Larissa Sergejewna Matwejenko (; * 20. April 1926 in Nowosibirsk; † 2. Januar 2004) war eine sowjetische Schauspielerin und Synchronsprecherin.

Biografie Matwejenko stammte aus einer bürgerlichen Familie. Sie interessierte sich schon als Kind für Kunst und nahm während des Besuchs der 10. Sekundarschule in ihrer Geburtsstadt an Bühnenaufführungen teil.

Nachdem aufgrund des Deutsch-Sowjetischen Krieges viele Kultureinrichtungen nach Nowosibirsk verlegt worden waren, konnte sie in das Leningrader Theaterinstitut eintreten, das sich damals dort befand. Infolge der Rückverlegung ging sie 1944 nach Leningrad. Während Matwejenkos Studium in der westsowjetischen Metropole starb ihre Mutter, außerdem wurde der Bruder der angehenden Darstellerin an der Front vermisst.

1945 siedelte die junge Frau nach Moskau über und wurde am Staatlichen All-Unions-Institut für Kinematographie angenommen, wo sie unter Boris Wladimirowitsch Bibikow und dessen Ehefrau Olga Iwanowna Pyschowa studierte. Zu ihren Kommilitoninnen gehörten Nonna Mordjukowa, Wjatscheslaw Tichonow und Sergei Gurso. Nachdem Matwejenko bereits während ihrer Ausbildung Bühnenerfahrungen gesammelt hatte, war sie nach ihrem Abschluss 1950 für neun Jahre beim Moskauer Theaterstudio der Kinodarsteller beschäftigt.Biografie Matwejenkos auf a-tremasov.ru (russisch), abgerufen am 31. Juli 2022.

Vor der Kamera debütierte die dunkelhaarige Mimin im 1951 erschienenen Kriegsdrama In friedlichen Tagen. Bis 1982 spielte Matwejenko in Kino- und Fernsehproduktionen verschiedener Studios, kam aber nie über den Status einer Nebendarstellerin und Komparsin hinaus. Als ihr wichtigster Auftritt gilt der in Leningrader Sinfonie (1957). Sie war darüber hinaus in den russischsprachigen Fassungen diverser Filme als Synchronsprecherin zu hören. Darunter waren neben Produktionen aus den Unionsrepubliken und verschiedenen europäischen Staaten auch Werke aus China, der Mongolei, Nordkorea, Japan und Syrien.Filmografie Matwejenkos auf kino-teatr.ru (russisch), abgerufen am 3. August 2022.

Matwejenko war zeitweise mit dem Regisseur Boris Bunejew verheiratet und hatte mit ihm einen Sohn namens Sergei. Dieser war als Komparse in Leningrader Sinfonie zu sehen und wurde später ein international tätiger Journalist.

Die ehemalige Darstellerin starb 77-jährig, ihr Grab befindet sich in Chimki.

Theaterarbeit (Auswahl) Studienbegleitend Mädchen ohne Mitgift (Bespridanniza) – von Alexander Ostrowski Барышня-крестьянка (Baryschnja-krestjanka) – nach Alexander Puschkins Fräulein Bäuerin Die Heirat (Schenitba) – von Nikolai Gogol Машенька (Maschenka) – nach Vladimir Nabokovs Roman

Moskauer Theaterstudio der Kinodarsteller Wanjuschins Kinder (Deti Wanjuschina) – von Sergei Alexandrowitsch Naidjonow Нахлебник (Nachlebnik) – von Iwan Turgenew Там, где не было затмения (Tam, gde ne bylo satmenija) – von Wiktor Fjodorowitsch Semjonow Die Letzten (Poslednije) – von Maxim Gorki Ax cepдце!.. (Ach, serdze!..) – von Wladimir Solomonowitsch Poljakow Cверстники (Swerstniki) – von Alexei Wladimirowitsch Speschnew

Filmografie (Auswahl) Darstellerin 1951: In friedlichen Tagen (W mirnyje dni) 1954: Reise mit Hindernissen (Wernye drusja) 1955: Freie Fahrt für Katja (Dobroje utro) 1957: Leningrader Sinfonie (Leningradskaja simfonija) 1958: Das Mädchen mit der Gitarre (Dewuschka s gitaroi) 1959: Annuschka 1966: Reise mit Gepäck (Puteschestwennik s bagaschom) 1967: So ein großer Junge (Takoi bolschoi maltschik) 1969: Kleiner Kranich (Schubaruschka) 1973: Den Menschen lieben (Ljubit tscheloweka) 1977: Der diebische König (Poka bjut tschasy)

Synchronsprecherin

Weblinks

Foto des Grabsteins auf bozaboza.ru

Einzelnachweise

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