mini|Die Krollmann Arena, Spielstätte von Phoenix Hagen Phoenix Hagen ist ein deutscher Basketballklub aus Hagen, der im Jahre 2004 aus der Zweitligamannschaft der BG DEK/Fichte Hagen (genannt BG Hagen) hervorging.

Die Phoenix Hagen GmbH hatte bis auf Weiteres die Lizenz von BG Hagen für die 2. Basketball-Bundesliga Pro A gemietet. Die Anfang 2015 neu gegründete Basketball Hagen GmbH & Co. KGaA ist seit der Saison 2015/16 für den Spielbetrieb verantwortlich. Phoenix Hagen ist nicht – wie bisweilen behauptet – der Nachfolgeverein von Brandt Hagen. Der Nachfolgeverein von Brandt Hagen war der BBV Hagen.

Die Mannschaft setzte sich in den Anfangsjahren in erster Linie aus in der Region aufgewachsenen Spielern zusammen, was im Gegensatz zu den meisten Profivereinen im deutschen Basketball stand. Später bestand der Kader allerdings, wie bei den meisten Erstligamannschaften, zu großen Teilen aus amerikanischen Spielern. Ab 2009 spielte die Mannschaft in der Basketball-Bundesliga. Im Oktober 2016 meldete Phoenix Insolvenz an, im Folgemonat wurde der Mannschaft seitens der Bundesliga-Leitung die Lizenz entzogen. Ab der Saison 2017/18 trat die Mannschaft in der 2. Bundesliga ProA an, 2026 gelang die Bundesliga-Rückkehr.

Ab der Saison 2008/09 gab es im Damenbereich die „Phoenix Ladies“, die in der zweiten Basketball-Bundesliga gespielt haben. Die Spielerinnen stammten aus einer Kooperation mit dem TSV Hagen 1860 und spielten in der Saison 2007/08 als „Tessari-Baskets“. Seit der Saison 2014/15 gibt es diese nicht mehr.

Geschichte Am 25. April 2009 besiegte Phoenix Hagen im letzten Spiel der ProA-Saison 2008/09 die Bremen Roosters mit 111:69 und belegte damit den zweiten Tabellenplatz. Somit sicherte sich die Mannschaft um Kapitän Matthias Grothe – zumindest sportlich gesehen – einen Aufstiegsplatz in die Basketball-Bundesliga. Nachdem zunächst über die Zugehörigkeit des Vereins zu dieser Spielklasse in der Saison 2009/10 Ungewissheit geherrscht hatte, da Phoenix mangels geeigneter Spielstätte und fehlender wirtschaftlicher Voraussetzungen keine Bundesliga-Lizenz erhalten hatte, wurde seitens der Liga am 8. Mai 2009 mitgeteilt, dass die Spielberechtigung nun doch erteilt wurde.

In der Saison 2009/2010 erreichte Phoenix Hagen das Saisonziel, den Klassenerhalt in der 1. Basketball-Bundesliga, mit einem Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

In der zweiten Bundesliga-Saison 2010/11 belegten die Volmestädter nach einem Sieg im letzten Heimspiel gegen Gießen bei gleichzeitiger Niederlage von Tübingen am Ende den 11. Tabellenplatz. Damit waren die Hagener in dieser Saison die beste Mannschaft Nordrhein-Westfalens vor Bonn (13.) und Düsseldorf (18.)

Die Saison 2011/12 verbrachte Phoenix Hagen die meiste Zeit im Tabellenkeller. Erst am letzten Spieltag feierte Hagen durch einen 85:72-Sieg im entscheidenden Spiel gegen die Gießen 46ers Klassenerhalt feiern. In der Abschlusstabelle belegte die Mannschaft den 15. Platz.

Die Spielzeit 2012/13 wurde zur bislang erfolgreichsten Saison von Phoenix Hagen seit dem Aufstieg in die Beletage des deutschen Basketballs. Am letzten Spieltag schaffte es die Mannschaft von Ingo Freyer, den achten Platz zu verteidigen und damit erstmals die Playoffs zu erreichen. Dort traf man auf Meister Brose Baskets Bamberg. Gegen Bamberg gewann Hagen ein Heimspiel, schied aber trotzdem nach vier Spielen mit 1:3 Siegen aus.

