Peter A. Stott ist ein britischer Klimaforscher. Er ist Professor für Detection and Attribution an der University of Exeter (Teilzeit) und Science Fellow und Forschungsgruppenleiter am Met Office Hadley Centre for Science and Services. Er trug als Autor zu mehreren Berichten des Weltklimarates IPCC bei und fungierte u. a. als Koordinierender Leitautor bei einem Kapitel des Fünften Sachstandsberichts.

Leben und Wirken Stott studierte Mathematik an der University of Durham sowie der University of Cambridge. Anschließend promovierte er am Imperial College London mit einer Modellierungsarbeit über die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Nachdem er als Postdoc an der Edinburgh University zur Abnahme des Ozons in der Atmosphäre gearbeitet hatte, nahm er 1996 eine Stelle am Met Office Hadley Centre an, wo er an Methoden zum Erkennen und Zuordnen des Klimawandels forschte. Seit 2008 ist er dort Leiter der Arbeitsgruppe Klimabeobachtung und -zuordnung.Professor Peter Stott. Website des Met Office. Abgerufen am 7. August 2022.

Er war einer der Leitautoren des Kapitels „Understanding and Attributing Climate Change“ des 2007 erschienenen Vierten Sachstandsberichts des IPCC, für den der IPCC mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, und Mitglied im Kernautorenteam beim anschließenden Synthesebericht. Im 2013/14 erschienenen fünften Sachstandsbericht war er koordinierender Leitautor des Kapitels „Detection and attribution of climate change: from global to regional“.

Stott befasst sich mit in seiner Forschung mit Klimamodellierung sowohl der Vergangenheit als auch der Zukunft, der Zuordnung des Klimawandels zu anthropogenen als auch natürlichen Treibern und der Klimabeobachtung. Er ist darüber hinaus ein Pionier der Zuordnungsforschung. Nachdem Europa 2003 von einer schweren Hitzewelle getroffen worden war, publizierte Stott mit Kollegen in Nature eine Zuordnungsstudie , die erstmals überhaupt den Beitrag des menschengemachten Klimawandels zu einem Extremwetterereignis quantifizierte. Stott kam dabei zu dem Ergebnis, dass die Hitzewelle 2003 durch den menschengemachten Klimawandel vier Mal wahrscheinlicher geworden war.Mehr Extremwetterereignisse: "Ja, das ist der Klimawandel". Klimafakten. Abgerufen am 7. August 2022.

2021 publizierte er ein Buch, in dem er aus einem persönlichen Blickwinkel die Geschichte der Klimaforschung darlegt als auch die Versuche von Klimawandelleugnern und Lobbyisten schildert, diese wissenschaftlichen Fortschritte und insbesondere sich daraus ergebende Klimaschutzmaßnahmen zu sabotieren.Hot Air by Peter Stott review – the battle against climate change denial. In: The Guardian, 9. Oktober 2021. Abgerufen am 7. August 2022.

Auszeichnungen (Auswahl) 2008 Oceanic and Atmospheric Research Outstanding Scientific Paper Award (anteilig) Top 100 Leading Global Thinkers 2013 (Foreign Policy) Climate Science Communications Prize der Royal Meteorological Society 2018

Schriften (Auswahl) Bücher Peter Stott: Hot Air. The Inside Story of the Battle Against Climate Change Denial. Atlantic Books London, 2021, ISBN 978-1-83895-251-8.

Wissenschaftliche Paper

Weblinks Website, University of Exeter Website, Met Office Private Website von Stott

Einzelnachweise

Kategorie:Klimatologe Kategorie:Verfasser eines IPCC-Berichts Kategorie:Brite Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann