerksbetrieb und wird von seinen Freunden meist als Heizungspfuscher bezeichnet. Seine Firma ist Trikotsponsor der Fußballkreisligamannschaft Rot-Weiß Niederkaltenkirchen. Sein Geschäftswagen ist ein blauer Opel Vivaro mit dem Kennzeichen LA-FZ 523. Dieses Auto funktioniert er bei Bedarf als Wohnmobil für Kurzurlaube um oder für amouröse Abenteuer (Schweinskopf al dente). In den Filmen neigt er gerne zu Tagträumen, oftmals erotischer Natur. Auch mit den Gesetzen nimmt er es nicht so genau und tendiert manchmal zum Größenwahn. Er selbst sieht sich als unwiderstehlichen Frauenhelden und bezeichnet sich als den „Installateur der Sinnlichkeit“. Tatsächlich erringt er das eine oder andere Mal einen Erfolg bei der Damenwelt. Meist sind diese Frauen eher schrulliger Natur und bringen ihn immer wieder in skurrile Situationen. Eine davon ist Frau Beischl, die er im Swingerclub kennenlernt und mit der er ein Verhältnis beginnt, als deren Mann im Gefängnis sitzt (Schweinskopf al dente). Nach Beischls vorzeitiger Entlassung kann sich Flötzinger nur wegen dessen Begriffstutzigkeit aus der pikanten Situation retten. In Kaiserschmarrndrama wird Flötzinger mit seinem getunten Mofa, das eine Höchstgeschwindigkeit von 127 km/h erreicht, unfreiwillig Mitglied bei den Dorfrockern Born Rebles [sic!], deren Präsident Beischl ist. Die falsche Schreibweise ist auf Defizite der Gruppe in der Orthographie zurückzuführen.
Simmerl (Stephan Zinner) Betreibt eine Metzgerei in Niederkaltenkirchen und ist Franz’ unersetzlicher Lieferant für Leberkässemmeln. Seine Frau Gisela wirft ihn kurzerhand aus dem Haus, als sie von seiner Affäre mit der Untermieterin erfährt, einem erotisch-molligen Webcam-Model. Er ist der Vater von Max. Mit Flötzinger ist er Mitglied im Golfclub, hat aber, im Gegensatz zu Flötzinger, wenig Talent fürs Golfspiel.Film Steckerlfischfiasko
Oma Eberhofer (Ilse Neubauer / Enzi Fuchs) Magdalena „Lenerl“ oder „Leni“ Eberhofer ist schon auf dem Hof aufgewachsen, den sie bis heute bewohnt. Mit 17 hatte sie eine Liebesbeziehung mit Paul, der als Flüchtling auf den Hof gekommen war, aus der ihr einziger Sohn entstammt. Ihre Schwangerschaft bemerkte sie erst, als Paul das Dorf wieder verlassen hatte. Daraufhin hatte sie Eberhofer geheiratet, den ihr Sohn und ihre beiden Enkel lange für ihren leiblichen Vater oder Großvater gehalten hatten. Erst als Paul eines Tages wieder auf dem Hof auftaucht, erfahren sie die volle Wahrheit (Grießnockerlaffäre). Sie ist die eigentliche Chefin im Hause Eberhofer, die Franz und seinem Vater zeigt, wo es langgeht. Ihr Wort ist Gesetz im Haus. Trotz ihrer angeblichen Schwerhörigkeit bekommt sie erstaunlich vieles mit, das nicht für ihre Ohren bestimmt ist, und durchschaut jedes Spielchen ihrer männlichen Mitbewohner sofort. In Teil 7 lässt sie auf dem Grundstück ein Doppelhaus für die Familien von Franz und Leopold bauen, um klare Verhältnisse zu schaffen, was die Konflikte vor allem zwischen Franz und Susi noch verschärft. Außerdem hat die begnadete Köchin eine sehr soziale Ader und nimmt jeden auf, der in irgendeiner Form Hilfe braucht, ob Mensch oder Tier.
Papa Eberhofer (Eisi Gulp) Der Vater von Leopold und Franz ist ein Althippie und Spät-68er. Über den frühen Tod seiner Frau Uschi, der Mutter von Leopold und Franz, ist er nie ganz hinweggekommen. Zum ersten Mal verliebt er sich in Leberkäsjunkie wieder neu. Eigentlich baut er sein Cannabis nur für den Eigenbedarf an, verdient sich aber mit gelegentlichem Verkauf gern ein paar Euro dazu. Mit Moratschek, dem Dienststellenleiter von Franz, pflegt er eine eigenartige Freundschaft, seit dieser sich eine Zeitlang im Hause Eberhofer verstecken musste (Schweinskopf al dente). Als Persiflage eines 68ers stellt er sich aus Prinzip gegen jegliche wirtschaftliche Weiterentwicklung, unabhängig von Vernunftgründen – so verurteilt er beispielsweise auch das Doppelhausprojekt seiner Mutter als „Gentrifizierung“ und blockiert die Bauarbeiten durch Hausbesetzung.
Susanne „Susi“ Gmeinwieser (Lisa Maria Potthoff) Die Gemeindesekretärin führt mit Franz am Anfang der Filmreihe eine On-Off-Beziehung. Sie ist sehr bestimmend, stößt aber bei Franz immer wieder an ihre Grenzen und erliegt seinem rustikalen Charme. Nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes Paul zieht sie für einige Zeit zu Franz auf den Hof, doch eine stabile Beziehung zwischen den beiden scheint unmöglich. Sie geraten immer wieder aneinander, da Susi die Geborgenheit einer Familie sucht, während Franz sie zwar liebt, aber seine Unabhängigkeit nicht aufgeben will. Im Film Steckerlfischfiasko gewinnt sie die Wahl zum Bürgermeister. Ob sie das Amt antritt bleibt offen.
Paul „Pauli“ Eberhofer (Pelle Küffner) Ist der Sohn von Franz und Susi. Im Film Steckerlfischfiasko ist er ca. 9 Jahre alt. Er spricht sehr zum Leidwesen von Franz Hochdeutsch und interessiert sich fürs Ballett. Trotzdem steht Franz bedingungslos hinter ihm und spielt sogar in Paulis erster Ballettaufführung als einziger Erwachsener mit. Neben Ballett interessiert sich Pauli für Umweltschutz und das Ökosystem. So rettet er einen Eimer voller Schnecken vor seinem Onkel Leopold.Film Steckerlfischfiasko
Nebenfiguren
Leopold Eberhofer (Gerhard Wittmann) Bruder und genaues Gegenteil von Franz: Leopold ist spießig, rechthaberisch und im Allgemeinen sehr unbeliebt. Er ist mit der Thailänderin Panida verheiratet. Sie haben eine Tochter Uschi, von Franz „Sushi“ genannt, und einen Sohn, Franz (ab Kaiserschmarrndrama).
Dienststellenleiter Moratschek (Sigi Zimmerschied) Der unmittelbare Vorgesetzte und Dienststellenleiter von Franz und in den ersten zwei Folgen im Rang eines Polizeihauptkommissars. Ab der vierten Folge trägt er die Schulterklappen eines Polizeioberkommissars. Franz macht ihm das Leben durch seine eigenwilligen Aktionen und übermäßigen Alkoholgenuss oft sehr schwer. Trotzdem steht Moratschek, soweit er kann, in den meisten Fällen hinter Franz. Als er in der Folge Schweinskopf al dente von einem Psychopathen bedroht wird, taucht er bei Franz unter. Dort verbrüdert er sich zum Entsetzen von Franz mit dessen Hippievater. Die beiden konsumieren fast dauernd Cannabis und Rotwein und hören dazu bis tief in die Nacht psychedelische Musik. Ab dem zehnten Teil Steckerlfischfiasko ist er wieder Polizeihauptkommissar und spielt in seiner Freizeit, mit bescheidenem Erfolg, Golf.
Bürgermeister Bernd Gassner (Thomas Kügel) Wie bei Moratschek eckt Franz regelmäßig beim Bürgermeister an. Da Franz aber alle ihm übertragenen Fälle löst, drückt er immer wieder ein Auge zu oder sieht wissentlich weg. Um seine Ziele zu erreichen, handelt er mitunter im juristischen Grenzbereich. Seine Zimmernummer im Rathaus ist A10. Sein Vorname Bernd wird im 5. Teil (Sauerkrautkoma) genannt. Sein Nachname lautet Gassner und steht in Sauerkrautkoma auf einem großen Wahlplakat am Baugerüst der Kirche, in der Susi und Franz heiraten sollen.
Max Simmerl (Ferdinand Hofer)