Am 19. Oktober 2016 gab die Basketball Hagen GmbH & Co. KGaA bekannt, einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt zu haben. In einer Stellungnahme hieß es, die angespannte wirtschaftliche Situation sei auf „rückläufige Zuschauerzahlen und ausbleibende Sponsoreneinnahmen“ zurückzuführen. Nach der Einreichung des Insolvenzantrages bekam Hagen in der Bundesligatabelle vier Punkte abgezogen. Am 30. November 2016 folgte dann das Saisonaus, die Basketball-Bundesliga entzog Phoenix mit augenblicklicher Wirkung die Lizenz, die Mannschaft stand somit als erster Absteiger der Saison 2016/17 fest. Als Begründung nannte die Liga unter anderem „die fehlende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die verbleibende Spielzeit 2016/17“. Im Februar 2017 gab der Verein bekannt, den Neuaufbau ohne Ingo Freyer anzugehen, der zuvor seit 2007 das Traineramt bekleidete, die Mannschaft 2009 zum Bundesliga-Aufstieg und anschließend stets zum Klassenerhalt in der höchsten deutschen Spielklasse führte. Als neuer Trainer (ab Saison 2017/18) wurde der langjährige Phoenix-Führungsspieler Matthias Grothe verpflichtet, der seit seinem Karriereende die Mannschaft von Kooperationspartner Iserlohn Kangaroos trainiert und den Posten des Phoenix-Jugendkoordinators innehatte. Im Mai 2017 wurde Phoenix die Lizenz für die ProA-Saison 2017/18 erteilt.Lizenzierung 2017/2018. 2. Basketball-Bundesliga GmbH, 11. Mai 2017.

Da Grothe aufgrund einer Krebserkrankung für eine unbestimmte Zeit ausfiel, wurde Dietmar Günther im September 2017 übergangsweise als Cheftrainer eingesetzt. Grothe starb am 31. Oktober 2017.PHOENIX HAGEN TRAUERT UM HEADCOACH MATTHIAS GROTHE. 2. Basketball-Bundesliga GmbH, 31. Oktober 2017. Zum 18. Dezember 2017 gab Günther sein Traineramt auf eigenen Wunsch an Kevin Magdowski ab.

Am 10. November 2018 wurde Magdowski aufgrund der „anhaltenden Negativentwicklung“ freigestellt, die Mannschaft hatte am Vortag mit 87:113 gegen Tübingen verloren und stand auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nachfolger Magdowskis wurde der Kanadier Chris Harris.

In der Saison 2022/2023 konnte sich Phoenix Hagen für die Play-offs der ProA qualifizieren. Man erreichte den achten Platz in der Hauptrunde, schied dann aber im Viertelfinale gegen den SC Rasta Vechta aus. Die Qualifikation gelang in der Saison 2023/2024 erneut. Die Mannschaft erreichte Platz drei und schied im Halbfinale gegen die PS Karlsruhe Lions aus.

In der Saison 2024/25 erreichte Phoenix Hagen zum dritten Mal hintereinander das Halbfinale der ProA, musste sich dort aber in drei Spielen dem späteren Meister und Aufsteiger aus Trier geschlagen geben.

Die Hauptrunde der Saison 2025/26 schloss die Mannschaft als Tabellenerster (28 Siege, sechs Niederlagen) ab, Harris wurde als bester Zweitligatrainer der Saison ausgezeichnet. Ende Mai 2026 zog Hagen in die Endspiele um die Zweitligameisterschaft ein und sicherte sich damit den Aufstieg in die Bundesliga. Im Juni 2026 gewannen die Hagener im Duell mit Kirchheim dann auch den Meistertitel.

Kader

Kader 2026/27

Trainer Amtszeit Trainer 2004–2006 Tome Zdravevski 2006–2007 Ralf Risse 2007–2016 Ingo Freyer 2017 Matthias Grothe 09/2017–12/2017 Dietmar Günther (übergangsweise) 12/2017–11/2018 Kevin Magdowski 11/2018 Tobit Schneider (übergangsweise) seit 11/2018 Chris Harris

Bestmarken in Erstliga-Spielzeiten Saison Punkte Rebounds Assists Steals Blocks 2009/10 Chase Griffin 449 (13,2 pro Spiel) Jonathan Kale 231 (7,0) Michael-Hakim Jordan 86 (5,1) Quentin Pryor 35 (1,1) John Turek 40 (1,4) 2010/11 Mark Dorris 520 (15,3 pro Spiel) Jacob Burtschi 227 (6,9) Mark Dorris 121 (3,6) Jacob Burtschi 51 (1,6) Edward Seward 24 (1,1) 2011/12 Davin White 190 (17,3 pro Spiel) Žygimantas Jonušas 154 (4,7) Brandon Brooks 93 (3,3) Marc Antonio Carter 40 (1,2) Adam Constantine 21 (0,9) 2012/13 Davin White 649 (17,1 pro Spiel) Larry Gordon 245 (6,5) Davin White 160 (4,2) Davin White 74 (2,0) Dino Gregory 60 (1,6) 2013/14 David Bell 549 (16,1 pro Spiel) Larry Gordon 258 (7,6) David Bell 84 (2,5) Mark Dorris 40 (1,2) Keith Ramsey 43 (1,3) 2014/15 David Bell 495 (17,7 pro Spiel) Keith Ramsey 198 (6,2) David Bell 105 (3,8) David Bell 47 (1,7) Keith Ramsey 34 (1,1) (Stand: Mai 2015)

Rekorde Stand: 25. Oktober 2014, nur Erstliga-Ergebnisse

Höchste Siege Heimspiel 100:60 (+40) gegen Medi Bayreuth am 12. Dezember 2015 89:62 (+27) gegen EWE Baskets Oldenburg am 13. November 2010 96:71 (+25) gegen EnBW Ludwigsburg am 17. April 2010Auswärtsspiel 77:107 (+30) bei Eisbären Bremerhaven am 15. Oktober 2010 68:89 (+21) bei Neckar Riesen Ludwigsburg am 27. Dezember 2012 83:102 (+19) bei New Yorker Phantoms am 30. März 2013

Höchste Niederlagen Heimspiel 83:122 (−39) gegen EWE Baskets Oldenburg am 25. Oktober 2014 50:83 (−33) gegen Alba Berlin am 13. März 2010 76:106 (−30) gegen Brose Baskets am 30. Oktober 2011 64:93 (−29) gegen Skyliners Frankfurt am 17. November 2009Auswärtsspiel 116:64 (−52) bei Ratiopharm Ulm am 19. November 2016 113:62 (−51) bei EWE Baskets Oldenburg am 24. November 2012 109:59 (−50) bei Artland Dragons am 2. Januar 2012 92:47 (−45) bei Fraport Skyliners am 11. April 2012

Nachwuchsmannschaften Die Phoenix Hagen Juniors spielen in der Division Nordwest der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL). Im ersten Jahr der NBBL wurden die Phoenix Hagen Juniors deutscher Vizemeister der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga. Ab März 2016 kooperierte die Jugendabteilung von Phoenix Hagen mit der des FC Schalke 04, diese Zusammenarbeit endete aber nach der Insolvenz des Hauptvereins.

Seit der Saison 2024/25 ist Phoenix Hagen in Kooperation mit dem TSV Hagen wieder in der WNBL vertreten.

Ehemalige Spieler Nicht mehr zu vergebende Trikotnummern # 9 Matthias Grothe († 2017) (Grothe hatte die Mannschaft seit Vereinsgründung als Kapitän geleitet) # 15 Bernd Kruel (der „Storch“ spielte 16 Jahre seiner 21-jährigen Karriere in Hagen) # 5 David Bell (2010/11; 2012–2016)

Weitere wichtige Spieler Adam Baumann (2004–2008) David Bell (2010/11; 2012–2016) Mark Dorris (2010/11; 2012–2014) Chase Griffin (2008–2010) Larry Gordon (2012–2015) Per Günther (2006–2008) / Adam Hess (2012/13; 2015–2016) Zygimantas Jonusas (2010–2012) J. J. Mann (2015–2016; 2022–2023) Quentin Pryor (2008–2011) Dominik Spohr (2006–2012 und 2017–2022) Davin White (2012–2013) Spielstätte und Fans Die Heimspiele von Phoenix Hagen wurden bis zum Ende der Saison 2008/09 in der Ischelandhalle ausgetragen, die bis dato Platz für 1.800 Zuschauer bot. Unter den Zuschauern finden sich regelmäßig wiederkehrende Fangruppen wie die „Tornados Hagen“ oder die „G-Blocker“. Die Cheerleader von Phoenix Hagen sind das Phoenix Hagen Dance Team. Maskottchen des Vereines ist „Felix“. Die Stehplätze befinden sich im hinteren Bereich der Zuschauerränge. Dieser Bereich wird von den Fans der „Heuboden“ genannt. Durch den leicht trapezförmigen Aufbau des Innenraums entsteht von dort aus eine beeindruckende Akustik. Von dort oben werden die Fan-Gesänge der Tornados Hagen angestimmt. Nach dem Aufstieg in die Basketball-Bundesliga (BBL) in der Saison 2025/26 löste sich die Fangruppierung der Tornados Hagen auf und gründete sich ohne die ehemaligen Gründungsmitglieder der alten Gruppierung unter dem Namen "Tornados Hagen 58097" neu.

Mit dem Aufstieg wurde die Ischelandhalle mit 1.800 Plätzen allerdings zu klein für die Anforderungen der Basketball-Bundesliga. Um diesen gerecht zu werden, musste eine neue Spielhalle gefunden werden. Daher erfolgte in den Sommermonaten 2009 der Umbau der Injoy Halle in Hagen-Hohenlimburg. Diese diente zuvor einem Fitness-Studio als Tennis- und Badmintonhalle. Nach dem Umbau bot sie Platz für 3.013 Besucher, hieß für die Saison 2009/10 Phoenix-Halle und war für diese Zeit die neue Heimstätte von Phoenix Hagen.

Während der Saison 2009/10 begann der große Umbau der alten Ischelandhalle, die für die Basketball-Bundesliga (BBL) ein Fassungsvermögen von mindestens 3.000 Plätzen benötigte. An den schmalen Seiten des Spielfeldes wurde die Halle erweitert und neue, größere Sitz- und Stehplatztribünen aufgebaut. Zum zweiten Heimspiel der Saison 2010/11 stand dann die inzwischen zur Wiedereröffnung in Enervie Arena umbenannte Halle mit erweitertem Fassungsvermögen von 3.095 Zuschauern, davon 2.045 Sitz-, 1.020 Steh- und 30 Rollstuhlplätzen, wieder zur Verfügung.